11.06.12 | Autor / Redakteur: Beth Pariseau / Ulrich Roderer
HP versucht, seine Softwareaquisitionen mit seinem Hardwareangebot besser zu integrieren. Dazu gehört das AppSystem-Bundle für Hadoop. Dieses ist mit der Autonomy-Software integriert, um Big Data zu verwalten
Die Akquisition von Autonomy durch den Ex-CEO Apotheker hatte nicht den gewünschten Erfolg, führte im Gegenteil zu einem Umsatzeinbruch bei der Software. Jetzt versucht HP die Autonomy-Kunden wieder mehr ins Boot zu holen und bietet eine bessere Integration mit dem eigenen Portfolio. Doch ob Kunden deshalb dem Hersteller treu bleiben ist eine offene Frage. Ein amerikanischer IT-Leiter, dessen Firma schon vor der Übernahme stark in Autonomy investiert hatte, sieht den Versuch HPs skeptisch: “HP hofft, dass es sich als Spieler im lukrativen Segment von Big Data, Cloud-Storage und – Services positionieren kann, aber das funktioniert nicht mehr.“
HP setzt auf den Big-Data-Trend und kündigt dazu AppSystem für Hadoop an, das im vierten Quartal verfügbar sein soll. Das Infrastruktur-Bundle besteht aus ProLiant DL360p Master Nodes, einem Cluster von 18 DL380e Servern sowie zwei A5830 Top-of-rack Switches. Alle Server-Nodes haben Direct-attached Storage (DAS). HP unterstützt dabei verschiedene Hadoop-Ausprägungen wie Cloudera, Hortonworks und MapR.
HP hat darüber hinaus das Insight Cluster Management Utility , um das AppSystem zu Provisionieren. Das Tool soll in der Lage ein, bis zu 800 Nodes in wenigen Minuten mit einem Golden-Image klonen zu können.
Die Version 10 von Autonomys Intelligent Data Operating Layer-Software lässt sich jetzt in jeden Hadoop –Knoten einbetten, um so Meta-Analysen auf den Hadoop-Daten durchzuführen. Die Version 6 von HPs Vertica-Software besitzt jetzt ebenfalls neue Konnektoren, um parallel Analysen innerhalb des Hadoop AppSystems über strukturiert, unstrukturierte sowie semistrukturierte Daten durchführen zu können.
HP hat zudem die Flat SAN-Technologie für die Virtual Connect FlexFabric-Module für BladeSystem-Server angekündigt, die zukünftig Fibre Channel SAN-Switches in den Converged Infrastructure-Bundles ersetzen sollen.
Die Flat SAN-Technologie ermöglicht Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen Bladeservern und Storage ohne ein zwischengeschaltetes hierarchisches Netzwerk aus Fibre Channel-Switches. Damit sollen Kosten für Fibre Channel-Switches eingespart werden und die Latenz reduziert.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 34072470) | Archiv: Vogel Business Media