Cloud-Datenbanken, VMs, Azure Active Directory

Die wichtigsten Dienste in Microsoft Azure

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Florian Karlstetter

Microsoft bietet rund 40 Azure-Regionen weltweit an. Besonderheit in Deutschland ist die Microsoft Cloud Deutschland, die von Rechenzentren von T-Systems betrieben wird.
Microsoft bietet rund 40 Azure-Regionen weltweit an. Besonderheit in Deutschland ist die Microsoft Cloud Deutschland, die von Rechenzentren von T-Systems betrieben wird. (Bild: Microsoft)

Microsoft bietet in seinem Cloud-Dienst Azure eine Vielzahl an Serverdiensten an, die Unternehmen an eigene Netzwerke anbinden und komplett in der Cloud betreiben können. Einige Dienste stellen die Kernkomponenten dar, und bieten echten Mehrwert. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick.

Benötigen Unternehmen virtuelle Server, Datenbanken oder eine Authentifizierung in der Cloud, bietet Microsoft in Azure einige interessante Funktionen, deren Nutzen auch für Unternehmen sinnvoll sind, die ansonsten ihre Serverworkloads im lokalen Netzwerk betreiben.Um VMs in Microsoft Azure zu installieren, müssen sich Administratoren für ein Microsoft Azure-Konto registrieren. Im Rahmen der Testphase kann das Konto für alle Dienste in Microsoft Azure genutzt werden, Kosten entstehen dabei keine.

Microsoft Azure VMs – Compute in der Cloud

Microsoft bietet seine Cloudplattform Microsoft Azure bis zu einem Monat kostenlos an. In diesem Zeitraum können Administratoren uneingeschränkt die Funktionen nutzen. Einer der größten Vorteile dabei ist die Möglichkeit VMs zu erstellen, und über den eigenen Rechner zu verwalten. Auf diesem Weg lassen sich zum Beispiel auch neue Serverversionen testen, ohne selbst eigene Server installieren zu müssen.

Selbstverständlich bietet Microsoft Azure auch die Möglichkeit VMs auf Basis von Windows Server 2016 zu installieren, und über virtuelle Netzwerke miteinander zu verknüpfen, oder mit dem lokalen Netzwerk. Dadurch bauen Unternehmen eine hybride Cloud auf, welche die Funktionen von Windows Server 2016 unterstützt. Verwalten lässt sich eine solche Cloud zum Beispiel mit System Center Virtual Machine Manager.

Die Service Level Agreements (SLAs) für diese Technologien sind auf der Microsoft Azure-Webseite zu sehen. Das erhöht die Verfügbarkeit und mindert Ausfallzeiten. VMs in Microsoft Azure unterstützen auch die Replikation mit lokalen Netzwerken, in denen VMs auf Basis von Microsoft Hyper-V betrieben werden.

Azure SQL – Datenbanken in der Cloud

Mit SQL-Datenbanken in Microsoft Azure bietet Microsoft die Möglichkeiten Datenbanken cloudbasiert zu speichern. Die Vorteile dabei sind weltweite Verfügbarkeit und Entlastung lokaler Server. Zusammen mit SQL Server 2014/2016 lassen sich diese Datenbanken auch mit lokalen Datenbank-Servern replizieren oder migrieren.

Bei Azure SQL-Datenbanken handelt es sich um Database-as-a-Service. Die Online-Datenbanken bieten nahezu die gleichen Möglichkeiten wie lokal betriebene Datenbanken auf Servern mit SQL Server 2012/2014/2016. Parallele Abfragen, Online-Indizierung, Abfragen und mehr sind problemlos möglich. Sobald die Datenbanken in Azure-SQL erstellt wurden, lassen sich diese unkompliziert im Azure-Portal verwalten. Die Verwaltung über das SQL Server Management Studio oder andere Offline-Tools sind zwar möglich, aber keine Voraussetzung für den Betrieb. Über das Web-Interface lassen sich die wichtigsten Aufgaben auch direkt im Azure-Portal vornehmen, zum Beispiel von unterwegs oder dem Tablet.

Identifizierung in der Cloud – Azure Active Directory

Azure Active Directory ermöglicht den Aufbau einer Authentifizierungs-Lösung für die Cloud. Unternehmen können Benutzerkonten aus dem lokalen Active Directory in die Cloud synchronisieren, oder die Cloud getrennt zur Authentifizierung nutzen. An Azure Active Directory lassen sich auch andere Clouddienste zur Authentifizierung anbinden, zum Beispiel Office 365. Administratoren können aber Arbeitsstationen oder lokale Windows-Server direkt an Azure Active Directory anbinden.

Mit Azure Active Directory können Unternehmen einen zentralen, cloudbasierten Authentifizierungsdienst erstellen, der alle Anmeldungen für verschiedenen Clouddienste absichern kann. In erster Linie bietet sich die Authentifizierung der verschiedenen Microsoft-Clouddienste wie SharePoint Online, Exchange Online und Lync Online an, aber auch selbst entwickelte Azure-Lösungen oder Anwendungen aus dem Azure-Store.

In einem Online-Video geht Microsoft auf die Funktionen und Möglichkeiten von Azure Active Directory (Azure AD) ein.

Windows Server 2016 mit Azure verbinden

Mit Windows Server 2016 integriert Microsoft weitere Funktionen in das Windows-Server-System, um besser mit Microsoft Azure zusammenzuarbeiten. Die beiden bekanntesten neuen Funktionen sind „Cloud Share Witness“ und der RDS-Connection Broker in Microsoft Azure. Unternehmen können die Zeugenserver für Windows-Cluster in Microsoft Azure positionieren, genauso wie den Connection Broker für die Remotedesktopdienste. Das bietet den Vorteil mehrere Rechenzentren miteinander zu verknüpfen, um dadurch hochverfügbare und leistungsstarke Server und Cluster zu erhalten. Dabei müssen Administratoren nicht unbedingt auf VMs mit Windows Server 2016 in der Cloud setzen, sondern können die Funktionen auch als Dienst in Microsoft Azure buchen.

Azure Backup Server - Sicherung für die Hybrid Cloud

Unternehmen, die auf hybride Cloudlösungen setzen, und Daten aus dem internen Netzwerk in die Cloud sichern wollen, erhalten mit dem neuen Microsoft Azure Backup Server (MABS) ein Werkzeug dazu. Bei MABS handelt es sich um eine eingeschränkte, dafür kostenlose Version des System Center Data Protection Managers (DPM). Mit Azure Backup Server können Unternehmen über ein Microsoft Azure Abonnement lokale Server und VMs in einen Sicherungstresor in Microsoft Azure sichern, aber auch auf lokale Festplatten, NAS oder SAN.

Windows 10 und Microsoft Azure gemeinsam nutzen

Windows 10 wurde von Microsoft auch für die Anbindung an die verschiedenen Microsoft-Clouddienste optimiert. So kann Windows 10 Enterprise zum Beispiel direkt an Microsoft Azure angebunden werden, und Azure Active Directory nutzen. Bei der Einrichtung von Windows 10 können Administratoren den Rechner an Azure Active Directory oder eine Office 365-Domäne anbinden. Nachdem die Option ausgewählt wurde, startet ein Assistent zur Anbindung.

Sind in Azure Active Directory oder Office 365 Richtlinien hinterlegt, müssen Anwender deren Umsetzung auf dem Client-PC noch bestätigen. Die Richtlinien werden zentral über das Webportal von Microsoft Azure oder Office 365, beziehungsweise Microsoft Intune umgesetzt.

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