Neue Geschäftsmodelle revolutionieren die IT

Industrie 4.0 im Kontext von Cloud Computing

| Autor / Redakteur: Arnold Vogt und Heiko Henkes, Experton Group * / Florian Karlstetter

Revolution der IT: Industrie 4.0 im Kontext von Cloud Computing: interessante Parallelen aus Sicht der Experton Group.
Revolution der IT: Industrie 4.0 im Kontext von Cloud Computing: interessante Parallelen aus Sicht der Experton Group. (© Dreaming Andy - Fotolia.com)

Im Vergleich der Märkte Industrie 4.0 und Cloud Computing zeigen sich interessante Parallelen bzw. Abhängigkeiten voneinander. So wie Cloud Computing gerade dabei ist, die IT grundlegend und nachhaltig zu verändern, so hat die vierte industrielle Revolution „Industrie 4.0“ das gleiche Potenzial, die Produktion zu verändern.

Das Potenzial von Industrie 4.0 liegt aber nicht nur in der Technologie selbst, sondern vor allem in neuen Geschäftsmodellen. Industrie 4.0 ermöglicht es, durch Technologie (IT) die internen Produktions-Ressourcen flexibler und damit effizienter einzusetzen, hin zu einer Smart Factory. Darüber hinaus ermöglicht diese Technologie aber auch ganz neue Geschäftsmodelle, durch die Herstellung von intelligenten Produkten (Smart Products), die zum Beispiel „as a Service“ bereitgestellt werden können oder mit intelligenten Add-on Services ergänzt werden.

Bei Cloud Computing ist das ganz ähnlich. Auch Cloud Computing ist nicht nur eine Technologie um IT-Ressourcen flexibler und damit effizienter einzusetzen, sondern diese Technologie ermöglicht erst ein service-orientiertes Geschäftsmodell auf Basis von IT On Demand bzw. as a Service.

Die Revolution in der IT erfolgt daher nicht unmittelbar durch die Technologie selbst, sondern durch die neuen Geschäftsmodelle, die es hervorbringt. Das heißt erst durch neue Geschäftsmodelle und nicht durch die Technologie selbst kann Cloud Computing und Industrie 4.0 sein wahres Potenzial entfalten.

Eine weitere interessante Parallele liegt in der Marktsegmentierung. Die Marktsegmente lassen sich, wie bei Cloud Computing auch, nicht nur in Infrastruktur, Plattform und Applikationen unterteilen, sondern auch in Privat und Public. Unter Industrie 4.0 im „Private Modus“ kann man den Fokus auf die Optimierung von internen Abläufen und Produktionsprozessen verstehen, die in letzter Konsequenz zu einer Smart Factory führen. Der Schwerpunkt liegt hierbei also auf dem Einsatz von IT-Technologien zur internen Optimierung.

Unter Industrie 4.0 im „Public Modus“ dagegen kann man die externe oder auf Kunden ausgerichtete Herangehensweise an das Thema zusammenfassen. Hierbei geht es schlussendlich um die Einführung neuer Geschäftsmodelle für Kunden. Durch diese Sichtweise wird eines deutlich, dass das weitaus größere Potenzial von Industrie 4.0 nicht in der Smart Factory (interne Optimierung durch Technologie) liegt, sondern bei neuen Geschäftsmodellen, durch Smart Products, die einerseits „as a Service“ bereitgestellt werden oder andererseits durch intelligente Add-on Services ergänzt werden können.

Wer einen echten Quantensprung mit Industrie 4.0 machen möchte, darf daher nicht nur die internen Abläufe betrachten, sondern muss sich ernsthaft Gedanken machen, in welcher Form sich dadurch das eigene Geschäftsmodell noch stärker auf die Bedürfnisse der Kunden ausrichten lässt. Nur so kann man das volle Potenzial von Industrie 4.0 ausschöpfen und letztlich „wertschöpfen“.

Die Autoren

* Arnold Vogt ist Senior Advisor bei der Experton Group und auf aktuelle IT-Servicethemen wie Cloud Computing und Industrie 4.0 (Internet der Dinge & Dienste) spezialisiert.

Heiko Henkes, Manager Advisor bei der Experton Group beschäftigt sich vorwiegend mit den Themen Social Business, Cloud Computing und Mobility im Kontext von Go-to-Market bzw. der strategischen Entwicklung von Marketing und Vertrieb.

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