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In 10 Schritten zur Hybrid Cloud

| Redakteur: Advertorial

Eine hybride Cloud-Infrastruktur lässt sich nicht von heut auf morgen bewerkstelligen. Worauf primär zu achten ist, haben wir in diesem Ratgeber zusammengefasst.
Eine hybride Cloud-Infrastruktur lässt sich nicht von heut auf morgen bewerkstelligen. Worauf primär zu achten ist, haben wir in diesem Ratgeber zusammengefasst. (© Calado - Fotolia.com)

Unternehmen bauen derzeit mit viel Aufwand hybride Cloud-Umgebungen, um Prozesse zu beschleunigen und Lastspitzen abzufangen. Der Weg in die Hybrid Cloud ist aber ein langer: Wir zeigen Ihnen die 10 Schritte, die Firmen tun müssen, um dem Wettbewerb eine Nasenlänge voraus zu sein.

Hybride Clouds sind die Zukunft. Immer mehr Unternehmen wollen Ihre Wettbewerbsfähigkeit durch den Aufbau solcher agiler Infrastrukturen erhöhen – und dabei nach Möglichkeit auch noch viel Geld sparen.

"Wenn durch den Aufbau einer hybriden Cloud-Umgebung die unterschiedlichen Applikationen miteinander verknüpft und Daten automatisch ausgetauscht werden, können Geschäftsprozesse schneller gestaltet werden. Außerdem kann zusätzliche Rechenleistung, etwa bei stark saisonabhängigem Geschäft, kurzfristig genutzt werden. Workloads werden dabei regelbasiert und automatisch in externe Infrastructure-as-a-Service verschoben. Damit wird die IT agiler", so der IDC-Research Analyst Matthias Kraus.

Ohne eine vorher eingerichtete Private Cloud ist das aber nicht möglich. Und es gibt da noch ein paar andere wesentliche Schritte, die ein Unternehmen tun muss, bevor es sich hybrid nennen kann.

Wir nennen Ihnen im Folgenden die 10 wichtigsten "Stepstones" hinein in die hybride Wolke:

1. Harmonisierung

Ohne eine gesunde Grundlage geht gar nichts, das ist im Leben wie im Prozessmanagement so. Bevor Sie auch nur an die Verbindung Ihrer Private Cloud mit externen Ressourcen denken, sollten Sie ein einheitliches und integriertes Prozessmanagement-System schaffen. Dazu müssen Sie sich von allen Insellösungen, die sich im Laufe der Zeit im Unternehmen angesammelt haben, verabschieden. Eine solche Harmonisierung Ihrer Softwarelandschaft ist übrigens Voraussetzung für jedwede vernünftige Integration neuer Abläufe.

Die Harmonisierung startet mit einer gründlichen Analyse, in der auch Ihre Unternehmensziele, Geschäftsanforderungen und IT-Strategie berücksichtigt werden muss. Ist- und Soll-Zustand werden dabei gegenübergestellt und ein einheitliches Prozessmodell definiert, in dem die Zusammenarbeit der Mitarbeiter zwischen den Standorten und Prozessinstanzen geregelt und somit der Daten- und Informationsaustausch optimiert wird.

Erst wenn ein harmonisierendes und unternehmensweites Prozessmanagement-System aufgebaut ist, kann mit der Standardisierung begonnen werden.

2. Standardisierung

Standardisierung ist, wenn alle Prozesse über alle Abteilungen, an allen Standorten mit den gleichen Werkzeugen und Management-Regeln durchgeführt werden. Erklärtes Ziel ist es in jedem Fall, Geschäftsabläufe zu vereinfachen, Prozesse zu verkürzen und so Aufwand und Kosten zu senken. Die Diskussion rund um die Standardisierung gärt seit Jahrzehnten, daher gibt es mittlerweile so gut wie keinen Unternehmensbereich, der ausgenommen werden müsste. Unzählige Anbieter werden Ihnen unzählige Lösungen anbieten, mit denen Sie vom Einkauf über Produktion bis zum Vertrieb und alles darum herum vereinheitlichen können. Strategische, langfristig orientierte Geschäftsabläufe können ebenso standardisiert werden, wie operative, kurzfristige Prozesse.

