Enterprise Resource Planning: Two-Tier oder nicht Two-Tier?

Epicor über die Vorteile einer Two-Tier ERP-Strategie

01.08.2011 | Autor / Redakteur: Marcus Martenstein * / Florian Karlstetter

Marcus Martenstein, Director Europe Strategic Accounts bei Epicor Deutschland.

Bei einer ERP-Implementierung erscheint auf den ersten Blick eine Single-Vendor-Strategie sinnvoll, sprich ein Unternehmen setzt auf eine einheitliche ERP-Lösung. Epicor zeigt anhand einer Reihe von Beispielen auf, dass in bestimmten Fällen - beispielsweise bei der Anbindung von Niederlassungen - eine Two-Tier-Strategie durchaus angebracht ist.

Viele Unternehmen kämpfen mit dem Management unterschiedlichster Business Software, die sich über die Jahre angesammelt hat. Konsolidierung, Integration, Wartung und der Support der Standardgeschäftsprozesse ist vor diesem Hintergrund komplex und aufwendig. Mehr noch: Die Situation wird akut angesichts von immer umfangreicherer regulatorischer Verantwortlichkeiten auch für entlegene Niederlassungen. Insbesondere im Finanzwesen kann der Alltag mühselig sein.

Die naheliegende Lösung wäre, die gesamte Organisation zu rationalisieren und auf ein zentrales Finanzsystem oder eine einzige Plattform für Enterprise Resource Planning (ERP) umzustellen – dieser Ansatz ist nicht neu. Viele der weltweit führenden Unternehmen setzen seit Jahrzehnten auf eine „Single-Vendor“-Strategie. Jedoch birgt dieser Ansatz seine ganz eigenen Herausforderungen – insbesondere für kleinere Geschäftsbereiche und solche, die in Schwellenländern agieren.

Dies ist eines der Kernergebnisse der jüngsten globalen Strategiestudie, durchgeführt von Epicor anhand von über 1.600 Befragungen: Demnach konnte nur die Hälfte derjenigen mit einer Single-Vendor- oder auch Single-Tier-ERP-Strategie erfolgreich ihre Implementierung über alle Niederlassungen hinweg abschließen. Ein Drittel davon denkt aktuell über eine Two-Tier-Strategie nach.

Mit Two-Tier kostengünstig harmonisieren

Eine Single-Tier-Strategie bedeutet ganz einfach, dass ein Unternehmen eine einzige Lösung in allen Niederlassungen einsetzt, ob klein oder groß und ungeachtet von spezifischen Anforderungen der Anwender und Geschäftsbereiche. „Mit Epicor haben wir einen Spezialisten als Partner, der genau die Herausforderungen einer Two-Tier-Strategie kennt und daher mit seiner Projektmethodik und Softwarearchitektur darauf vorbereitet ist, diese spezifischen Integrationsaspekte zu lösen“, erklärt Jürgen Kaesberg, Director IT der Firma Heidenhain. „Mit einer Two-Tier-Strategie ist es auch deutlich einfacher und kostengünstiger, eine Harmonisierung der IT-Systeme durchzuführen. Während wir in unserer Hauptniederlassung INFOR einsetzten, setzten wir seit fast 15 Jahren erfolgreich Epicor in über 20 Ländern für unserer Niederlassungen und Produktionsstandorte ein. Damit erzielen wir ein optimales Kosten-Nutzen-Ergebnis.“

Qualität der integration beseitigt Systemgrenzen

Die meisten Lösungen für Finanzwesen und ERP haben einen „Sweet Spot“, bei dem sie maximale Vorteile bei niedrigen Gesamtbetriebskosten aufweisen – aber keine Lösung ist für alle Umgebungen geeignet. Eine Dual-Vendor- oder Two-Tier-Strategie löst dieses Problem, indem umfangreiche, komplexe Lösungen für große Standorte eingesetzt werden in Kombination mit schlanken Tier-Two-Lösungen für kleinere Niederlassungen oder solche, die kürzeren Veränderungszyklen ausgesetzt sind. Wird dieser Ansatz richtig umgesetzt, erscheint er allen Anwendern und Abteilungen als eine einzige, integrierte Plattform.

Two-Tier-Ansätze haben folglich klare Vorteile für Anwender: Sie haben Zugang zu allen nötigen Leistungsmerkmalen und profitieren gleichzeitig von lokal angepassten Finanz- und Geschäftsprozessen in ihrer Landessprache – unbelastet von unnötigem Funktionsballast. Diese Niederlassungen sind vollständig integriert mit dem Zentralsystem, das eine globale Übersicht und ein übergreifendes Berichtswesen bietet bei konsistenter Datenhaltung. Mit diesem Ansatz sinken die Kosten und in vielen Fällen verbessern sich Antwortzeiten und die Fähigkeit, auf Veränderungen zu reagieren.

weiter mit: Kernfragen erfolgreicher Two-Tier ERP-Strategien

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