Digital Workplace Experten-Roundtable

Der digitale Arbeitsplatz sichert die Wettbewerbsfähigkeit

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Der digitale Wandel muss sich auch am Arbeitsplatz vollziehen – und das besser sofort.
Der digitale Wandel muss sich auch am Arbeitsplatz vollziehen – und das besser sofort. (Bild: Duncan Andison, Fotolia)

Warum neue Systeme, wenn es doch Outlook gibt? Und wo überhaupt sind dann meine Daten? – Die schöne neue Welt der digitalen Arbeitsplätze trifft nicht überall auf Gegenliebe. Für manche schallt mit dem „Digital Workplace“ auch nur eben mal ein neues Buzzword durch die IT-Branche.

Dabei haben die mobilen und kollaborativen Anwendungsszenarien ein dickes Pfund im Gepäck: Der digitale Arbeitsplatz wird auf kurz oder lang zum wichtigsten Kriterium für Unternehmen werden, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Nur ist eben der Anwender noch lange nicht so weit, das zu begreifen. Warum das so ist, und wie sich das vielleicht ändern ließe, darüber diskutierten in München bei der Veranstaltung „IT meets Press“ Vertreter von Avanade, Avepoint, Datev, Dimension Data, der SFS Steuerberatungsgesellschaft sowie dem Analystenhaus Avispador. Moderiert wurde die Expertenrunde von den IT-Journalisten Christoph Witte und Wolfgang Miedl.

Arbeiten früher und künftig

Der Büroarbeitsplatz durchlief über die letzten Jahrzehnte einen rasanten Wandel. Sorgte 1965 IBM noch mit seiner revolutionären Kugelkopfschreibmaschine 72 für Furore, so folgten darauf im schnellen Wechsel unzählige Technologien, mit denen die Automatisierung vorangetrieben und die Möglichkeiten der Anwender laufend ausgeweitet wurden. Nach einem starken Boom kühlte die Euphorie hingegen mit der Social-Collaboration-Welle der letzten Jahre merklich ab. Viele IT- und Geschäftslenker blickten mehr auf Risiken, wie Ablenkung von der Arbeit, denn auf Chancen wie Effizienzsteigerung durch bessere Zusammenarbeit.

Nun aber bläst die Industrie unter dem Schlagwort Digital Workplace zu einer neuen Innovationsinitiative, die einschneidende Veränderungen verspricht, wie Analyst Axel Oppermann im Eröffnungsvortrag erklärte: „Die Integration von mobilem Internet und Cloud revolutioniert die Art, wie Mitarbeiter zusammenarbeiten. Das wirkt sich nun auf alle Berufsgruppen aus und bildet den Schlüsselbaustein für das zukünftige Arbeitsmodell. Damit steht und fällt die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Unternehmen in allen Branchen.“ Diese Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sei – und da stimmen ihm die anderen Diskussionsteilnehmer zu – der wichtigste und vielleicht sogar einzige Grund, digitale Arbeitsplätze einzuführen.

Produktivität komme schließlich aus der Produktion, indem Wertschöpfungsprozesse schneller und besser abgebildet, Mitarbeiter wieder zufriedener und damit ebenfalls produktiver werden und auch neue Leistungen für Geschäftspartner und Kunden angeboten werden könnten, erklärt Oppermann. Unternehmen und hier insbesondere IT-Abteilungen dürften nicht mehr nur in Applikationen, sondern müssten in Prozessen denken. Die größte Herausforderung dabei: Der Arbeitsplatz müsse heute mit einer agilen Plattform so eingerichtet sein, um auch zukünftige Entwicklungen abdecken zu können.

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