3. Konsolidierung

Mit der Konsolidierung macht Ihr Unternehmen bereits einen Riesenschritt in Richtung Virtualisierung. Dabei werden alle möglichen Bestandteile der Infrastruktur zusammengeführt und vereinheitlicht. Zu denken wäre hier an Ihre Server- und Desktopsysteme, Anwendungen und Datenbanken. Automatisch reduzieren sich dadurch Ihre physischen Systeme, die dann im nächsten Schritt virtualisiert werden können.

Übrigens besteht auch hier berechtigte Hoffnung auf eine Reduzierung der Kosten für den Betrieb, denn Sie müssen sich keineswegs neu einrichten. Es geht vielmehr um die durchdachte Umstellung Ihrer Ressourcen mit dem Ziel der maximalen Ausnutzung.

4. Virtualisierung

Als vor über zehn Jahren eine Virtualisierungswelle durch die Unternehmen schwappte, sorgte sie verständlicherweise für viel Aufregung. Heute ist sie eher selbstverständlich, ihre vielen Vorteile haben sie einen Siegeszug antreten lassen. Nicht wenige werfen bei dieser Gelegenheit ein, dass auch die ausgedehnteste Virtualisierung noch keine Cloud macht – aber ohne sie geht es auf keinen Fall.

Die Erfahrung lehrt uns, dass die Virtualisierung hauptsächlich in drei Bereichen zum Einsatz kommt, als da sind Netzwerk-Virtualisierung, Storage-Virtualisierung und die Server-Virtualisierung. Dabei wird eine abstrakte Ebene eingeführt - der Hypervisor, auch Virtual Machine Monitor (kurz VMM) genannt -, die die physische Hardware vom Betriebssystem entkoppelt. Auf virtuellen Servern lassen sich dann mehrere unterschiedliche Betriebssysteme und Anwendungen remote hosten – nur einer der vielen Vorteile einer virtualsierten Infrastruktur.

5. Orchestrierung

Sie haben es ja längst verstanden: Auch bei der Orchestrierung geht es um die Harmonisierung unterschiedlicher Protokolle – in der Regel von Web Services, die Sie durch die Virtualisierung in der Lage sind einzurichten. Durch die Orchestrierung können zusammengesetzte Webservices definiert und mehrere vorhandene Webservices mittels der Web Service Description Language (WSDL) zu einem wiederverwendbaren Geschäftsprozess kombiniert werden.

Moderne Orchestrierungs-Tools beinhalten Schnittstellen und Docking-Optionen, die eine Interaktion mit anderen Programmen erlauben. Während Automatisierung die ersten Schritte vereinfacht, verwendet Orchestrierung eine Reihe von Datenpunkten und nutzt diese als Trigger, um einen automatisierten Prozess anzustoßen. Kurz: Orchestrierung sorgt für eine Optimierung der Abläufe.

6. Choreografie

Eng verbunden mit der Orchestrierung ist die Choreografie von Web Services. Bei der Choreographie beschreibt jeder Dienst seine eigene Aufgabe. Es gibt keinen zentralen Punkt, der die Korrektheit und Aufgabenerfüllung kontrolliert. Der Fokus liegt auf dem Nachrichtenaustausch zwischen den Diensten. Die vorher erklärte Orchestrierung stellt eine Beschreibung der Services dar, ihre Bedingungen zum Aufruf sowie Abhängigkeiten und Alternativen. Im Gegensatz dazu beschreibt Choreographie, wie die einzelnen Prozesse untereinander agieren.

