Mehr Elastizität im Cluster und erweiterte SQL-Funktionen für geographische Raumdaten

HP Vertica 5.0 mit SDK für Echtzeit-Analysen im Petabytebereich

28.06.2011 | Redakteur: Dirk Srocke

HP will Vertica 5.0 auch mit der Komplettlösung HP Vertica Analytics System anbieten.

Das Hewlett-Packard-Unternehmen Vertica hat Version 5.0 der gleichnamigen Analyse-Plattform vorgestellt. Die Lösung durchsucht in Echtzeit Daten im Petabytebereich und bietet ein Software Development Kit (SDK) für kunden- und fallspezifische Analysen. Anwender können Vertica 5.0 mit physischen, virtuellen und Cloud-basierten Umgebungen nutzen.

Mit der Übernahme des Herstellers Vertica, hat Hewlett-Packard (HP) eine weitere Lösung zur Analyse geschäftskritischer Daten ins eigene Portfolio aufgenommen. Die jetzt vorgestellte Version 5.0 soll ähnliche HP-Produkte jedoch nicht kannibalisieren. Während man mit HANA-Systemen beispielsweise ausschließlich auf SAP-Kunden ziele, biete Vertica einen universelleren Ansatz.

Dabei soll Vertica 5.0 sogar umfangreichere Datenmengen im Petabytebereich analysieren und in Echtzeit auswerten. Ein mögliches Anwendungsszenario schildert Philippe Stephan, Chief Technology Officer bei Risk Management Solutions (RMS), einem führenden Anbieter von Risikolösungen für Finanzinstitute: „Im Risikomanagement sehen wir einen geradezu explodierenden Bedarf, sehr große Datensätze praktisch in Echtzeit mit immer komplexeren Algorithmen zu analysieren. Vertica 5.0 und das Software Development Kit sind für uns die perfekte Antwort, um diesen Bedarf zu bedienen.“

Konkret bietet Vertica 5.0 folgende Neuerungen:

  • Software Development Kit: Damit können Anwender, Entwickler und Partner beispielsweise das Framework MapReduce und andere benutzerdefinierte Funktionen über SQL-Anfragen direkt in der Vertica-Datenbank implementieren.
  • Erweiterte Analyse-Funktionen: Neben Standard-SQL-Abfragen unterstützt Version 5.0 auch SQL-Analyse-Funktionen für raumbezogene Daten (Geospatial), Ereignisreihen-Musterabgleiche (Event-Series Pattern Matching), Ereignisreihen-Muster-Kombinationen (Event-Series Pattern Joins) sowie erweiterte Statistiken und Regressionsanalysen (Advanced Aggregate Statistical and Regression).
  • Verbesserte Leistung: Vertica 5.0 soll Such- und Unterabfragen, Datenbank-Statistiken, Lifecycle-Management, Daten-Resegmentierung und kombinierte Filter schneller bearbeiten als bisher.
  • Erweitertes Management: Um die Verfügbarkeit bei geschäftskritischen Analysen im Petabyte-Bereich sicherzustellen, bietet Vertica 5.0 operationale - und Disaster-Recovery-Funktionen. Zudem verspricht der Hersteller erweiterte Backupfeatures.
  • Höhere Elastizität: Mit Vertica 5.0 sollen Anwender Cluster über zwanzig Mal schneller erweitern oder verkleinern – unabhängig ob in physikalischen -, virtuellen - oder Cloud-basierten Umgebungen. Außerdem ermöglicht Vertica 5.0 das Klonen von Clustern. Benutzer können Teilmengen schnell aus der Datenbank herausziehen – beispielsweise für Analyse-Sandboxes verwendet oder fokussierte Analysen von Untermengen komplexer Datenbestände.

Vertica 5.0 ist ab sofort als Download verfügbar. HP will die Lösung zudem „bald“ als Teil der vorkonfigurierten Komplettlösung HP Vertica Analytics System anbieten. Die Preise orientieren sich an der jeweils genutzten Datenmenge.

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