K.O.-Kriterien bei Cloud-Anbietern

Im Blindflug durch die Wolke

| Autor / Redakteur: Paul Heywood* / Elke Witmer-Goßner

Kontrollverlust und Ladehemmung können die unangenehmen Nebenwirkungen bei der Nutzung von Cloud-Services sein.
Kontrollverlust und Ladehemmung können die unangenehmen Nebenwirkungen bei der Nutzung von Cloud-Services sein. (Bild: Pholidito, Fotolia)

Über Entwicklungsumgebungen, Preisstaffelung und Speicher hinaus denken nur wenige IT-Teams darüber nach, wie die Nutzer das Cloud-Angebot wahrnehmen werden. Meistens wählen Unternehmen einen großen Anbieter, ohne zu hinterfragen, wie ihre Inhalte – sei es eine Anwendung, eine Website oder eine andere Dienstleistung – konkret ausgeliefert werden.

Wie können Unternehmen sicher sein, dass Cloud-Anbieter auch die nötige Leistung liefern, um eine erstklassige Nutzererfahrung zu gewährleisten? Manche Anbieter verfügen über ein grundlegendes Content Delivery Network (CDN), ein dezentrales System aus Servern, die in mehreren Rechenzentren verteilt liegen und Inhalte damit schneller zu den jeweiligen Nutzern bringen sollen. Doch dies ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein und bietet weder eine Übersicht des vollständigen Auslieferungswegs bis zum Kunden noch eine Garantie, dass nicht an anderer Stelle im Netz ein Engpass die Auslieferung verzögert.

Zeit ist Geld

Geschäfte laufen heute über das Web. Eine schlechte Performance der Website eines Unternehmens – lange Ladezeit, häufige Ausfälle, langsamer Bildaufbau oder verzogene Audiospuren – kann den Markenwert und die Verkaufszahlen eines Unternehmens empfindlich beeinträchtigen. Zwischen der Performance der Website und des Unternehmens besteht eine direkte Korrelation, wie einige der weltgrößten Marken bereits erfahren mussten. So konnte der US-Handelsriese Walmart pro Sekunde verbesserter Ladezeit einen Umsatzanstieg von 2 Prozent verbuchen; Amazon verliert pro Millisekunde Verzögerung 6,79 Millionen US-Dollar; Yahoos Umsatz sackt pro Sekunde Verzögerung um 2,8 Prozent ab.

Die Performance von Websites wird von einer Reihe an Faktoren beeinflusst, darunter das Design von Anwendungen, die Standortwahl von Servern und Inhalten, sowie die Latenz im Internet. Doch bei der Frage, wie sich Internet-Performance messen und überwachen lässt, nach welchen Kriterien man Netzwerk- und Cloud-Anbieter wählen, Inhalte hosten und Rechenzentren gründen sollte, tappen viele IT-Planungsteams nach wie vor im Dunkeln.

Die Internet-Performance kann je nach Anbieter und Lage stark variieren. Die heute verwendeten Lösungen zum Management von Anwendungs- und Netzwerk-Performance (APM respektive NPM) wurden für den Einsatz innerhalb eines Unternehmensnetzwerkes entwickelt. APM- und NPM-Lösungen erkennen, wenn Performance-Probleme mit der Internetverbindung zusammenhängen; doch wo im Internet die Engstelle liegt, können sie nicht messen. Eine informierte Problemlösung wird so unmöglich. Und je mehr Anwendungen und Dienste in die Cloud wandern, desto komplexer wird dieses Problem.

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