7. Automatisierung

Die Automatisierung ist der Tod des Admins – sehr überspitzt formuliert, ist klar. Ob Störungen, Problemmeldungen, Änderungswünsche oder Service-Anfragen: Administrative Aufgaben müssen gelöst werden. Entweder stellen Sie ein riesiges IT-Team ein, oder Sie automatisieren diese Prozesse. Die Verwalten der Ressourcen einer Cloud geschehen dann ...automatisch. Auf Standardisierung beruhende Methoden der Automatisierung funktionieren nach starr definierten Vorgaben. Sie erledigen Tätigkeiten auf der Basis von vorgefertigten Workflows, Runbooks oder Skripten, die sie schrittweise abarbeiten.

8. Cloud-Anbindung

Nun haben Sie es fast geschafft. Nachdem Ihre Prozesse in der Cloud geglättet und definiert sind, können Sie mit der Anbindung externer Cloud-Ressourcen – mutmaßlich Public Clouds - beginnen. Der Cloud-Anbieter muss dabei auch Ihre Spitzen schnell abdecken können.

Bei der Anbindung öffentlicher Cloud Services an die eigene Cloud-Infrastruktur kommen Multiprotocol Label Switching (MPLS) oder Ethernet-Verbindungen zum Einsatz, so dass anderes als bei Verbindungen über das Internet höchste Anforderungen an die Datensicherheit gewährleistet sind. Zu Beachten sind dabei auch Compliance-Vorgaben, die in ebenfalls dem Schutz der Daten dienen.

9. Workload-Migration

Die Leitung steht, nun wollen Sie Anwendungen oder Daten in die angebundene Public Cloud verlagern. Für die Vereinheitlichung Ihrer Hybrid Cloud-Umgebung benötigen Sie denselben Zugriff und dieselbe Kontrolle wie in Ihrem Datacenter vor Ort. Dafür gibt es diverse Tools von diversen Anbietern, die üblicherweise großen Wert auf eine sichere Migration legen.Dabei ist darauf zu achten, dass Anwendungen nicht umgeschrieben oder Plug-Ins installiert werden müssen, um Datensätze zwischen den verschiedenen Clouds verschieben zu können. Echte Hybrid Clouds zeichnen sich dadurch aus, dass Workloads nach Belieben verschoben werden können.

10. Dienstgütevereinbarungsmanagement

Ah, die deutsche Sprache bringt einige herrliche Stilblüten hervor, das Dienstgütevereinbarungsmanagement ist eine davon. Gebräuchlicher ist in IT-Kreisen aber der englische Ausdruck Service Level Agreements (SLAs)-Management.

Aufgrund der Vielgestaltigkeit der Kundenanforderungen im Bereich Cloud Computing und dem erklärten Ziel der flexiblen, nutzungsabhängigen und günstigen Bereitstellung von IT-Leistungen werden Anbieter nur in seltenen Fällen alle Leistungen aus einer Hand erbringen können. Sind also mehrere Unternehmen involviert, entsteht bereits im Vorfeld die Frage nach der für den konkreten Fall geeigneten Abwicklungsform.

In besagten SLAs legen Sie die Leistungsqualität (Quality of Service: QoS) der bezogenen Cloud Services fest, diese muss für beide Seiten zweifelsfrei messbar sein.Übrigens: SLA-Vereinbarungen sind nur dann sicher einzuhalten, wenn sie in automatisierte Prozesse umgesetzt sind. Aber dafür haben Sie ja bereits in Punkt 5 gesorgt, richtig?

Haben Sie diese zehn Schritte sorgfältig durchgeführt, sollten Sie viel Vergnügen und Erfolg mit Ihrer hybriden Cloud-Umgebung haben. Noch betreibt nur knapp 15 Prozent der deutschen Unternehmen eine Hybrid Cloud. Studienergebnisse von IDC zeigen allerdings, dass sich dies in den nächsten Monaten entscheidend ändern wird - bis 2016 wollen mehr als 50 Prozent der Entscheider ihre Planungen in die Tat umsetzen. Warten Sie also nicht zu lange, der Wettbewerb schläft nie.

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