Quantum-Studie: Risikobewusstsein in Unternehmen steigt nur geringfügig

Faktor Mensch ist gefährlicher als Naturkatastrophen

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Die Risikowahrnehmung in Unternehmen lässt noch immer zu wünschen übrig. Wenn die Hütte erst brennt, ist es definitiv zu spät für eine Disaster-Recovery-Strategie.
Die Risikowahrnehmung in Unternehmen lässt noch immer zu wünschen übrig. Wenn die Hütte erst brennt, ist es definitiv zu spät für eine Disaster-Recovery-Strategie.

Die Ergebnisse der IT-Manager Studie 2012 zum Thema Disaster Recovery (DR), die vom Datensicherungsspezialisten Quantum in Auftrag gegeben wurde, brachte erneut eklatante Sicherheitslücken an den Tag.

Nur zehn Prozent aller Unternehmen halten ihre Daten für katastrophensicher. 90 Prozent der IT-Manager gehen demnach davon aus, dass ihre Daten im Katastrophenfall nicht ausreichend geschützt sind. Zwar haben viele Unternehmen in den vergangenen Jahren einen Schwerpunkt auf die Verbesserung des DR-Schutzes gelegt. Dennoch ist die Risikowahrnehmung im Vergleich zur Vorgängerstudie aus dem Jahr 2010 um lediglich drei Prozent gestiegen.

Im Februar 2012 beauftragte Quantum das Forschungsinstitut Toluna mit der Befragung von 500 IT-Entscheidern aus Unternehmen mit mindestens 100 Angestellten (USA, Europa und Asien) zu unterschiedlichen Gesichtspunkten des Themas Datensicherheit und Datensicherung. In die Studie wurden nur Teilnehmer aufgenommen, die in ihrem Unternehmen auch für Datenvorhaltung zuständig sind.

Fehleinschätzung des Risikos

Die Anzahl der Befragten, die die Daten Ihrer Unternehmen als „extrem anfällig“ bezeichnen, stieg im Vergleich zu 2010 von acht Prozent auf elf Prozent. Die Anzahl derjenigen, die ihre Daten nur für minimal oder gar nicht gefährdet ansehen, verringerte sich von 51 auf 31 Prozent.

27 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, im vergangenen Jahr einen Zwischenfall bei der Datensicherheit erlebt zu haben. Vor allem die Angst, Datenverluste durch Naturkatastrophen wie Flächenbrände in den Sommermonaten zu erleiden, treibt Disaster-Recovery-Pläne für die IT. Tatsächlich waren allerdings nur 15 Prozent der Zwischenfälle durch Naturkatastrophen bedingt.

Dabei sind andere Bedrohungen der Datensicherheit für IT-Manager weitaus dringlicher. Als häufigster Zwischenfall wurden Virus-Attacken genannt (plus 7 Prozent). Das Versagen von Betriebssystemen sahen die Befragten als zweithäufigste Ursache für die Gefährdung der Datensicherheit (48 Prozent) – ein Anstieg um 21 Prozent gegenüber 2010.

Während 68 Prozent der Befragten täglich oder häufiger ein Daten-Backup für DR-Zwecke erstellen, sichern 16 Prozent ihre Daten nur wöchentlich oder seltener. Es bleibt weiterhin Raum für die Übernahme von Best Practices.

Unternehmen, die nicht in der Lage sind, ihre Archive und DR-Daten ohne signifikante Verzögerungen der Geschäftsprozesse wiederherzustellen, mussten Umsatzeinbußen und einen negativen Einfluss auf die Ressourcen hinnehmen. Die Hälfte aller Befragten gab an, dass Probleme bei der Daten-Wiederherstellung vereinbarte Service-Level Agreements (SLAs) mit Kunden gefährdeten. All diese Probleme haben einen unmittelbaren, negativen Einfluss auf die Unternehmenszahlen.

Mehr Geld für DR

Die Studie vermerkt aber auch positiv: Das gestiegene Bewusstsein für die Anfälligkeit von Datenbeständen und die Konsequenzen von Katastrophen hat DR zu einer Priorität im IT-Budget werden lassen. Laut einer Studie des Analystenhauses Enterprise Strategy Group listen ein Viertel der IT- Experten Business Continuity und DR-Programme unter den wichtigsten IT-Prioritäten Ihres Unternehmens für die Ausgaben im Jahr 2012.

Quantum selbst registriert ein zunehmendes Interesse an deduplizierten und replizierten Disk Backup- und Path-to-Tape Lösungen, welche sowohl physische als auch virtuelle Umgebungen schützen. Außerdem kommen verstärkt Cloud-Software und -Services als Lösung für DR-Herausforderungen für Unternehmen in die engere Auswahl.

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