Virtuelle Linux-Maschinen als "Infrastructure as a Service" (IaaS) zur Miete

Googles EC2-Konkurrent Compute Engine offiziell verfügbar

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Florian Karlstetter

Virtuelle Linux-Maschinen als "Infrastructure as a Service": Google geht mit Compute Engine in direkte Konkurrenz zu Amazon Elastic Compute Cloud (EC2).
Virtuelle Linux-Maschinen als "Infrastructure as a Service": Google geht mit Compute Engine in direkte Konkurrenz zu Amazon Elastic Compute Cloud (EC2). (Bild: Google)

Seit einem Jahr treibt Google schrittweise Bemühungen voran, Rechenkapazitäten seiner Rechenzentren unter der Bezeichnung Google Compute Engine zu vermieten. Seit einigen Tagen ist die seit 2012 währende Preview-Phase beendet und das mit Amazons EC2 vergleichbare Angebot mit garantierter Verfügbarkeit von 99,95 Prozent und deutlich gesenkten Preisen offiziell buchbar.

Wie Amazons EC2 bietet Googles Compute Engine virtuelle Linux-Maschinen als "Infrastructure as a Service" (IaaS) zur Miete an, die Google auf der gleichen Hardware betreibt, wie seine eigene Systeme. Ab sofort ist Googles 2012 vorgestellter Cloud-Service offiziell buchbar, wobei das Unternehmen mit dem offiziellen Start („Generally Available“ (GA)) seiner EC2-Alternative ein SLA (Service Level Agreement) gewährt, was für virtuelle Maschinen in den Rechenzentren des Internet-Konzerns eine Verfügbarkeit von 99,95 Prozent rund um die Uhr garantiert.

Im Gegensatz zur limitierten Preview, die sich vorrangig an Entwickler richtete, kann jetzt jeder zahlende Kunde virtuelle Maschinen in Googles Rechenzentren mieten und produktiv einsetzen. Die IaaS-Plattform des Unternehmens ähnelt konzeptionell Amazons Elastic Compute Cloud (EC2), dem direkten Konkurrenten, d. h. die von Kunden gemieteten virtuelle Linux-Maschinen rechnet Google je Stunde, in der die virtuelle Maschine läuft, ab.

Der Preis orientiert sich an der Anzahl der virtuellen CPU-Kerne, sowie der benötigten Menge an Arbeitsspeicher und Storage, und der Netzwerkanbindung. Dabei kann Google VMs seiner Kunden jederzeit ohne Ausfall per Live-Migration auf andere Hardware transferieren, wobei virtuellen Maschinen bei etwaigen Problemen automatisch neu starten.

Unterstütze Betriebssysteme

Bei der Gelegenheit hat der Internet-Riese auch die Anzahl der von den virtuellen Maschinen unterstützten Betriebssysteme aufgestockt. Während Nutzer der 2012 gestarteten Limited-Preview-Phase beim Betriebssystem der virtuellen Maschinen lediglich zwischen Debian, Ubuntu oder CentOS mit einem von Google angepassten Kernel wählen konnten und sich dabei standardmäßig mit ein bis acht virtuellen CPU-Cores mit je knapp 4 GByte Speicher und 400 GByte Plattenplatz begnügen mussten, hat Google sein Angebot zum offiziellen Start leistungsmäßig aufgebohrt und außerdem die Preise gesenkt. So können Kunden ab sofort nahezu jede Linux-Distribution ohne Anpassungen verwenden. Das gilt auch für Erweiterungen wie SELinux, CoreOS oder Software wie Docker, FOG, Xfs und AuFS. Sogar Enterprise-Systeme wie SLE (Suse Linux Enterprise) oder RHEL (Red Hat Enterprise Linux) stehen zur Verfügung.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie das Preismodell von Google Compute Engine und welche Instanz-Kombinationen (VMs, CPU und Storage-Ressourcen) möglich sind.

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