Verwaltung und Überwachung von Cloud-Szenarien im Datacenter

Deployment und Automatisierung von cloud-basierten Diensten

| Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Florian Karlstetter

Cloud-Szenarien erfordern Umdenken bei der Pool-Bildung von Ressourcen und automatisierten Deployment-Prozessen. (© Andrea Danti - Fotolia.com)
Cloud-Szenarien erfordern Umdenken bei der Pool-Bildung von Ressourcen und automatisierten Deployment-Prozessen. (© Andrea Danti - Fotolia.com)

Cloud-Techniken und Virtualisierung läuten einen Paradigmenwechsel in der IT ein. Dies betrifft auch die Rechenzentren. Anstelle des Serverbetriebs der Vergangenheit tritt ein ganzes Bündel an neuen Aufgaben und Abläufen, die es zu bewältigen gilt.

Die Virtualisierung hat gravierende Umwälzungen für die Rechenzentren zur Folge. Dies bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Verwaltungsprozesse und Werkzeuge. Die anstehenden Veränderungen betreffen die Server, die Netzwerke und Infrastruktur des Rechenzentrums gleichermaßen. Ausgehend von der Beschaffung der Geräte, über die Installation, der laufenden Überwachung, der Wartung und Abrechnung der IT-Systeme sind alle Verwaltungsaufgaben von den Änderungen betroffen. Bestehende Prozesse und Werkzeuge werden dabei durch neue Verfahren und Tools abgelöst.

Mit der Virtualisierung ändern sich die Rahmendaten für die Applikationsbereitstellung. Die virtuelle Maschine fasst Betriebssystem und Applikation als Einheit zusammen. Hinsichtlich des Deployments von Cloud-basierten Diensten haben virtuelle Maschinen enorme Vorteile, denn sie bündeln meist ein komplettes Server-Image samt Applikation und Konfiguration in einem Gebilde. Vorteilhaft ist auch die Absicherung für den Fehlerfall. Durch die Bündelung ist die Inbetriebnahme oder der Wiederanlauf sehr schnell durchzuführen.

Dynamische Bereitstellung von Applikationen durch Templates

Der Nachteil virtueller Szenarien im Vergleich zu physischen Systemen liegt in den geringeren Leistungsreserven für Lastspitzen. Um dennoch auf Laständerungen angemessen reagieren zu können, werden die Applikationen dynamisch bereit gestellt. Hierbei schnürt man die Applikationsdienste in vordefinierte Pakete (Templates). Diese werden dann auf einem auf standardisierten Rechner zur Ausführung gebracht (provisioniert).

Die Templates führen die Konzepte fort, wie sie beispielsweise auch durch das Imaging oder die Virtualisierung bereits etabliert sind. Beide Verfahren sind unschlagbar schnell in der Bereitstellung eines Dienstes. Ähnlich wie die Images oder virtuelle Maschinen wird in den Templates die gesamte Lautzeitumgebung einer Applikation zusammengefasst. Dies umfasst die Codemodule aber auch die Konfiguration und die Voraussetzungen zum Betrieb der Images.

Automatismen zur Provisionierung

Da die Templates die Anforderungen der IT-Dienste an die Infrastruktur abbilden, ermöglichen sie auch eine rechnergestützte Einsatz- oder Kapazitätsplanung. Dazu gehört auch eine grafische Modellierung der Einsatzszenarien. In der Verknüpfung eines Templates und seinen Anforderungen mit einer physischen oder virtuellen Ausführung entstehen dabei völlig neue Möglichkeiten der Applikationsbereitstellung.

Geht man gar einen Schritt weiter in Richtung automatisierter Provisionierung, dann werden die Kapazitäts-Angaben zu den Ressourcen in den Templates geradezu zwingend, denn sonst ist kein Automatismus möglich.

Durch die Nutzung von Templates wird somit das Deployment von Anwendungen revolutioniert. Zu ihrem Lauf benötigen sie aber, wie auch ihre Vorgänger, eine passende Ausführumgebung, also Serversysteme. Doch auch in dieser Hinsicht zeichnen sich bahnbrechende Veränderungen ab.

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