Mit ownCloud zur eigenen Cloud

Filesharing für Unternehmen auf Linux-Basis

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Rainer Graefen

(Thomas Joos)

Viele Unternehmen wollen ihren Anwendern zwar grundsätzlich Cloud-Dienste zur Verfügung stellen, scheuen sich aber davor einen öffentlichen Anbieter zu buchen. Mit der OpenSource-Lösung ownCloud können Unternehmen eine eigene Cloud-Infrastruktur zur Verfügung stellen.

Die Installation und der Betrieb von ownCloud erfolgt auf einem Linux-Server. Die Entwickler stellen Synchronisierung-Clients für Windows, Linux und Mac OS zur Verfügung.

Außerdem bietet ownCloud auch ein Webinterface für den Zugriff über Webbrowser. Darüber hinaus stehen noch verschiedene Apps für Android und iPhone/iPad zur Verfügung. ownCloud wird vor allem auf LAMP-Plattformen (Linux, Apache, MySQL, PHP) eingesetzt.

Neben der kostenlosen OpenSource-Version, steht ownCloud auch als kommerzielles Produkt, inklusive Support zur Verfügung. Neben der Support-Unterstützung bieten die kostenpflichtigen Editionen Unterstützung für Oracle und Microsoft SQL-Server. Außerdem lassen sich mehrere ownCloud-Server untereinander replizieren.

Der größte Vorteil von ownCloud besteht darin, dass Administratoren die Lösung sehr schnell einrichten können, und Anwender ohne langwierige Einarbeitung mit der Umgebung zurecht kommen. Die einzelnen Cloud-Apps wie die Verwaltung von Kalender und Kontakte sind sehr einfach gelöst.

Mit ownCloud können Unternehmen also sehr schnell eine private Cloud-Lösung zur Verfügung stellen. Da es im Internet zahlreiche Erweiterungen gibt, lässt sich der Funktionsumfang von ownCloud kontinuierlich erweitern. Die Einrichtung und der Betrieb erfolgt allerdings auf Linux Servern. Frühere Versionen von ownCloud haben zwar Windows unterstützt, aktuelle Versionen lassen sich aber nur noch auf Basis von Linux installieren, sind aber auch von Windows-Clients nutzbar.

Diese Funktionen bietet ownCloud

Die in ownCloud gespeicherten Daten legt die Cloud-Lösung in einer SQL-Datenbank ab. Hier haben Unternehmen die Möglichkeit entweder auf SQLite zu setzen oder auf MySQL. Die kostenpflichtigen Editionen bieten darüber hinaus die Möglichkeit auf Oracle oder Microsoft SQL-Server zu setzen.

Die Kernfunktionen von ownCloud bestehen in der Speicherung und Freigabe von Kontakten, Kalendern, und Dokumenten. Außerdem stehen verschiedene Apps zur Verfügung. Diese bieten zusätzliche Funktionen wie Virenschutz, Berichte, Auswertungen und mehr.

Die Verbindung zwischen den verschiedenen Clients und dem ownCloud-Server erfolgt SSL verschlüsselt. Außerdem lassen sich die Daten in der Datenbank verschlüsseln und versionieren. Der Zugriff und die Änderung von Daten werden protokolliert. Zusätzlich lassen sich gelöschte Daten wiederherstellen.

Es ist ebenfalls möglich, dass Anwender ihre selbst gelöschten Dokumente selbst wiederherstellen können. Anwender haben darüber hinaus die Möglichkeit ihre eigene Web-Oberfläche an ihre eigenen Anforderungen anzupassen. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass mehrere Anwender gemeinsam an einem Dokument arbeiten.

Hochverfügbarkeit und Berechtigungen verwalten

Unternehmen, die ownCloud in einer Produktivumgebung einsetzen, können die Cloud-Lösung auch hoch verfügbar zur Verfügung stellen. Darüber hinaus lassen sich verschiedene ownCloud-Server miteinander replizieren. Zur Steuerung von Berechtigungen bietet ownCloud eine eigene Benutzerverwaltung. Es besteht aber auch die Möglichkeit ownCloud in Active Directory einzubinden.

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