25 GB Cloudspeicher der Telekom im professionellen Einsatz

Kostenlos Daten speichern und Cloud als Netzlaufwerk verbinden

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Florian Karlstetter

Die Deutsche Telekom bietet 25 GByte Cloudspeicher zum Nulltarif - auch für Kunden ohne Telekom-Vertrag.
Die Deutsche Telekom bietet 25 GByte Cloudspeicher zum Nulltarif - auch für Kunden ohne Telekom-Vertrag. ( © nirots - Fotolia.com)

Cloudspeicher gibt es viele. Diese lassen sich auch kostenlos nutzen. Allerdings bieten nur wenige Anbieter 25 GB freien Speicherplatz und parallel noch die Möglichkeit den Cloudspeicher als Netzlaufwerk über Webdav zu verbinden und Dateien zu teilen. MagentaCloud der Deutschen Telekom bietet Kunden einen solchen Service, bislang bekannt als Mediencenter Telekom.

Beim kostenlos nutzbaren Cloudspeicher der Deutschen Telekom erhalten Anwender zusätzlich noch eine E-Mail-Adresse aus der Domäne @t-online.de. Für einen schnellen Datenaustausch oder einer Sicherung ist der Cloudspeicher durchaus geeignet. Wir zeigen wie das geht.

In der kostenlosen Variante können Telekom-Kunden bis zu 25 GB im Cloud-Speicher der Telekom (auch bekannt als Mediencenter Telekom oder neu MagentaCloud) ablegen. Wer mehr nutzen will, kann den Speicher für 5 Euro im Monat auf bis zu 50 GB und für 10 Euro im Monat auf bis zu 100 GB erweitern. Standardmäßig offeriert die Telekom 10 GB freien Speicherplatz in der MagentaCloud.

Im Gegensatz zu Microsoft SkyDrive (neu: OneDrive) lassen sich Dokumente allerdings nicht direkt in der Weboberfläche öffnen, was zum Beispiel für Office-Dokumente sinnvoll ist. Sie müssen Dateien erst herunterladen und lokal öffnen. Dafür stehen statt 7 GB aber auch 25 GB Speicherplatz kostenlos zur Verfügung. Dateien lassen sich aber mit anderen Anwendern teilen. Auch diesen Vorgang zeigen wir Ihnen nachfolgend.

Cloudspeicher registrieren und Daten synchronisieren

Um den Cloudspeicher zu nutzen, registrieren sich Anwender zunächst bei der Telekom (siehe Abbildung 1 in der Bildergalerie). Dazu öffnen Sie die Seite des Telekom Mediencenters. Nachdem Sie sich angemeldet haben, steht die Weboberfläche zur Verfügung. Hier lassen sich Dateien hoch- oder herunterladen, teilen und in Ordnern verwalten. Wer häufiger auf die Daten zugreifen will, kann sich auch die Mediencenter-Software herunterladen und auf dem PC installieren.

Mit der Mediencenter-Software lassen sich Daten zwischen PC und Cloud auch automatisiert synchronisieren. Die Software ist für Windows XP/Vista und Windows 7 optimiert, läuft aber auch auf Windows 8. Das Installationsprogramm erfordert keine Eingaben. Nach der Installation geben Sie über das Icon der Mediencenter-Software im Taskbereich die Anmeldedaten für die Telekom-Cloud ein ( Abbildung 2).

Nach der erfolgreichen Anmeldung legen Sie einen lokalen Ordner auf dem Rechner fest, den die Software mit dem Cloudspeicher synchronisieren soll. Nach der Einrichtung synchronisiert die Software die Daten von der Cloud in den lokalen Ordner und vom lokalen Ordner in die Cloud. Auf diesem Weg lassen sich die Daten schnell und einfach synchronisieren. Über das Kontextmenü verwalten Sie die Einstellungen und überprüfen den noch freien Speicherplatz in der Cloud (Abbildung 3).

