Noch sind Private Clouds bevorzugt

Großunternehmen flirten mit der Public Cloud

10.05.2011 | Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Mehr oder weniger Sicherheit? – Bei der Bewertung der Public-Cloud-Services gehen die Meinungen auseinander. Vorsichtshalber nutzen Großunternehmen lieber die Private Cloud.

Sicherheit und Standort sind die zentralen Fragen, wenn sich große Unternehmen den Einsatz von Cloud-Services überlegen. Da die Bedenken noch immer überwiegen, ist die Private Cloud meist die erste Wahl.

Dennoch gehören Großunternehmen in Deutschland zu den Vorreitern bei der Nutzung des Cloud Computing, wie IDC in einer von Microsoft beauftragten Befragung erfuhr. 85 Prozent der IT-Entscheider beschäftigen sich inzwischen mit den Möglichkeiten der Cloud, ein Viertel nutzt bereits Private-Cloud-Lösungen und 15 Prozent befinden sich in der konkreten Planung.

Motor und Bremse

Angetrieben wird das Thema von Sicherheitserwägungen. Viele IT-Verantwortliche erkennen die Chance, Ressourcen und Geld zu sparen, wenn zumindest die Pflege der eingesetzten Security-Lösung über einen Cloud-Service-Provider erfolgt. Kopfschmerzen bereiten ihnen aber die Fragen nach Standort und Kontrolle der Daten. Daher bevorzugen Großunternehmen noch immer Private Clouds.

Trotz aller Ängste, die Kontrolle ganz aus der Hand zu geben, freunden sich immer mehr große Firmen auch mit Public-Cloud-Diensten an. Zuvor nehmen sie aber meist einen Umweg, indem sie zuerst lieber das unternehmenseigene Rechenzentrum für Cloud-Dienste nutzen. IDC sieht darin ein Anzeichen, dass Hybrid-Modelle in Zukunft stärker genutzt werden wollen. Denn hier sind die Vorteile der Private und Public Cloud miteinander verbunden.

Thomas Schröder, Geschäftsführer Großkunden und Partner Microsoft Deutschland GmbH.
Thomas Schröder, Geschäftsführer Großkunden und Partner Microsoft Deutschland GmbH.

Für Thomas Schröder, seit kurzem Geschäftsführer Großkunden und Partner der deutschen Microsoft-Gesellschaft, ist daher oberstes Ziel, den Unternehmen maßgeschneiderte Cloud-Pakete aus Public- und Private-Cloud-Lösungen anzubieten, mit denen „sie von den Vorteilen, wie Skalierbarkeit, schnelle Einsatzbereitschaft und niedrigeren Kosten profitieren“ können.

Wolkig oder wolkenlos?

Höhere Sicherheit als im Eigenbetrieb, die Nutzung neuester Technologien sowie keine zusätzlichen Investitionen in die IT-Infrastruktur sind die häufigst genannten Gründe, sich für einen Public-Cloud-Dienst zu entscheiden.

Als größte Hürden bewerteten die von IDC befragten Unternehmen dagegen die Sicherheitsbedenken, die mangelnde Kontrolle über die Daten bzw. die fehlende Kenntnis über den Datenstandort sowie die Abhängigkeit vom Cloud-Anbieter.

Das Thema Sicherheit spielt somit für die meisten Großunternehmen eine ambivalente Rolle. Als Alternative für den Einstieg ins Cloud Computing können sich aber viele mit der Nutzung einer Private Cloud anfreunden.

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