Studie der d.velop AG über ECM nach dem SaaS-Modell

Kaum Nachfrage nach Enterprise Content Management als Cloud-Service

11.04.2011 | Redakteur: Florian Karlstetter

Die überwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen äußert sich eher verhalten zum Thema ECM als Software as a Service (SaaS).

Folgt man einer Studie der d.velop AG hat derzeit erst jedes 8. Unternehmen Interesse an ECM-Lösungen im SaaS-Modell. So sehen viele Unternehmen noch zu wenig Nutzenvorteile für Cloud-Services bei ECM, auch sind die Mietmodelle für das Enterprise Content Management offensichtlich noch zu wenig bekannt, um bei Kunden auf das nötige Vertrauen zu stoßen.

d.velop, Anbieter von modularen ECM-Lösungen und Entwickler von Sharepoint-Erweiterungen aus dem ECM- und DMS-Umfeld hat 252 Firmen zum Thema Enterprise Content Management nach dem SaaS-Modell befragt. Die überwiegende Mehrheit sieht bei ECM als Cloud-Service allerdings noch zu wenig Nutzenvorteile gegenüber herkömmlichen On-Premise-Lösungen.

In Zahlen ausgedrückt: 38 Prozent verneinen die Frage, ob sie sich vorstellen können, ECM-Lösungen einmal als Miet-Software im SaaS-Modell einzusetzen, knapp ein Drittel (32 Prozent) haben sich mit dem Thema noch nicht auseinandergesetzt bzw. äußern, dass ihnen das SaaS-Modell noch zu wenig bekannt ist. Lediglich 11 Prozent stehen dem Thema vorbehaltlos gegenüber, für immerhin 19 Prozent stellt es eine interessante Alternative dar.

Auf die Frage, ob sie sich bei einer Neuinvestition in ECM-Lösungen in naher Zukunft eher für eine Inhouse-Implementierung oder für eine SaaS-Alternative entscheiden würden, sind es gerade mal 13 Prozent, die sich für das Mietmodell entscheiden, die überwiegende Mehrheit (71 Prozent) bestehen auf einer Implementierung im eigenen Haus. Die restlichen 16 Prozent wollten sich bei der Antwort nicht festlegen.

Fast drei Viertel der Befragten präferieren also nach wie vor die klassische Methode, bei der die ECM-Anwendung samt Betrieb in der eigenen Verantwortung des Unternehmens bleibt.

Substanzielle Vorbehalte

Dennoch sieht Christoph Pliete, Vorstand bei der d.velop AG in den Ergebnissen ein wachsendes Interesse an neuen Betriebsmodellen für ECM-Lösungen, obgleich bei einer entsprechenden Entscheidung offenbar trotzdem noch substanzielle Vorbehalte im Wege stehen. „Möglicherweise fehlt es im Markt noch zu sehr an belastbaren Erfahrungswerten, damit sich die Unternehmen beim Enterprise Content Management vertrauensvoll auf ein On Demand-Modell einlassen können“, gibt der ECM-Experte zu bedenken.

38 Prozent der Befragten versprechen sich von ECM aus der Cloud einen schnelleren Einsatz, gefolgt von geringerem technischen Aufwand mit 33 Prozent.
38 Prozent der Befragten versprechen sich von ECM aus der Cloud einen schnelleren Einsatz, gefolgt von geringerem technischen Aufwand mit 33 Prozent.

Für diese Einschätzung spricht auch, dass die typischen Vorteilsargumente für SaaS bei den Befragten durchweg nur eine geringe Zustimmung finden. Lediglich 21 Prozent können sich vorstellen, durch diese Alternative bei den ECM-Investitionen entlastet zu werden, eine Ersparnis beim technischen Aufwand sieht auch nur ein Drittel. Noch weniger bewerten den Nutzen eines standortunabhängigen Zugriffs auf die ECM-Anwendung als vorteilhaft. Einzig dem Argument der schnelleren Projektrealisierung können etwas mehr (38 Prozent) im Falle von ECM in Form eines Cloud-Services folgen.

Christoph Pliete, Vorstand bei der d.velop AG sieht noch keine konkrete substanzielle Nachfrage nach ECM im SaaS-Modell.
Christoph Pliete, Vorstand bei der d.velop AG sieht noch keine konkrete substanzielle Nachfrage nach ECM im SaaS-Modell.

„Zumindest in der Breite des Marktes scheint die Zeit für SaaS vorerst noch nicht reif genug zu sein, auch wenn im Moment eine intensive Cloud-Diskussion im Markt stattfindet“, schlussfolgert Pliete. Einen weiteren Beleg dafür sieht er in den eigenen Marktkontakten der d.velop. „Es ist ein von der öffentlichen Diskussion etwas getriebenes, aber im Bewusstsein der Unternehmen noch zu wenig verankertes Thema. Weder seitens unserer über 150 Partner noch in unseren eigenen Vertriebsgesprächen ist eine konkrete substanzielle Nachfrage festzustellen.“

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