Computacenter hebt Universität Münster in die Cloud

Erste deutsche Scientific Cloud im Forschungsbereich

| Autor / Redakteur: Dr. Heinz-Hermann Adam, Ralf Becker* / Elke Witmer-Goßner

Für die altehrwürdige WWU Münster ist der Schritt in die Cloud Evolution wie Revolution der IT zugleich.
Für die altehrwürdige WWU Münster ist der Schritt in die Cloud Evolution wie Revolution der IT zugleich. (Bild: WWU Münster)

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Erfolg in der nationalen und internationalen Forschungslandschaft setzt in den Naturwissenschaften auch eine geeignete IT-Infrastruktur voraus – für beste wissenschaftliche Arbeitsbedingungen.

Die bis zum Jahr 2013 an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster eingesetzte IT-Infrastruktur konnte mit dem Datenwachstum in den verschiedenen wissenschaftlichen Anwendungsfeldern nicht mehr Schritt halten. Die zuständige IT-Abteilung der naturwissenschaftlichen Institute, die Informations-Verarbeitungs-Versorgungseinheit (IVV) Naturwissenschaften, stand daher vor der Aufgabe, die klassische Client-Server-Infrastruktur durch modernste und kostengünstige Technologien abzulösen. Zur Umsetzung dieser Mammut-Aufgabe holte sich die WWU Münster den in Kerpen ansässigen IT-Dienstleister Computacenter als Partner ins Haus, um gemeinsam die erste „Scientific Cloud“ der deutschen Forschungslandschaft auf den Weg zu bringen.

Verschiedene Herausforderungen

Die Umstellung betraf mehr als 10.000 Anwender in gut 200 wissenschaftlichen Arbeitsgruppen, sowie etwa 5.000 Arbeitsplatzrechner. Lehrstühle der Biologie, Chemie, Pharmazie und Physik sowie weiterer Fachbereichen waren von der Umstellung betroffen. So verschieden wie die Fachbereiche sind auch die Anforderungen: Sie reichen von Windows-, Linux oder Mac-Anwendungen bis hin zu komplexen Rechenanwendungen, die über Stunden, Tage und Monate in tausendfacher Ausführung ablaufen. Ob iOS oder Android, feste oder mobile Arbeitsplätze – alle Benutzer sollten nach der Umstellung Zugang zu den von ihnen benötigten wissenschaftlichen Ressourcen haben, unabhängig von wo sie auf das System zugreifen.

Künftig sollten daher mobile Endgeräte nach dem Bring-Your-Own-Device (BYOD) Prinzip einbezogen werden können. Statt der vorhandenen klassischen Architektur mit physischen Servern und Speichersystemen sollte eine virtualisierte Lösung in Form einer „Scientific Cloud“ für Rechenleistung, Applikationen und Speicher aufgebaut werden. Das Gesamtprojekt umfasste somit verschiedene Compute-, Storage- und Virtualisierungsmodule, um das Ziel der standort- und plattformunabhängigen Bereitstellung aller Ressourcen zu erfüllen.

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Die wissenschaftliche IT-Umgebung der Zukunft

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