Public Cloud und digitale Transformation

Digitalisierung heißt Cloud

| Autor / Redakteur: Dr. Rolf Werner * / Florian Karlstetter

Dr. Rolf Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung Deutschland, Head of Central Europe bei Fujitsu erklärt die Rolle der Cloud in Zeiten der Digitalisierung.
Dr. Rolf Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung Deutschland, Head of Central Europe bei Fujitsu erklärt die Rolle der Cloud in Zeiten der Digitalisierung. (Bild: Fujitsu)

Eine zentrale Rolle bei der digitalen Transformation spielt Cloud Computing. Darüber sind sich Marktexperten und IT-Experten von Unternehmen und Organisationen einig. Daher ist es wichtig, die „richtige“ Cloud-Architektur zu finden, vor allen Dingen eine, die keine Bindung an einen einzelnen Anbieter mit sich bringt. Eine Option sind Cloud-Plattformen auf Basis von Open-Source-Software, beispielsweise der Cloud Service K5 von Fujitsu.

Die digitale Transformation, mit der sich Unternehmen und öffentliche Einrichtungen konfrontiert sehen, erfordert eine neue Art von IT-Umgebung. Sie muss agiler sein und die Vorgaben von Fachabteilungen schnellstmöglich in neue Geschäftsmodelle und Angebote umsetzen können. Doch an dieser Agilität mangelt es, so eine Untersuchung des Beratungshauses Boston Consulting Group (BCG). Ein Grund dafür ist der zu hohe Komplexitätsgrad der IT-Umgebungen. Er hat laut BCG folgende Ursachen:

• Ein zu schnelles Wachstum: Dadurch werden Applikationen und die IT-Infrastruktur zu hastig weiterentwickelt. Die Folge: Qualitätsmängel und „IT-Silos“.

• Eine unzureichende Integration und Konsolidierung von Applikationen und IT-Systemen nach Firmenübernahmen.

• Zu komplizierte Formen der Zusammenarbeit zwischen den hauseigenen IT-Experten und den Fachabteilungen sowie innerhalb der IT-Abteilung selbst. So kommt bei der Entwicklung und Anpassung von Software häufig immer noch das „Wasserfallmodell“ statt moderner Ansätze zum Zuge wie etwa DevOps und agile Software-Entwicklung.

Doch wie lässt sich dieser Gordische Knoten durchschlagen und eine agile, flexible IT- und Anwendungsumgebung aufbauen, die Digitalisierungs-Initiativen unterstützt? Die Lösung heißt Cloud. Das belegt eine aktuelle Studie von IDC. Demnach ist die „Cloud-Disruption“ in deutschen Unternehmen in vollem Gang. An die 70 Prozent der Fachbereiche nutzen oder testen bereits Cloud-Dienste. Cloud-Computing-Architekturen, wie etwa Fujitsu Cloud Service K5, werden somit laut IDC „das De-facto-IT-Architekturmodell für die digitale Transformation“ sein.

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Zwei Bereiche: Infrastruktur-Ebene und Applikations-Plattform

Ein wichtiger Punkt bei Auswahl einer Cloud-Architektur, welche die digitale Transformation optimal unterstützt: Sie sollte zwei Ebenen bereitstellen, und zwar Infrastrukturservices (IaaS) sowie eine Plattform für Applikationen und Entwicklungsressourcen (PaaS).

IaaS stellt skalierbare Rechenleistung, (Server), Storage-Kapazität und Netzwerk-Ressourcen zur Verfügung. Eine Cloud-Plattform sollte mehrere Bereitstellungsmodelle unterstützen, die auf den jeweiligen Einsatzzweck zugeschnitten sind. Für Test- und Entwicklungssysteme bietet beispielsweise FUJITSU Cloud Service K5 eine klassische Public Cloud an (Virtual Shared). Für geschäftskritische Systeme eines Unternehmens ist dagegen ein Virtual-Private-Hosted-Modell die bessere Wahl.

Wahl zwischen mehreren Bereitstellungsmodellen

Für Unternehmen mit speziellen Anforderungen, etwa aus dem Finanzsektor oder der Industrie, sind branchenspezifische Clouds das Richtige. In diesem Fall stellt ein Cloud Service Provider wie Fujitsu eine dedizierte Cloud-Plattform (Industry Cloud) zur Verfügung. Idealerweise steht zudem eine weitere Option zur Verfügung: Der Nutzer kann dieselbe Cloud-Architektur auch im eigenen Rechenzentrum implementieren (Dedicated On-Premise).

