Standards statt Buzzwords

ITIL + IT-Infrastruktur = Managed Services

| Autor / Redakteur: Markus Holzhauer* / Ulrike Ostler

(Bild: raywoo / Fotolia.com)

Sourcing-Strategien und Managed Services gewinnen im stetigen Wandel der IT an Bedeutung. Eine effektive Unterstützung von außerhalb setzt allerdings eine gemeinsame Basis zwischen Dienstleister und Servicenehmer voraus. Abgestimmte Prozesse und eine einheitliche Terminologie helfen.

Unternehmen sind aufgrund komplexer technologischer Entwicklungen, gerade im IT-Infrastrukturbereich, oftmals auf Hilfe von außen angewiesen. Zudem entscheiden sich viele Firmen für eine Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen bei gleichzeitiger Verlagerung von IT-Aktivitäten auf externe Ressourcen. Die Kombination von bewährten Standards wie ITIL gepaart mit individuellen Beratungsleistungen auf Seiten der IT-Dienstleister bieten großes Potential für den Einsatz von Managed Services.

Denn die Innovationszyklen werden kürzer, die IT-Anforderungen steigen und werden komplexer. Gleichsam wächst die Bedeutung von Technologie für den Erfolg und den laufenden Betrieb von Unternehmen – auch bei jenen, deren Kerngeschäft nicht die IT ist. Aufgrund der breiten Präsenz und teilweise Selbstverständlichkeit der Nutzung von IT-Dienstleistungen werden diese häufig als „Standard-Dienstleistungen“ betrachtet.

Gerade für IT-Abteilungen, die in ihrem Unternehmen als Cost-Center agieren, besteht außerdem ein hoher Kostendruck. Diesen Anforderungen begegnen IT-Dienstleister mit Support-Ansätzen wie den Managed Services. Allerdings können die mit Managed Services einhergehenden Standardisierungen nur erfolgreich eingeführt und IT-Leistungen übernommen werden, wenn zugleich die Besonderheiten der jeweiligen Rechenzentrums-Umgebungen berücksichtigt werden.

Anforderungen an ein IT-Outsourcing

Für eine effiziente Verlagerung von IT-Aufgaben müssen mehrere Aspekte beachtet werden. Dazu zählen insbesondere: die Unterstützung beim Transfer von Wissen im Rahmen des technologischen Wandels, die Strukturierung von Arbeitsabläufen und Schnittstellen sowie die Verwendung einheitlicher Terminologien. Diese Punkte bilden die Grundlage für eine reibungslose Übernahme von Leistungen im IT-Infrastrukturbereich durch externe Dienstleister.

Die IT-Branche, und somit auch der IT-Infrastrukturbereich, sind geprägt durch Buzzwords und Vokabular der einzelnen Hersteller. Dies verursacht häufig Abstimmungsaufwand und Zeitverlust. Der Einsatz des De-facto-Standards ITIL und seiner Begrifflichkeiten bietet auf Grund seines Bekanntheitsgrades im Bereich des IT-Service Managements eine Basis für eine gemeinsame Sprache und effektive Zusammenarbeit.

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Welches sind die richtigen Fragen?
Welches sind die richtigen Fragen? (Bild: Marco2811 / Fotolia.com)

Die Vereinheitlichung von Abläufen sorgt für mehr Transparenz sowie höhere Arbeits- und Kosteneffizienz von IT-Abteilungen. Für Unternehmen, die ihre IT als nicht-geschäftskritischen Bereich einstufen und auslagern, sind die damit verbundenen Abläufe, Personal- und Infrastrukturkomponenten ab diesem Zeitpunkt oftmals nicht mehr interessant. Daher ist es wichtig, dass die Schnittstellen zwischen IT und Geschäft standardisiert werden, um eine effektive Anbindung zu ermöglichen.

Anbieter wie die DextraData GmbH, die flexibel auf die Anforderungen der Unternehmen eingehen können und Consultants mit langjähriger Erfahrung und Expertise im IT-Infrastrukturbereich in ihren Reihen haben, können diesen Anforderungen gerecht werden und in Absprache mit dem Klienten bedarfsgerechte Servicekonzepte entwickeln.

Industriestandard als Basis

Basierend auf ITIL v3 können Abläufe klar definiert, kommuniziert und zeitoptimiert gestaltet werden. Mittels standardisierter Managed Services-Pakete und vorab genau definierter Leistungen haben IT-Abteilungen als Cost-Center die Möglichkeit, Kosten und Ressourcen genau zu kalkulieren. ITIL bietet einen bewährten Rahmen für Managed Services-Einsätze im Bereich IT-Infrastruktur und kann über die vorab definierten Abläufe hinausgehend angepasst werden, um auch speziellen und komplexeren Aufgaben gerecht zu werden. Durch das Zusammenspiel von Fachkenntnis, Standards und Flexibilität kann größtmögliche Effektivität beim Outsourcing von IT-Aufgaben erreicht werden.

Unternehmen können sich dabei zwischen verschiedenen Service-Modulen entscheiden, die vom „einfachen“ Service-Desk als Single Point of Contact für den Servicenehmer bis hin zu komplexeren Bereichen wie Release- oder Configuration-Management reichen und je nach Bedarf individuell angepasst und kombiniert werden können.

Managed Services – Erfolgsfaktor der Zukunft

Die IT-Landschaft wird sich weiterhin kontinuierlich wandeln und neue Technologien werden viele Abläufe automatisieren. Bei der Auswahl und Implementierung dieser Techniken besteht auch in Zukunft Bedarf, der durch IT-Consulting Firmen gedeckt wird. Zusätzlich wird der steigende Grad an Automatisierung dazu führen, dass IT verstärkt als selbstverständliche Dienstleistung wahrgenommen wird und Unternehmen weiterhin versuchen, den Aufwand mit firmeninternen IT-Ressourcen zu minimieren.

Insofern bleibt Managed Services auch perspektivisch eine gute Wahl bei der Suche nach effektiven Sourcing-Lösungen, da hier sowohl ein strukturiertes Service-Modell als auch IT-Spezialisten, die mit dem neuesten Stand der Entwicklungen vertraut sind, geboten werden.

* Markus Holzhauer ist Project Manager bei der Dextra Data GmbH.

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