IT-Trends von Capgemini

IT-Budgets sollen steigen

| Autor: Heidemarie Schuster

Unter anderem sorgt die Digitalisierung für mehr IT-Ausgaben.
Unter anderem sorgt die Digitalisierung für mehr IT-Ausgaben. (Bild: Pixabay (Alexas) / CC0)

Mehr zum Thema

Capgemini prognostiziert für das Jahr 2017 einen zweistelligen Anstieg der IT-Budgets in der DACH-Region.

Im kommenden Jahr erhöhen Capgemini zufolge, einem Dienstleistungs- und Beratungs-Unternehmen, voraussichtlich 44,4 Prozent der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz die IT-Budgets um rund 11 Prozent. Kürzen müssen 2017 demnach nur noch 16,1 Prozent der CIOs die Ausgaben, im Jahr zuvor waren es 21,3 Prozent. Damit würde sich der positive Trend der vergangenen zwölf Monate bei den IT-Ausgaben fortsetzen.

Die IT-Trends-Studie wurde im September und Oktober 2016 von Capgemini durchgeführt. 148 IT-Verantwortliche von Großunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nahmen teil.

Branchenabhängig

Der Handel und die Logistikbranche werden den Prognosen zufolge 2017 deutlich mehr Geld für IT-Projekte ausgeben. Banken und Versicherungen investieren weiterhin auf hohem Niveau. So auch die Industrie, die angesichts der Vorhaben für Industrie 4.0 die IT-Budgets bereits deutlich aufgestockt hatte. Diesen Kurs wird sie, wenn auch etwas moderater, in den kommenden Jahren fortsetzen, so dass laut Einschätzung der CIOs die IT-Budgets knapp über der Hälfte dieser Unternehmen weiter steigen könnten. Bei den Energieversorgern wird kaum gekürzt, aber auch wenig erhöht.

„CIOs sind stärker denn je gefordert, die Digitalisierung des Unternehmens auszubauen. Ein großer Teil des IT-Budgets fließt aber in die Aufrechterhaltung des Tagesgeschäfts. Der Rest reicht nicht aus, um die Neugestaltung des Geschäftsmodells durch IT-Innovation zu unterstützen, weshalb solche Ausgaben zunehmend von den Fachabteilungen übernommen werden“, erklärt Dr. Uwe Dumslaff, Chief Technology Officer bei Capgemini in Deutschland die Ergebnisse.

Mehr Budget für Updates und Erweiterungen

Die Ausgaben für Updates, Aktualisierungen und Erweiterungen steigen laut Capgemini das dritte Jahr in Folge auf 24,4 Prozent des gesamten IT-Budgets. Die Kosten werden zum einen durch die Bemühung verursacht, die Software-Release-Zyklen zu verkürzen. Zum anderen macht sich bereits jetzt bemerkbar, dass mit der Digitalisierung die Anzahl der Anwendungen rasant steigt und damit auch die Komplexität, erklärt Capgemini. Diese Ausgaben gehen im Moment offenbar zu Lasten von Innovationsprojekten der IT-Abteilung. Insgesamt wird sie 2017 nur noch 21,5 Prozent für die Evaluierung und Umsetzung ausgeben, im laufenden Jahr waren es noch 24,5 Prozent.

„Die steigende Zahl von Anwendungen ist kein Einmaleffekt, der Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Deshalb müssen CIOs jetzt die Weichen für höhere Agilität bei gleichzeitiger Beherrschung der Kosten stellen. Anderenfalls können sie Innovationen kaum noch finanzieren“, so Thomas Heimann, Principal Enterprise Architect & Experte IT-Trends bei Capgemini.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44424033 / Allgemein)