Logistics-as-a-Service optimiert Warenfluss

IT-Logistik: Wolkenflug mit eingebautem Kompass

| Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Elke Witmer-Goßner

Der Routenplaner map&guide, mit dem Unternehmer unter anderem „grüne”, klimaneutrale Transport-Angebote erstellen können, ist nur ein Beispiel für SaaS-Lösungen für die Logistikbranche.
Der Routenplaner map&guide, mit dem Unternehmer unter anderem „grüne”, klimaneutrale Transport-Angebote erstellen können, ist nur ein Beispiel für SaaS-Lösungen für die Logistikbranche.

„Logistics-as-a-Service“ strukturiert die Wertschöpfungskette effizienter in Beschaffung, Lagerverwaltung und Distribution. Für die Verantwortlichen bedeutet dies jedoch, einen Blick hinter die Angebote zu werfen, um Kosten und Nutzen der Lösungen möglichst genau zu kalkulieren.

Wie Software-as-a-Service (SaaS) befinden sich maßgeschneiderte Anwendungen auch in Logistik und Supply Chain Management zum größten Teil noch im Entwicklungsstadium, „insbesondere wenn es das Ziel ist, individuell relevante Softwarebausteine nach Bedarf zusammenzustellen, um so Kosten-, Geschwindigkeits- und Flexibilitätsvorteile zu erreichen“, gibt Dr. Ing. Katja Klingebiel vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML zu bedenken.

Um die Anwendungsreife vorwärts zu treiben, widmet sich die Einrichtung im Rahmen des Effizienzclusters LogistikRuhr verstärkt der Forschung in der Wolke. Insbesondere zur Kostenfrage hat das Projekt „Logistics Mall“ bei einem Warenwirtschaftssystem (WMS) das geschäftliche Szenario exemplarisch durch gerechnet. Das Endergebnis fiel positiv aus, Logistikprozesse lassen sich also auch in der Wolke steuern.

Gerade im Bereich SaaS für die Logistik (logistics-as-a-service) liegt die Zielgruppe ohnehin bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. Denn dort ist laut Deutsche Bank Research meist eine sehr heterogen gewachsene IT-Infrastruktur vorhanden. Hier seien sogar Public-Cloud-Lösungen ein idealer Ausweg, um Anforderungen wie die gestiegene mobile Verfügbarkeit oder die Abfederung von Lastspitzen produktiv zu unterstützen.

Mittelstand profitiert

Auch das Fraunhofer IML sieht das Potenztial weniger in der Virtualisierung großer Softwaresysteme, sondern insbesondere bei kleinen IT-Abteilungen sowie bei Teilprozessen mit kleinen Softwarebausteinen, die sich via Cloud besser und schneller abwickeln lassen. Je stärker die Software spezifisch ist oder individualisiert werden muss, desto weniger eignet sich der Einsatz von in Grenzen parametrisierbarer Standardsoftware über die Cloud, so das IML.

Von der Anbieterseite dem Thema nähert sich Ludger Schuh, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Inform GmbH: „Im Bereich der webbasierten Absatzplanung beispielsweise summieren sich die Einsparungen schnell auf einen vier- bis fünfstelligen Betrag. Hinzu kommen bei den Startkosten die Aufwände für die Systemsoftware, d.h. Betriebssystem und Datenbankserver.“

Zusätzlich zu den Kosten für die initiale Bereitstellung für Hardware und Systemsoftware entfallen laut Inform auch die Betriebskosten für die Server-Hardware. Diese Betriebskosten seien zwar weniger transparent, aber von der Höhe her eine ebenso signifikante Zielgröße, betont Schuh. Um eine verlässliche Rechnung der Gesamtkosten aufzumachen, sollten Unternehmen deshalb zum Beispiel die Infrastruktur-Kosten für den Serverraum und das Vorhalten von Redundanz und Sicherungs-Systemen sowie Personalkosten für die Betreuung der Systemumgebung mit einkalkulieren.

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