RZ-Dienste flüchten vor Naturgewalten

IBM zeigt "Cloud Computing Disaster Prevention Invention"

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Mary Miller, Studentin am Marist College, demonstriert am Tablet, wie sich Netzwerkausfälle vermeiden lassen.
Mary Miller, Studentin am Marist College, demonstriert am Tablet, wie sich Netzwerkausfälle vermeiden lassen. (Jon Simon/Feature Photo Service/IBM)

Schneller als Naturkatastrophen Rechenzentren zerstören können, will IBM Daten und Anwendungen an einen sicheren Ort verschieben. Das Re-Provisioning nutzt SDN, soll in Minuten gelingen und 2014 auf den Markt kommen.

IBM plant eine Art proaktives Desaster Recovery: Statt Daten erst nach einer Katastrophe wiederherzustellen, sollen Rechenzentrumsbetreiber Sprach- und Daten-Applikationen binnen Minuten aus der Gefahrenzone retten und auf sichere Infrastrukturen verlagern – bislang dauere solch ein Re-Provisioning Tage. Wie nötig solch eine Lösung sein kann verdeutlicht IBM am Beispiel des Hurrikans Sandy. Der habe im Vorjahr wichtige Kommunikationssysteme Tage, Wochen und in einigen Fällen über Monate hinweg lahmgelegt.

Die "Cloud Computing Disaster Prevention Invention" soll aber nicht nur besonders schnell, sondern auch sehr komfortabel funktionieren. Laut IBM könnten Administratoren den Prozess auch remote per Smartphone oder Tablet anstoßen.

Für die Lösung setzt IBM auf Software-Defined Networking (SDN), also Techniken mit denen Datenströme in physischen und virtuellen Netzen flexibler und effizienter als bisher steuern lassen. Dabei kommt ein Open Source Network Controller zum Einsatz, der am Marist College entwickelt wurde.

Das von IBM geförderte Marist SDN Innovation Lab erprobt naheliegenderweise auch Technologien, Entwicklungen und Fallstudien im Zusammenhang mit SDN. Erstanwendern steht damit eine Cloud-basierte Testumgebung zur Verfügung.

Derzeit könne man die "Cloud Computing Disaster Prevention Invention" Kunden bereits vorführen. Kommerziell verfügbar wird die Lösung voraussichtlich 2014.

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