Arbeitsplatz der Zukunft

Die Zukunft der Arbeit

| Autor / Redakteur: Dirk Pfefferle * / Florian Karlstetter

Digitale Transformation und der Arbeitsplatz der Zukunft: Gefragt ist eine sichere digitale Arbeitsumgebung - der virtuelle Schreibtisch, den der Mitarbeiter überall hin mitnehmen kann.
Digitale Transformation und der Arbeitsplatz der Zukunft: Gefragt ist eine sichere digitale Arbeitsumgebung - der virtuelle Schreibtisch, den der Mitarbeiter überall hin mitnehmen kann. (Bild: © forcdan/stock.adobe.com)

Arbeitsplatz im ICE und digital versierte Kunden – die Arbeit hat sich gewandelt. Unternehmen stehen vor einer komplexen Herausforderung mit einer einfachen Lösung: dem Arbeitsplatz der Zukunft.

Vor fünf Jahren konnten wir uns kaum vorstellen, mit dem Laptop im Zug sinnvoll zu arbeiten. Heute gibt es im ICE kostenloses WLAN und selbst der Intercity bietet meistens eine anständige Verbindung (Anschlusszüge einmal ausgenommen). Heute ist es kein Problem mehr, von unterwegs auf allen möglichen Geräten seine Präsentation von der Arbeit zu öffnen und an der Exceltabelle mit Kollegen gemeinsam zu arbeiten. Die Zeit des Bürozwangs ist definitiv vorbei.

Ende des Bürozwangs

Wie konnte es dazu kommen? Es handelt sich um ein Zusammenspiel dreier Faktoren: Neue Geschäftsmodelle, mobile Mitarbeiter und eine junge Generation an Digital Natives, die bis 2025 ganze 75 Prozent der Arbeitnehmer (Studie von Ernst & Young, PDF) der Welt stellen soll. Alles begann mit einer schlechten Nachricht. Politische und wirtschaftliche Veränderungen bremsten vor einigen Jahren das florierende Wachstum ab; langfristig mussten sich Unternehmen auf echte Innovationen besinnen, um zu überleben.

Der Abschwung hatte auch Einfluss auf die Art unserer Arbeit. Einige Unternehmen waren gezwungen, Immobilienkosten zu reduzieren und statt feudalen Bürolandschaften auf Telearbeit zu setzen. Die Ära der „Hot Desks“ und der Remote-Worker hatte begonnen. Mit der Auslagerung entstand ein komplexes System von Angestellten, Lieferanten und Kunden, die alle miteinander kommunizieren und arbeiten sollten.

Der dritte Faktor der neuen Arbeit ist die neue Generation der Arbeitnehmer. Millenials, wie die digital versierten End-Zwanziger und Mittdreißiger genannt werden, breiten sich im Moment als Mittelschicht der arbeitenden Bevölkerung in Unternehmen aller Länder aus. Sie sind technisch verwöhnt und hungrig nach neuen Strukturen, die ihnen die Arbeit leichter macht – am liebsten durch Tools, mit denen sie aufgewachsen sind: Mobilgeräte, Onlinedienste und Apps.

Beim Kunden auf der Couch

Aus den genannten Faktoren bildet sich eine neue, komplexe Anforderung an den Arbeitsplatz der Zukunft. Doch nicht nur Angestellte und Immobilien haben einen Einfluss, es sind vor allem die Kunden, die heute im Zentrum der Arbeitsweise stehen. Ihre Ansprüche sind ebenso gestiegen: wie ihre Altersgenossen im Unternehmen sind die Kunden heute mobil und online unterwegs.

Der potenzielle Kunde beginnt seine Suche nach dem begehrten Produkt auf google.com. Es folgen mehrere Online-Medien, vielleicht ein bis zwei gedruckte Testmagazine, und natürlich spielen die Meinung von Freunden und Bekannten auf Social Media und Produktbewertungen eine bedeutende Rolle. Zwei Drittel des Kaufprozesses finden ohne Interaktion mit einem Verkäufer statt, falls der Kunde überhaupt je einen zu Gesicht bekommt.

Der Umgang mit der digitalen Welt also wird zur Selbstverständlichkeit. LTE, Smartphone, Onlineabstimmung und Instagram sind das Einstiegstor in eine digitale Welt, in der sich die Millenials ihre Schreibtische einrichten. Auf diesen digitalen Workspaces – bestehend aus Cloud-Tools und Effizienz-Apps – sitzt der Mitarbeiter remote sozusagen beim Kunden auf der Couch. Beide können ihr Geschäft abschließen, egal, wo sie gerade sind; der eine bei Amazon, der andere mit seinem Projekt-Team.

Mobilität ist mehr

Mobilität ist wesentlich mehr als nur das Smartphone. Mit Geräten, Sensoren und allen neuen Endpunkten des Netzwerks haben wir es schon heute mit Milliarden vernetzter Dinge zu tun. Eine wichtige Triebfeder der mobilen Arbeit ist auch die Cloud. Laut Bitkom stieg der Anteil deutscher Unternehmen in der Cloud im letzten Jahr von 54 Prozent auf 65 Prozent; die Mehrheit der deutschen Unternehmen nutzt mindestens einen Cloud-Dienst für ihr Business. Ein merklicher Schritt in Richtung Digitalisierung – langsam steigt der Druck in allen Branchen, nicht abgehängt zu werden.

Wer nicht wenigstens an der digitalen Arbeitswelt teilhat, wird in Zukunft vor immer größeren Herausforderungen stehen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Unternehmen sind meist keine Start-Ups, die einfach alles auf neue Technologie bauen können. Stattdessen müssen sie nun bestehende Business-Anwendungen, Systeme und Prozesse irgendwie mit neuer Technik kombinieren. Die Komplexität der IT steigt.

Digitale Transformation der Arbeit

Dirk Pfefferle, Citrix Systems GmbH.
Dirk Pfefferle, Citrix Systems GmbH. (Bild: Wolf-Bild/Citrix)

Die Herausforderungen für Unternehmen sind klar. Kunden und Mitarbeiter verlangen digitale Infrastrukturen, mobiles Arbeiten soll flexibel, einfach und dabei für sensible Dokumente sicher sein. Zugleich soll die IT aber nicht noch komplexer werden – für jeden Anwendungsfall eine App? Am Ende auch noch von einem anderen Anbieter? Das wäre eine Bremse für die Umsetzung des modernen Arbeitsplatzes.

Was gefragt ist: eine sichere digitale Arbeitsumgebung, der virtuelle Schreibtisch, den der Mitarbeiter überall hin mitnehmen kann. Eine Kombination aus Anwendungen und Daten, die sich mit jedem Gerät öffnen lassen. Und dahinter eine digitale Infrastruktur, die auch die Leistung bringt, damit Schmidt und Müller von zuhause ihre Präsentation bearbeiten können. Für diese Aufgabe suchen sich Unternehmen im besten Falle einen Partner, der die Anforderungen versteht und dem Unternehmen nicht nur hilft, den digitalen Arbeitsplatz zu transformieren, sondern auch das Netzwerk von Angestellten, Kunden und Zulieferern zu vereinfachen.

* Dirk Pfefferle ist Geschäftsführer Citrix Systems GmbH

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