Nachlese zum MicroStrategy Retail Summit

Die Wertschöpfungskette mit Analytics und Cloud Computing optimieren

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Bastian Könings von MicroStrategy zeigte, wie die Lieferkette durch eine bessere und schnellere Zusammenarbeit zwischen Händlern und Lieferanten auch mit mobilen Lösungen optimiert werden kann.
Bastian Könings von MicroStrategy zeigte, wie die Lieferkette durch eine bessere und schnellere Zusammenarbeit zwischen Händlern und Lieferanten auch mit mobilen Lösungen optimiert werden kann. (Bild: MicroStrategy)

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Technologien wie Analytics und Cloud Computing können Prozesse in der Wertschöpfungskette nachhaltig verbessern. Schließlich spielen Themen wie Tracebility in der Value Chain und eine effiziente Supply-Chain-Kommunikation heute eine größere Rolle denn je.

Der starke Wettbewerb und die europäische Gesetzgebung verlangen vom Handel, noch effizienter mit den Lieferanten zusammenzuarbeiten. Aber auch andere Fragen gilt es zu beantworten, beispielsweise wie Händler die europäische Gesetzgebung etwa hinsichtlich Produktsicherheit und Rückverfolgbarkeit konform umsetzen können. Oder was Unternehmen in den Branchen Consumer Product Goods (CPG) und Fast Moving Consumer Goods (FMCG) tun können, um überlebensfähige Margen sicherzustellen. Der Retail Summit des Business-Analytics-Anbieters MicroStrategy am 6. Mai 2014 in Frankfurt am Main beleuchtete die zentrale Frage, wie Liefer- und Wertschöpfungsketten von CPG- und FMCG-Unternehmen optimiert werden können. Mit Blick auf aktuelle Herausforderungen wie knappe Margen, Informationsflut, Einhaltung von EU-Regularien und Sicherheit von Produkten beleuchteten Vertreter von Coca-Cola, GS1, Deloitte, Campofrio und T-Systems vor über hundert Teilnehmern „Die optimale Wertschöpfungskette“.

Was wann, wo und warum passiert

Den Auftakt bildete Ralph Tröger von GS1 Germany, einem unabhängigen Dienstleister weltweit anerkannter Standards unter anderem im Bereich Auto-ID (Barcodes, RFID) und EDI. Tröger erklärte, welchen Mehrwert EPCIS (Electronic Product Code Information Services) bieten kann. EPCIS ist ein von GS1 entwickelter, global etablierter Standard, mit dem jede einzelne Bewegung von Warengütern entlang der gesamten Lieferkette elektronisch erfasst werden kann. „Unternehmen können so in Echtzeit sehen, was in der Wertschöpfungskette wann, wo und warum passiert und welche Stationen in der Lieferkette nicht optimal laufen“, so Tröger.

Für die lückenlose Dokumentation und Überwachung von Vorgängen in der Lieferkette seien in den meisten Fällen nur vier Informationen notwendig: was (welches Objekt), wann (zu welcher Zeit), wo (an welchem Ort) und warum (in welchem Geschäftskontext). Diese Angaben können im EPCIS-Standard in Form einer XML-Struktur abgebildet werden. An bestimmten Punkten der Wertschöpfungskette lesen Erfassungsgeräte, wie zum Beispiel RFID-, Barcode-Leser oder Smartphones, zunächst die ID eines Objekts aus. „Die erfassten Daten verknüpft das System dann mit der aktuellen Ortszeit und Lokalität, dem aktuellen Status sowie dem Geschäftsprozess“, erklärte der Standardisierungsexperte. So entstehe eine zusammenhängende Reihe von Leseereignissen, die ein effektives Tracking und Tracing über alle Stufen der Wertschöpfungskette hinweg jederzeit möglich machen – vom Ursprung der verwendeten Rohstoffe bis in den Handel und zurück.

Tröger erläuterte, dass EPCIS bisher unter anderem im Gesundheitswesen, in der Modebranche, in der Logistik und in Technischen Industrien eingesetzt werde. Ebenso gibt es im Handel bereits erste Einsatzszenarien: So setzt beispielsweise die Genossenschaft Migros Ostschweiz auf EPCIS, um ihre Lieferkette transparent zu machen und um zu wissen, auf welchem LKW sich die Lieferung gerade befindet, zu welchem Supermarkt sie geliefert wurde und wann genau sie abgefahren ist und mit welchen Paletten sie beladen wurde. Darüber hinaus können spontane Extrabestellungen kurzfristig bearbeitet werden, etwa bei gutem Grillwetter.

Tröger unterstrich, dass EPCIS nicht nur für Herkunftsnachweise, sondern auch für E-Couponing und Promotionsmaßnahmen eingesetzt werden könne. Die Vorteile von EPCIS seinen: die Erfassung selbst feingranularer Prozessevents, keine Herstellerabhängigkeit, für sämtliche Anwendungsfälle einsetzbar und ein flexibler zukunftssicherer Standard. Im Rahmen einer Live-Demo zeigte der Experte von GS1 Germany dem Publikum abschließend eine in Kooperation mit MicroStrategy entwickelte, EPCIS-basierte mobile Asset Management App für iPhone und iPad. Sie stattet Poolbetreibern von Mehrwegtransportverpackungen mit Funktionen wie unter anderem Tracking & Tracing, Bestandsmanagement und einem KPI-Cockpit aus.

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