Telekomspeicher als Netzlaufwerk verbinden

Damit Sie auf den Speicherplatz in der Cloud mit dem Windows-Explorer zugreifen können, müssen Sie aber nicht unbedingt die Software der Telekom installieren. Als einer der wenigen Cloudanbieter, die Webdav unterstützen, lässt sich der Cloudspeicher in Windows und auf Macs auch als Netzlaufwerk verbinden und so in Sicherungsskripte einbinden. Der Verbindungsaufbau findet dazu mit WebDAV (Web-based Distributed Authoring and Versioning) statt.

Der Verbindungsaufbau auf den Clients mit Windows 7/8 ist denkbar einfach. Sie verbinden ein neues Netzlaufwerk und geben als Adresse https://webdav.mediencenter.t-online.de an. Nach der Verbindung und Authentifizierung sehen Sie alle Dateien im Cloud-Speicher im Windows-Explorer. Der Umgang entspricht dem Zugriff auf herkömmliche Dateifreigaben. Das heißt, Sie können Daten vom Cloud-Speicher sehr schnell kopieren. Neben der grafischen Oberfläche können Sie die Verbindung auch mit net use herstellen lassen, zum Beispiel über Anmeldeskripts. Die Syntax dazu ist:

net use <Buchstabe> " https://webdav.mediencenter.t-online.de " /User:<Benutzername> <Kennwort>

Der Verbindungsaufbau über WebDAV erfolgt durch den Dienst WebClient Service. Dieser ist standardmäßig in Windows XP, Windows Vista sowie Windows 7/8 enthalten und gestartet, aber in Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2/2012 nicht installiert. Aus diesem Grund können Sie auf Servern standardmäßig nicht mit WebDAV arbeiten. Sie haben aber die Möglichkeit, über den Server-Manager das Feature Desktopdarstellung zu installieren. Dieses enthält auch den WebClient Service. Nach der Installation können Sie auch in Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2/2012 mit Netzlaufwerken und der Telekom-Cloud arbeiten (Abbildung 4).

Webdav-Zugriff beschleunigen

Sollte auch nach der Installation des Features der Verbindungsaufbau nicht funktionieren, starten Sie den Systemdienst WebClient neu. Der Verbindungsaufbau mit WebDAV ist in vielen Umgebungen sehr langsam. Meist lässt sich das Problem beheben, indem Sie die Option Automatische Suche der Einstellungen im Internet Explorer deaktivieren. Ab Internet Explorer 10 heißt die Option Einstellungen automatisch erkennen. Sie finden diese Einstellung in den Internetoptionen auf der Registerkarte Verbindungen über die Schaltfläche LAN-Einstellungen (Abbildung 5).

Gruppenarbeit mit dem Telekom-Speicher

Sie können Dateien in Ihrem Telekom-Speicher auch mit anderen Anwendern teilen. Dazu wählen Sie die entsprechende Datei oder den Ordner für den gemeinsamen Zugriff aus und wählen die Schaltfläche Teilen. Anschließend geben Sie die E-Mail-Adresse der Person ein, mit der Sie die Datei teilen wollen. Es muss sich hierbei um keine T-Online-Adresse handeln, Sie können Dateien mit jedem Anwender teilen, der über eine E-Mail-Adresse verfügt (Abbildung 6).

Nachdem Sie eine Datei geteilt haben, erhält die entsprechende Person eine Mail mit einem Link für den Zugriff auf die Datei und eine E-Mail mit dem Kennwort für den Zugriff (Abbildung 7).

Fazit

Der Telekomcloud-Speicher umfasst 25 GB, ist kostenlos, lässt sich synchronisieren und als Webdav-Laufwerk anbinden. Daten lassen sich mit anderen Anwendern teilen und Anwender können Daten in Ordnern verwalten. Zusätzlich bietet der Cloudspeicher eine eigene E-Mail-Adresse.

Obwohl der Zugang primär für Privatkunden gedacht ist, können ihn auch profesionelle Anwender und Administratoren nutzen, um Daten mit anderen Anwendern über das Internet auszutauschen, zu teilen oder Daten zu sichern. Da die Anbindung nichts kostet, macht der Einsatz durchaus Sinn. Ein Test lohnt sich also.

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