Neue Verwaltungs-Tools, bessere Speichermöglichkeiten und mehr

Diese 10 Dinge an vSphere 6.5 werden Sie lieben

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Ulrike Ostler

VMware-Anwender bekommen mit der „vSphere“-Version vieles, aber keinen Windows-Client mehr.
VMware-Anwender bekommen mit der „vSphere“-Version vieles, aber keinen Windows-Client mehr. (Bild: © Сake78 (3D & photo))

Mit „vSphere 6.5“ bietet VMware eine neue Version seiner Virtualisierungssoftware an. Die aktuelle Version bietet einige interessante Neuerungen, verzichtet dafür aber zukünftig auf den „Windows“-Client.

Die Neuerungen in vSphere 6.5 haben es durchaus in sich. Für Unternehmen und Administratoren, die mit vSphere arbeiten, bieten sich einige interessante Funktionen und Verbesserungen in den einzelnen Produkten, die zu vSphere gehören, oder die mit vSphere zusammenarbeiten.

VMs in vSphere 6.5 unterstützen bis zu 6.128 Gigabyte Arbeitsspeicher. Auf den Hosts lassen sich bis zu 576 CPUs nutzen. Außerdem können einzelne Hosts bis zu 1.024 VMs mit insgesamt 4.09 vCPUs bereitstellen. Alle neuen Maximalwerte sind in einer Konfigurationsdatei (PDF) von VMware aufgeführt (https://www.vmware.com/pdf/vsphere6/r65/vsphere-65-configuration-maximums.pdf).

Aufgebohrte vCenter Server Appliance

Eine wesentliche Neuerung in vSphere 6.5 ist sicherlich die wesentlich verbesserte „vCenter Server Appliance“ (vCSA). Diese bietet jetzt alle Möglichkeiten, die bisher nur der Windows-Installation von vCenter Server vorbehalten war. In der neuen Version bietet die vCenter Server Appliance umfassende Verwaltungsmöglichkeiten. Die vCSA unterstützt jetzt zum Beispiel auch den Update Manager.

Im Installationsassistenten der Appliance, den VMware ebenfalls verbessert hat, lassen sich jetzt auch vCenter-Server-Installationen migrieren. Außerdem kann der Installations-Assistent auch auf Macs und Linux-Rechnern gestartet werden. Eine vCenter Server Appliance kann laut VMware bis zu 20.000 VMs überwachen.

Datensicherung und Hochverfügbarkeit für vCenter Server Appliance

Die neue vCenter Server Appliance baut nicht mehr auf „Suse Enterprise Linux“ auf, sondern auf ein internes Linux-System von VMware mit der Bezeichnung „Photon“.

Im Rahmen der Umstellung hat VMware auch die Hochverfügbarkeit verbessert. Die vCenter Server Appliance bietet eine integrierte Hochverfügbarkeit und eine eigene Datensicherung. Dadurch lassen sich auch Active/Passive-Konfigurationen durchführen. Die Datensicherung und deren Konfiguration sowie Wiederherstellungen lassen sich in der Weboberfläche der vCenter Server Appliance durchführen.

In der Web-Oberfläche der Appliance stehen auch neue Funktionen zur Überwachung von vCenter zur Verfügung. Hier lassen sich auch Statistiken und andere Informationen abrufen.

Verbesserte Datenspeicher – Storage I/O Control

Der interne Datenspeicher in vSphere 6.5 unterstützt Richtlinien. Mit „Storage I/O-Control“ lassen sich interne Datenspeicher auch ohne „vSAN“ effizienter steuern. Dadurch lassen sich auch Verschlüsselungen von VMs und für die Replikation lokale Datenspeicher ohne vSAN nutzen.

Windows-Client abgeschafft, neuer HTML5-Client, Anbindung an Powershell

Mit vSphere 6.5 schafft VMware auch den Windows-Client zur Verwaltung der vSphere-Umgebung ab. Dafür gibt es einen neuen HTML5-basierten Client, der die Bezeichnung „vSphere-Client“ erhält. Dieser verfügt aktuell noch nicht über alle Funktionen, die der klassische Web-Client auf Flash-Basis enthält. VMware will den neuen Client aber ständig verbessern, sodass in Zukunft die Verwaltung nur noch im neuen Client stattfindet.

