Wärme aus dem Rechenzentrum

Die Cloud heizt an

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Die Wolke nutzen und gleichzeitig wohlige Wärme genießen. Mit Cloud & Heat verpufft die Abwärme großer Serveranlagen nicht.
Die Wolke nutzen und gleichzeitig wohlige Wärme genießen. Mit Cloud & Heat verpufft die Abwärme großer Serveranlagen nicht. (Bild: Karepa, Fotolia)

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Dezentrale Infrastruktur und TÜV-geprüfte Datenschutzrichtlinien sind die Argumente, mit denen Cloud & Heat den deutschen Mittelstand in die Wolke bringen will – und gleichzeitig deren CO2-Bilanz in den Keller.

So stand es vor kurzem auf CloudComputing-Insider.de zu lesen. Neben einer sicheren Cloud-Lösung, die speziell für Mittelständler „Made in Germany“ konzipiert wurde, bietet das Start-up noch eine Besonderheit an: die Abwärme der Cloud-Server kann umweltfreundlich für die Beheizung anderer Räume und Gebäude genutzt werden. Das preisgekrönte System des Dresdner Unternehmens liefert kostenlose Heizwärme und reduziert gleichzeitig die Kosten für die Kühlung der Server auf null.

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Ökologischer Fußabdruck

Bereits 2019 sollen 86 Prozent der Rechen- und Speicherleistung nicht mehr auf lokalen Datenservern, sondern in der Cloud abgearbeitet werden. Das prognostiziert zumindest der weltweit operierende Netzanbieter Cisco in seinem „Global Cloud Index“. Gleichzeitig steigen weltweit, nicht zuletzt seit dem Welt-Klimagipfel in Paris, die Anforderungen an Energieeffizienz und CO2-Reduktion. Cloud & Heat schafft hier den Brückenschlag: indem es die erhebliche Wärmeentwicklung immer leistungsfähigerer Datenserver für die Beheizung von Gebäuden nutzt und die Serverleistung bundesweit für Cloud-Lösungen zur Verfügung stellt.

Dabei kommt eine Wasser-Direktkühlung der Server zum Einsatz, wodurch über 90 Prozent der Serverabwärme direkt für den Heißwasserkreislauf nutzbar gemacht werden können. Laut Cloud & Heat koste die Installation der feuerfesten Server-Schränke den Kunden weniger als ein klassischer Heizungseinbau. Die Wärmeleistung ist vertraglich garantiert, die Wartung erledigen Mitarbeiter des Anbieters. Im Sommer kann die entstehende Wärme nach draußen abgeleitet oder für die Aufbereitung von Warmwasser genutzt werden. Der Clou: Die hohen Energiekosten für die Kühlung der Server fallen weg.

Green Building für schwarze Zahlen

In der Immobilienbranche werden die Faktoren Nachhaltigkeit und IT in den kommenden zehn Jahren ein zentrales Thema sein, wie eine aktuelle Studie der Fondsgesellschaft Union Investment zum Immobilieninvestmentklima belegt. Fast ebenso wichtig ist den befragten Unternehmen die Digitalisierung. Für beide Aufgaben gibt es jeweils funktionierende technische Lösungen. Cloud & Heat liefert beides aus einer Hand – Rechen-Power und Wärmelieferung.

Das System soll sich sowohl für die energetische Sanierung von Bestandsbauten wie für die Entwicklung neuer Projekte unter dem neuen Schlagwort der Branche – „Green Building“ – eignen. Ein weiterer Aspekt: Eine Lösung, die IT-Infrastruktur und Heiztechnik in sich vereint, reduziert Techniknutzflächen in Gebäuden. Damit lässt sich Geld sowohl beim Verkauf einer Immobilie, als auch bei Vermietung sparen, was die Rentabilität eines Projekts verbessert. Und sie macht es insgesamt attraktiver für Investoren wie für Mieter. Denn die Anforderungen zum Erhalt eines gefragten Grundstückes liegen nicht mehr nur in der Erstellung eines klassischen Nutzungskonzeptes und der Präsentation einer einzigartigen Architektur, sondern auch der Faktor Nachhaltigkeit müsse von Beginn an eine entscheidende Rolle in der Konzeptionierung spielen, betont Lothar Schubert, Geschäftsführer der Hamburger Projektentwicklungsgesellschaft DC Commercial.

Effizienz rauf, Kosten runter

Dass das Zusammenwirken von Rechenkraft und Wärmeleistung nicht nur energetisch, sondern auch finanziell ein großer Gewinn sein kann, rechnet Cloud & Heat in folgendem Beispiel vor: Installiert ein Unternehmen ein kleines Rechenzentrum mit zehn Serverschränken von Cloud & Heat, könne es damit hochgerechnet etwa 420.000 Euro pro Jahr einsparen – ca. 170.000 Euro Heizkostenersparnis plus ca. 250.000 Euro, die das Unternehmen an der Kühlung der Server spart. Das sei auch für die Umwelt eine äußerst positive Bilanz, denn in diesem Beispiel betrage die Ersparnis an Kohlendioxid 3110 Tonnen pro Jahr.

Dabei sie der Aufwand für die Kunden gering, betont Geschäftsführer Nicolas Röhrs. „Die Wartung der Server wird von Mitarbeitern von Cloud & Heat selbst vorgenommen. Nur sie können den feuerfesten Schrank öffnen. Die Installation des Server-Schranks kostet den Kunden weniger als der klassische Heizungseinbau.“ Zudem schließen die Kunden einen Wärmelieferungsvertrag mit garantierter Wärmelieferung ab.

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gute Kombination: cloudbasierte Rechenleistung und die Abwärme der Server wird gleich zur...  lesen
posted am 23.01.2016 um 18:36 von Unregistriert


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