Bring Your Own Device: technische und rechtliche Grundlagen

Die wichtigsten Checks vor einer BYOD-Umsetzung

| Autor / Redakteur: Wolfgang Schwab, Martin Schweinoch / Elke Witmer-Goßner

So attraktiv ein BYOD-Modell für viele Unternehmen erscheint: Bevor private Geräte zur beruflichen Nutzung Einzug in die Büros halten, sollten zuerst die technologischen und rechtlichen Voraussetzungen geklärt sein. (© Photosani - Fotolia.com)
So attraktiv ein BYOD-Modell für viele Unternehmen erscheint: Bevor private Geräte zur beruflichen Nutzung Einzug in die Büros halten, sollten zuerst die technologischen und rechtlichen Voraussetzungen geklärt sein. (© Photosani - Fotolia.com)

Der Einsatz privater Endgeräte der Mitarbeiter in der Unternehmens-IT greift rasant um sich. „Bring Your Own Device“ (BYOD) ist attraktiv für Mitarbeiter, die ihre modernen, multifunktionalen und mobilen Endgeräte flexibel nicht nur privat, sondern auch dienstlich nutzen möchten. Die Unternehmen selbst wollen dadurch gerade für hochqualifiziertes Personal attraktiv sein und flexibles sowie mobiles Arbeiten fördern.

So verlockend die innovativen Möglichkeiten sind, so anspruchsvoll ist die technische und rechtliche Umsetzung. Bisher übliche Restriktionen und Paradigmen müssen überwunden werden. Die technologischen und rechtlichen Themen und Lösungen sind eng verwoben.

Wolfgang Schwab von der Experton Group AG und Martin Schweinoch, Leiter des Fachbereichs IT, Internet & E-Business bei SKW Schwarz Rechtsanwälte, erklären den notwendigen ganzheitlichen Ansatz, um die unterschiedlichen Anforderungen umzusetzen und Risiken für das Unternehmen und das Management zu vermeiden:

Das Client-Universum in Unternehmen wird sich in den nächsten Jahren komplett verändern. Der Startschuss war 2010. Waren die Infrastrukturen bis zu diesem Wendepunkt durch möglichst standardisierte Clients (Desktop, Notebook, etc.) geprägt, so zeigen Studien eine wachsende Vielfalt der Clients im gesamten Unternehmen auf.

Erst prüfen

Für die IT-Abteilung bedeutet diese Entwicklung Risiko und Chance zugleich. Chance für die IT-Abteilung, innovativ und zukunftsweisend zu agieren. Risiko, von neuen Technologien und Betriebsformen überrollt zu werden und die gebotenen Sicherheitsstandards nicht mehr einhalten zu können.

Wie häufig bei neuen technologischen oder organisatorischen Themen tun die meisten Unternehmen gut daran, den Hype der Anbieter und der Medien erst einmal zu ignorieren. Vor grundlegenden Veränderungen sollten sie sich zuvor einigen einfachen und doch elementaren Aufgaben stellen:

Ergänzendes zum Thema
 
Wichtige rechtliche Themen im Überblick

Bei mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze oder in großen Unternehmen mit mindestens hundert Arbeitsplätzen ist ein BYOD-Ansatz möglich (z.B. Notebooks, Smartphones oder Tablets). In der Produktion ist dies meistens ausgeschlossen, ebenso in der Entwicklung, außer ein Mitarbeiter möchte seine eigene Workstation mitbringen.

Geklärt sein sollten notwendige Investitionen für Virtualisierungslösungen, MDM-Lösungen oder HelpDesk für einen effizienten und sicheren Betrieb. Und auch über den Nutzen von BYOD, wie effizienteres und längeres Arbeiten oder Umsatzerhöhungen und Kostensenkungen, sollte innerhalb der Fachabteilungen bereits Einigkeit herrschen. Zudem sollte die ROI-Betrachtung über den Kosten-Nutzen-Vergleich betriebswirtschaftlich positiv ausfallen.

Einige Unternehmen werden feststellen, dass eine betriebswirtschaftliche Betrachtung schnell zu einem Aus für ein derartiges Projekt führt. Dies sollte dann auch so entschieden werden! Andere werden in einzelnen Teilsegmenten bzw. Abteilungen positive Resultate feststellen. Diese sollten sich dann die Technologie genauer ansehen und insbesondere entscheiden, ob der Betrieb der Mitarbeitergeräte selbst oder durch einen Dienstleister bewerkstelligt werden soll.

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