Eine zentrale Aufgabe der PaaS-Ebene besteht darin, Plattform-Dienste für die vorhandene, „alte“ IT-Umgebung sowie für neue, Cloud-basierte Applikationen und Services zur Verfügung zu stellen. Unternehmen können somit vorhandene geschäftskritische Applikationen weiterhin nutzen. Gleichzeitig haben sie mit einer Cloud-Architektur wie K5 die Option, native Cloud-Anwendungen und -Services zu entwickeln und zu nutzen. Das heißt, die „alte“ IT-Welt („Robust IT“) und der neue, agile, von Apps und Web-Applikationen bestimmte Bereich („Fast IT“) werden miteinander verknüpft.

Agilität für hybride IT-Umgebungen

In Hybrid-IT-Umgebungen, die aus IT-Systemen im unternehmenseigenen Rechenzentrum und Ressourcen in einer Public Cloud bestehen, ist ein weiterer Punkt zu beachten: das Management dieser Infrastruktur. So manches Digitalisierungsprojekt dürfte daran scheitern, dass das Handling von Cloud Services unterschiedlicher Anbieter und von IT-Diensten aus dem hauseigenen Rechenzentrum zu komplex und aufwändig ist.

Hilfreich ist, wenn IT-Abteilungen dann einen „Plan B“ in petto haben. Dieser kann darin bestehen, auf den Cloud-Management-Service eines externen Anbieters zurückzugreifen. Doch solche Multi-Cloud-fähigen und plattformübergreifenden Dienste sind rar gesät. Sie sind jedoch wichtig, um beispielsweise bei Bedarf weitere Instanzen von Cloud-Diensten aufzusetzen, und das bei demjenigen Cloud Service Provider, der die optimale Lösung bietet.

Management-Dienste, wie etwa Fujitsu Cloud Services Management, sind daher ein wichtiges Mittel, um den Überblick über die Cloud-Ressourcen zu behalten, gleich, ob sie über eine Private Cloud im eigenen Rechenzentrum bereitstellt werden oder über das Cloud-Datacenter eines externen Providers. Ein weiterer Aspekt, der für solche Management-Services spricht: Die IT-Abteilung hat jederzeit die Kontrolle über die gesamte IT-Umgebung. Das wiederum ist unverzichtbar, um Sicherheits- und Compliance-Risiken durch eine „Schatten-IT“ auszuschalten, etwa Cloud-Dienste, die Abteilungen ohne Wissen der IT-Abteilung implementieren.

Offenheit durch Open Source

Unternehmen, für die Cloud Services ein Eckpfeiler ihrer Digitalisierungsstrategie sind, sollten zudem einen weiteren Punkt beachten: die Offenheit einer Cloud-Plattform. Basiert eine Plattform beispielsweise auf Open-Source-Lösungen wie OpenStack, besteht keine Gefahr eines „Vendor Lock-ins“. Diese Abhängigkeit von einem Cloud Service Provider hat sich mittlerweile von einem Ärgernis zu einem Problem entwickelt. Denn Applikationen und Services, die auf eine einzige Cloud-Plattform zugeschnitten sind, lassen sich nicht oder nur mit hohem Aufwand in andere Cloud-und IT-Umgebungen portieren.

Gleich, ob es sich um einen Service eines Startup-Unternehmen handelt oder die mobile App, die ein großer Finanzdienstleisters seinen Kunden bereitstellt: In beiden Fällen wäre es fatal, müssten Unternehmen ihre Angebote komplett neu entwickeln, wenn sie diese über eine weitere Cloud-Plattform anbieten wollten. Offene Ansätze wie die Fujitsu Cloud Services K5 auf Grundlage von OpenStack vermeiden das. Sie überlassen es dem Nutzer, auf welchen Plattformen er seine Lösungen anbieten möchte: FUJITSU Cloud Service K5, anderen Cloud-Architekturen oder auf Servern im eigenen Rechenzentren.

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* Dr. Rolf Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung Deutschland, Head of Central Europe bei Fujitsu

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