Der neue HTML5-Client wird am schnellsten über die Adresse https://<vCenter>/ui erreicht. Wie bei vSphere 6.0 ist der Standard-Web-Client über https://<vCenter>/vsphere-client erreichbar.

Mit dem Windows-vSphere-Client lässt sich zu vSphere 6.5-Hosts keine Verbindung mehr aufbauen. Die Powershell-Erweiterung zur Verwaltung von vSphere 6.5 mit der Bezeichnung PowerCLI hat VMware ebenfalls verbessert. Mit diesem lassen sich alle neuen Funktionen von vSphere 6.5 auch in der PowerShell verwalten.

Verschlüsselung für virtuelle Server

VMs unterstützen in vSphere 6.5 auch eine Verschlüsselung. Die Verschlüsselung bleibt auch bei der Datenübertragung mit „vMotion“ erhalten. Die anderen Hochverfügbarkeitsdienste in vSphere 6.5 unterstützen die verschlüsselten VMs ebenfalls. Dazu gehören FT und DRS, aber auch HA. Die Versschlüsselung ist unabhängig zum Betriebssystem. Zusätzlich unterstützt vSphere 6.5 auch Secure Boot für virtuelle Server.

Verbesserte Hochverfügbarkeit durch Orchestrated VMs

Die Hochverfügbarkeit hat VMware in vSphere 6.5 ebenfalls verbessert und erweitert. Administratoren können Richtlinien hinterlegen, mit denen das Neustarten von Hosts geregelt wird sowie das Übertragen von VMs.

Über Richtlinien lassen sich auch Startprioritäten ändern, was zum Beispiel bei der Wartung von Hosts interessant ist. Die Technik „Orchestrated VM Restart“ erlaubt eine umfangreiche Steuerung wie VMs übertragen werden sollen, und in welcher Reihenfolge die einzelnen Hosts VMs starten können. Die VMs lassen sich auch gruppieren und gemeinsam in Richtlinien erfassen.

Hosts, die nicht korrekt funktionieren, kann vSphere 6.5 in einen Quarantänemodus verschieben. Der Distributed Ressource Scheduler unterstützt jetzt auch die Berücksichtigung der Netzwerkbandbreite, die auf Hosts zur Verfügung stehen.

Neue Version von VMFS – VMFS 6

In vSphere 6.5 gibt es die neue Version des Dateisystem VMFS. Dieses wird auf die Version VMFS 6 gehoben. In der neuen Version lassen sich Snapshots besser speichern, und nicht mehr verwendeter Datenspeicher kann leichter freigegeben werden. Vorhandene Datenspeicher müssen neu initialisiert werden.

vSAN 6.5 auch für kleine Unternehmen nutzbar

In der neuen vSAN-Version lassen sich iSCSI-Funktionen nutzen. Die „virtuellen Volumes“ (vVols) stehen in der neuen Version 2 zur Verfügung. Diese bietet mehr Leistung und ist jetzt per Powershell verwaltbar. Durch die neuen Funktionen kann vSAN auch für andere Betriebssysteme und Bereiche von vSphere zur Datenablage genutzt werden.

In gemischten Umgebungen mit Hyper-V kann vSAN auch durch Hyper-V genutzt werden. In vSAN 6.5 können auch Cluster mit nur zwei Knoten verwendet werden. Die Verbindung der Cluster-Knoten erfolgt in diesem Fall auf Wunsch sogar mit einem Cross-Over-Kabel, ohne Netzwerk-Switch.

All-Flash-Speicher in vSAN 6.5 möglich

Auch die Standard-Lizenz von vSAN unterstützt in vSphere 6.5 und vSAN 6.5 All-Flash-Speicher. vSAN 6.5 unterstützt auch virtuelle Festplatten, die auf 512e-physische Festplatten erstellt wurden.

Container-Technologie in vSphere 6.5 nutzen

In vSphere 6.5 hat VMware die neue Technologie „vSphere Integrated Container“ integriert. Mit „vRealize“ lassen sich die Container verwalten.

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