Produktentwicklung und Einführungszeiten werden kürzer

Innovation geht ganz einfach mit der Cloud

| Autor / Redakteur: Boris Kraft* / Elke Witmer-Goßner

Moderne IT verkürzt Entwicklungszyklen, beschleunigt die Time-to-Market und bringt vielleicht alles entscheidende Wettbewerbsvorteile.
Moderne IT verkürzt Entwicklungszyklen, beschleunigt die Time-to-Market und bringt vielleicht alles entscheidende Wettbewerbsvorteile. (Bild: © fotomek - Fotolia)

Digitale Transformation setzt selbst größte Unternehmen unter massiven Innovationsdruck. Vor wenigen Jahrzehnten ging man noch davon aus, dass ein Fortune-500-Unternehmen etwa 75 Jahre im Index verbleibt. In den letzten fünfzehn Jahren allerdings sind allerdings 52 Prozent der in dieser Liste geführten 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt aus dem Index gefallen. Größe alleine ist also längst keine Garantie mehr, langfristig relevant zu sein.

Die Newcomer, welche die etablierten Unternehmen aus dem Index verdrängen, sind meist agil, verstehen ihre Kunden und legen Wert auf ein perfektes digitales Erlebnis. Diejenigen, die sich schnell an neue Gegebenheiten anpassen können, sind laut einer Umfrage von MIT Sloan durchschnittlich 25 Prozent profitabler als ihre Wettbewerber.

Markentreue war einmal

Diese Beschleunigung ist darauf zurückzuführen, dass ein „social share“ oftmals ausreicht, einen Kunden zu verlieren. Das heißt nichts anderes, als wenn Kunden die Online-Erfahrung mit einem Unternehmen nicht gefällt, sie einfach die Marke wechseln. Und oft tauschen sie sich darüber online aus: „the good, the bad, the ugly“. Kundenbewertungen sind heute das Zünglein an der Waage zwischen Erfolg und Misserfolg.

Daher sind Innovationsgeschwindigkeit und Einfachheit (also auch Fokus) für Unternehmen immer wichtiger. Gartner empfiehlt dazu eine bi-modale IT. Das bedeutet einerseits eine ausgereifte Enterprise-Technologie und andererseits, agil, schnell und innovativ zu sein. Mit anderen Worten: das Backend muss robust und stabil sein und das Frontend flexibel. Sich schnell im Frontend (also der Teil, den die Kunden sehen) an Änderungen anpassen zu können, bedeutet für viele Unternehmen auch, Infrastruktur in die Cloud zu verlagern. IDC geht davon aus, dass bis zum Jahr 2020 67 Prozent aller Enterprise-IT-Infrastruktur- und Software-Ausgaben für cloud-basierte Angebote verwendet werden.

Scheitern kein Problem

Innovativ zu sein bedeutet, zu experimentieren und damit das Risiko einzugehen, auch mal zu scheitern. Wählen Sie Lösungen, die Risiken minimieren, Misserfolge weniger kostenintensiv machen und die Hürden für das Austesten von Ideen abbauen. Flexibilität ist der Schlüssel, um sich schneller an den Markt anzupassen. Meist können Projekte nicht Monate darauf warten, dass IT-Ressourcen frei werden. Teams müssen rasch zusammengestellt werden können, damit Sie mit der digitalen Transformation mithalten können. Beispiel Content Management System (CMS): Im „klassischen Setup“ gibt es einen Grafiker, weiter jemanden, der das Design in HTML und CSS übersetzt, und schließlich einen Backend-Entwickler, der Templates im CMS erstellt. Dann wird getestet und der ganze Prozess beginnt von vorne. So wird Enterprise-Technologie komplex, fehleranfällig, schlecht zu warten und zu langsam, um Innovationen schnell in den Markt zu bringen.

Die moderne Cloud-Welt nutzt APIs und standardisierte Frontend Frameworks. Kompilieren und das Neustarten eines Systems nach einer Änderung gehören damit der Vergangenheit an. Frontend-Entwickler kennen sich bereits mit Javascript aus und können so selber Templates schreiben. Dank mächtiger Javascript Frameworks und Web-APIs reicht es immer öfter aus, nur am Frontend zu arbeiten. Backend-Modifikationen in Java werden seltener. Dadurch wird die Einführung von Innovationen erheblich beschleunigt.

Einfaches Deployment, Live-Testing und Rollout

Mit cloud-basierten Produkten reichen zur Inbetriebnahme oftmals wenige Mausklicks und eine Kreditkarte. Zur Behebung eines Fehlers muss nicht mehr auf das nächste Rollout gewartet werden, neue Features können jederzeit aufgeschaltet werden. So werden Sicherheitsrisiken reduziert. Die Cloud setzt immer das neueste Sicherheitsupdate ein und besteht aus der aktuellen Version mit den neuesten Funktionen. Das Testen aktueller Datensätze wird ebenfalls vereinfacht. Ob Aktualisieren per Knopfdruck oder Rollback zu einer vorherigen Version, beides ist in der Cloud einfach.

Boris Kraft, Magnolia International Ltd.
Boris Kraft, Magnolia International Ltd. (Bild: Magnolia)

Unternehmen, die neue Produkte, Dienstleistungen oder Kampagnen in wenigen Wochen auf den Markt bringen wollen, können mit cloud-basierten Technologien Risiken also minimieren. Und indem in einer Live-Umgebung gearbeitet wird, verkürzt sich der Zeitraum von der Idee bis zum Launch und Innovation wird vereinfacht.

* Der Autor Boris Kraft ist Chief Visionary Officer beim CMS-Anbieter Magnolia International Ltd.

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