Cloud-Infrastruktur, DevOps-Angebote, OSLC-Standardisierung

IBM kauft SoftLayer Technologies

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

SoftLayer Technologies betreibt für seine Cloud-Infrastruktur-Services weltweit 13 Rechenzentren.
SoftLayer Technologies betreibt für seine Cloud-Infrastruktur-Services weltweit 13 Rechenzentren. (Bild: SoftLayer)

IBM setzt weiter auf das Cloud-Geschäft: Das Unternehmen übernimmt den Infrastrukturanbieter SoftLayer Technologies und erweitert das DevOps-Portfolio um weitere Cloud- und Mobile-Angebote.

Bis Ende 2015 will IBM mit Cloud-Services weltweit Milliarden US-Dollar Umsatz erwirtschaften. Auf dem Weg zu diesem Ziel kündigt der Hersteller nun weitere DevOps-Angebote an und übernimmt den laut IBM größten Infrastruktur-Anbieter in Privatbesitz: SoftLayer Technologies.

Der in Texas angesiedelte Anbieter SoftLayer betreibt 13 Rechenzentren in Europa, Asien und den USA. Derzeit nutzen 21.000 Kunden die Infrastruktur, darunter Anbieter von mobilen Diensten, Social Media, Gaming oder Analytics. SoftLayers Angebot beinhaltet eine vollständige API und umfangreiche Funktionen, mit denen Kunden physische und virtuelle Maschinen verwalten und automatisieren können. Anwender sollen dabei von einzigartigen Performance-Werten und Kontroll-Möglichkeiten profitieren.

IBM hingegen will mit dem Zukauf schneller in der Lage sein, Public - und Private Clouds zu integrieren. Um eine bestmögliche Interoperabilität zu gewährleisten, sollen die SoftLayer-Angebote künftig um OpenStack-Funktionen erweitert werden.

Die Übernahme werde voraussichtlich im dritten Quartal abgeschlossen. Danach sollen SoftLayers Angebote gemeinsam mit den Angeboten der IBM SmartCloud in einer neuen Cloud Services Division aufgehen.

DevOps und Mobility

Bereits im April hatte IBM seine DevOps-Strategie (Development & Operations) mit der Übernahme von UrbanCode ergänzt. Jetzt präsentiert IBM neue Software, Trainingsangebote und Ressourcen, mit denen Organisationen Mobile- und Cloud-Anwendungen leichter erstellen, testen und bereitstellen können. Das so erweiterte DevOps-Portfolio soll auch dazu beitragen, Wertschöpfungsmöglichkeiten mit Big Data und Social Business zu verbessern.

Zu den Angeboten gehören im Detail:

  • IBM SmartCloud Analytics: Mit erweiterten Funktionen zur Log-Analyse sollen Entwickler Erkenntnisse aus den Terabytes an unstrukturierten Daten gewinnen, die von IT- Infrastruktur und Anwendungen erzeugt werden. Organisationen profitierten zudem von einer automatisierten Analyse von IT-Asset-Logs.
  • IBM SmartCloud Monitoring Application Insight: Das Tool überwacht Echtzeit-Performance und Verfügbarkeit von Applikationen, die in einer Cloud gehostet werden. Monitoring-Funktionen können auch während der Entwicklung eingebettet werden.
  • Expanded IBM SmartCloud Application Services: Entwickler können jetzt auch PHP-Anwendungen mit den SmartCloud Application Services implementieren und verwalten.

Speziell für mobile Anwendungen liefert IBM:

  • IBM Rational Test Workbench: Hiermit können Entwickler Testszenarien erfassen, modifizieren, wiedergeben und auswerten. Hunderte bis Tausende von Tests können automatisiert ablaufen. Teile unfertiger Anwendungen lassen sich virtualisieren, um Testprozesse früher zu starten.
  • IBM Worklight & IBM SmartCloud Application Services: Mit einem kostenfreien Schnupper-Angebot können Entwickler Anwendungen in der IBM SmartCloud mit IBM Worklight-Technologie erstellen und bereitstellen. Sobald eine Anwendung entwickelt wurde, könne die Bereitstellung durch die IBM SmartCloud ebenfalls vereinfacht werden; Unternehmen könnten Anwendungen somit schnell an Kunden ausliefern.
  • SmartCloud Analytics - Log Analysis, SmartCloud Monitoring Application Insight, die neue Version des Rational Test Workbench und die Trial-Version der Worklight und IBM SmartCloud Application Services werden voraussichtlich noch in diesem Monat verfügbar.

Entwicklernetzwerk und Standards

Des Weiteren unterstützt IBM der Entwicklungs-Community mit weiteren Angeboten: Das developerWorks-Netzwerk wird um Sites für Cloud, Big Data, WebSphere Application Development und die neuen developerWorks Labs ergänzt.

IBM meldet zudem, dass die OSLC-Community Teil der Standard-Organisation OASIS wird. Die Open Services for Lifecycle Collaboration sollen Erstellung und Verwaltung von Software vereinfachen.

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