Die Metamorphose der Applikations-(weiter-)Entwicklung

DevOps – Modewort oder Impulsgeber?

| Autor / Redakteur: Justin Vaughan-Brown* / Elke Witmer-Goßner

DevOps ist nicht umsonst eines der Trendthemen 2015, bietet diese Methode den Unternehmen doch einen hohen Mehrwert in der applikationsgetriebenen Wirtschaftswelt.
DevOps ist nicht umsonst eines der Trendthemen 2015, bietet diese Methode den Unternehmen doch einen hohen Mehrwert in der applikationsgetriebenen Wirtschaftswelt. (Bild: VBM-Archiv)

Momentan ergibt eine Google-Suche nach „DevOps“ zwölf Millionen Ergebnisse. Ganz klar: Dieses Thema liegt derzeit im Trend und wird vielerorts heiß diskutiert – Meinungen und Ratschläge dazu häufen sich. Untersuchungen zeigen: Wer mit den Kundenerwartungen Schritt halten will, sollte nicht auf DevOps verzichten.

Der Begriff „DevOps“ lässt sich am besten als eine enge Zusammenarbeit zwischen IT-Entwicklung und Operations, dem laufenden Geschäftsbetrieb, erklären. Vorrangiges Ziel ist es, gemeinsam schnell und kontinuierlich neue Applikationsversionen zur Verbesserung von Kundenerlebnissen zu entwickeln und zu liefern. Ein weiterer Punkt, den DevOps neben der engen Zusammenarbeit der bislang autark arbeitenden Teams adressiert, ist die Automatisierung von Prozessen und Abläufen. Darüber hinaus gilt es, alle Stufen des Entwicklungs-, Test- und Bereitstellungsprozesses messbar zu machen – beispielsweise die Entwicklung von Fehlerhäufigkeiten in den unterschiedlichen Entwicklungsschritten. Lean-Management-Prinzipien sowie das Teilen von und die Diskussion über (Test-) Ergebnisse gehören ebenfalls zu einer erfolgreichen DevOps Einführung.

Gewinnt DevOps also an Tempo? Während die Ergebnisse der ersten DevOps-Studie von CA Technologies im Jahr 2013 bereits sehr aufschlussreich waren, zeigt die Wiederholung der Studie ein Jahr später: 88 Prozent der 1.425 befragten IT- und Fachbereichsleiter haben bereits oder planen DevOps innerhalb der nächsten fünf Jahre zu integrieren – in der Studie von 2013 waren es noch 66 Prozent. Die Ergebnisse zeigen, dass die Einführung von DevOps enorm wichtig ist, um mit den Kundenerwartungen Schritt zu halten. 42 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass eine höhere Qualität und Leistung der Applikationen unerlässlich ist und die Nachfrage nach DevOps antreibt. 34 Prozent erklärten direkt, dass so das Kundenerlebnis verbessert werden soll. Insgesamt adressieren diese Punkte die gleiche Anforderung – sicherzustellen, dass die Applikationen eines Unternehmens performant, einfach anzuwenden und in die jeweilige Umgebung integriert sind. Ein weiteres wichtiges Kriterium: Sie müssen den Nutzer individuell ansprechen.

Aber DevOps muss auch einen Mehrwert schaffen. Eine Nielsen Studie ergab, dass die durchschnittliche Zeit der App-Nutzung im Monat zwischen 2011 und 2014 von etwa 18 Stunden auf über 30 Stunden anstieg – ganz im Gegenteil zur Anzahl der genutzten Apps: Diese stieg lediglich von 23,3 auf 26,8. Der Wettbewerb findet daher nicht nur zwischen den einzelnen Unternehmen statt – es ist vielmehr ein Wettkampf um die Applikation selber. In den Studienergebnissen von 2013 stand die bessere Zusammenarbeit zwischen den beiden Teams, Entwicklung und Operations klar im Vordergrund. Dieses Mal ist es nur für ein Viertel der Befragten treibende Kraft. Eine verbesserte Teamarbeit ist zwar nach wie vor wichtig, allerdings liegt der Fokus jetzt darauf wie Kunden durch Applikationen mit der Marke interagieren.

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