Top 100 Global Innovators

Das waren die Innovationstreiber 2015

| Autor / Redakteur: Sebastian Gerstl / Andreas Donner

Globale Innovationshotspots: Zum fünften Mal in Folge hat das Medienhaus Thomson Reuters. gemessen an den weltweit eingereichten Patenten und deren Akzeptanz auf dem Markt, die 100 führenden Innovationstreiber der Welt identifiziert. Demzufolge stammen die meisten Innovationen von japanischen Unternehmen, dicht gefolgt von den USA.
Globale Innovationshotspots: Zum fünften Mal in Folge hat das Medienhaus Thomson Reuters. gemessen an den weltweit eingereichten Patenten und deren Akzeptanz auf dem Markt, die 100 führenden Innovationstreiber der Welt identifiziert. Demzufolge stammen die meisten Innovationen von japanischen Unternehmen, dicht gefolgt von den USA. (Bild: Thomson Reuters)

Thomson Reuters IP & Science hat in einer Studie die 100 Unternehmen identifiziert, die weltweit die meisten Patente registriert und in der Industrie mit ihren Erfindungen Akzeptanz gefunden haben. Mit 21 Firmen ist die Halbleiter- und Elektronikindustrie mit am stärksten vertreten.

Zum fünften Mal in Folge hat das Medienhaus Thomson Reuters in der Studie zu den „Top 100 Global Innovators“ nach den Unternehmen gesucht, die den größten Innovations- und Erfindungsgeist auf dem weltweiten Markt demonstrieren. Dabei ging es der IP-and-Science-Sparte des Medienhauses weniger um wirtschaftlichen Erfolg als um das Bestreben, Forschung und Entwicklung in den jeweiligen Industriezweigen voranzutreiben.

Die Liste wurde anhand von vier Faktoren erstellt: Zunächst erfasste das Studienteam die Menge an gemeldeten Patenten, die im Derwent World Patents Index (DWPI) erfasst sind, eine Zusammenstellung aus 50 patenterteilenden Behörden weltweit. Anschließend erfolgte eine Prüfung, wie viele der eingereichten Patente auch erfolgreich akzeptiert, und in wie vielen globalen Märkten die Entwicklungen patentrechtlich geschützt wurden, speziell in den vier von Reuters definierten weltweiten Stellen (China, Europa, USA und Japan). Schließlich wurde noch der Einfluss, den diese Patente hatten, berücksichtigt: An Hand des Derwent Patent Citation Index (PCI) wurde gemessen, wie häufig andere Organisationen die Patente des jeweiligen Unternehmens innerhalb der letzten fünf Jahre zitiert haben.

Diese Fixierung auf Patente resultiert in einer auf dem ersten Blick vielleicht etwas verwunderlichen Liste: So ist in der Zusammenstellung ein Börsenliebling wie Apple (im Bereich Telekommunikation & Ausstattung) ebenso zu finden ist wie AMD, das im letzten Jahr wirtschaftlich kaum Erfolgsmeldungen zu verzeichnen hatte. Insgesamt hebt die Studie hervor, dass die in diesem Ranking vertretenen Unternehmen dennoch im Schnitt besser abschneiden als der MSCI World Index: Demnach liege der Umsatz 6%, die Beschäftigung um 4,09% und der prozentuale Anteil an Investitionen in Forschung und Entwicklung um 1,86% höher als im weltweiten Schnitt. Zusammengenommen haben die Top-100-Unternehmen einen internationalen Umsatz von 429 US-$ erzielt und 20 Billionen US-$ in Forschung und Entwicklung investiert.

Aus dem Bereich „Halbleiter und Elektronische Komponenten“ sind insgesamt 21 Unternehmen vertreten. Im Vergleich zu den Vorjahren ist dieser Bereich innerhalb der Top-100-Liste etwas geschrumpft: Trotz wachsender Bedeutung von Automatisierungsbranche und dem zunehmend um sich greifenden „Internet of Things“ machen sich hier der schrumpfende PC-Markt wie auch eine zunehmende Konsolidierung der Branche bemerkbar; einige der in dieser Liste aufgeführten Unternehmen sind im Verlauf dieses Jahres in andere Firmen aufgegangen (Freescale / NXP), hat andere Unternehmen in sich aufgenommen (Avago / Broadcom) oder ist derzeit im Begriff, dies zu tun. Gleichzeitig sind andere Branchen umso stärker gewachsen: Die Anzahl an Firmen aus der Chemie-Industrie hat sich beispielsweise verdoppelt, und auch die Präsenz aus dem Pharma-Bereich legte um 75% zu.

Vorjahresvergleich: 2014 war Deutschland noch mit fünf Unternehmen im Top 100 Global Innovators Index vertreten, 2015 sind es nur noch vier: Während Bosch und Siemens nicht mehr in der Liste auftauchen, rückte mit Boehringer Ingelheim ein Vertreter aus der Pharmaindustrie nach. Ferner sind BASF (Chemie), Bayer (Pharma) und das Fraunhofer Institut (Forschung) als deutsche Einrichtungen vertreten.
Vorjahresvergleich: 2014 war Deutschland noch mit fünf Unternehmen im Top 100 Global Innovators Index vertreten, 2015 sind es nur noch vier: Während Bosch und Siemens nicht mehr in der Liste auftauchen, rückte mit Boehringer Ingelheim ein Vertreter aus der Pharmaindustrie nach. Ferner sind BASF (Chemie), Bayer (Pharma) und das Fraunhofer Institut (Forschung) als deutsche Einrichtungen vertreten. (Bild: Thomson Reuters)

Die Unternehmen in der Top 100 – Liste wurden nicht gerankt, sondern anhand ihrer Namen Alphabetisch sortiert. 2015 findet sich kein Vertreter aus China in dieser Liste; Huawei wurde letztes Jahr als erstes Unternehmen des Landes aufgeführt, konnte seine Position aber in diesem Jahr nicht halten. Siemens und Bosch, die noch 2014 in der Top 100 gelistet waren, fielen dieses Jahr ebenfalls aus dem Top100-Ranking, so dass 2015 kein einziges deutsches Unternehmen im Bereich „Halbleiter und Elektronische Komponenten“ vertreten ist. Immerhin gelten laut Thomsom-Reuters-Ranking noch vier deutsche Unternehmen zu den globalen Innovationstreibern in ihren jeweiligen Feldern: BASF (Chemie), Bayer, Boehringer-Ingelheim (beide Pharma) sowie das Fraunhofer Institut im Bereich der Forschungseinrichtungen.

Anhand des Top100 Global Innovators Index stellen wir hier – ebenfalls in alphabetischer Reihenfolge – die 21 aufgeführten Unternehmen der Elektronik- und Halbleiterbranche vor. Hierbei fällt auf, dass einige bekannte Unternehmen fehlen, die im Vorjahr noch im Ranking vertreten waren. Dazu zählen Altera, Hewlett-Packard, IBM, Ricoh, Sharp, STMicroelectronics, Texas Instruments und Xerox.

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