CeBIT 2017: Gemeinsam neue Services der Open TelekomCloud entwickeln

Das Cloud-Paar Deutsche Telekom und Huawei

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Andreas Donner

Gemeinsamer Auftritt von Huawei und Deutscher Telekom auf der CeBIT 2017
Gemeinsamer Auftritt von Huawei und Deutscher Telekom auf der CeBIT 2017 (Bild: Huawei)

Was die Deutsche Telekom bisher in Sachen Cloud gemacht hat, hatte ganz viel zu tun mit erstens OpenStack und zweitens Huawei. Auf der CeBIT 2017 stellten die beiden Unternehmen auch offiziell ihre Zusammenarbeit vor.

Huawei hat definitiv Fuß gefasst am europäischen und besonders am deutsche IT-Markt. Bester Ausdruck dafür ist die enge Zusammenarbeit, welche die Deutsche Telekom und Huawei auf der CeBIT 2017 bekannt gaben. Huawei ist der zentrale Partner für die Weiterentwicklung des Angebots in der Open Telekom Cloud.

Open Telekom Cloud soll rasant wachsen

Die Open Telekom Cloud (OTC) gibt es erst seit 2016, und dort drehte sich bisher im Kern alles um Infrastructure as a Service und einige vertikale Lösungen. 50 neue Leistungen sind innerhalb von einem Jahr hinzugekommen, und es sollen bald sehr viel mehr werden. Zusammen mit Huawei will die Telekom „schrittweise PaaS einführen“ und zugleich die OTC um „SaaS-Lösungen einschließlich Big-Data-Analysen und künstliche Intelligenz“ erweitern. So heißt es in der ersten gemeinsamen Erklärung, ohne mehr Details zu veröffentlichen.

Gemeinsame Wurzel OpenStack

Die Deutsche Telekom und Huawei haben in Sachen Cloud die gleiche Grundlage: OpenStack. In dieser Open-Cloud-Initiative sind beide Unternehmen seit gut einem halben Jahr führende Mitglieder und bedeutende Finanziers. Auf dem letzten OpenStack-Summit in Barcelona hatte beide daher Keynote-Reden, die so nebenbei schon die Tiefe der Zusammenarbeit von beiden Unternehmen erkennen ließen. In der OpenStack-Gemeinde gilt die Open Telekom Cloud als ein hervorragendes Beispiel für die kommerzielle Nutzung von OpenStack.

In naher Zukunft dürften vor allem Industrie 4.0 und das Internet der Dinge (IoT) im Zentrum der Zusammenarbeit stehen. Dazu wollen beide Unternehmen gemeinsam „erstklassige IoT-Services und technischen Support“ anbieten. Anette Bronder, Geschäftsführerin der Digital Division von T-Systems und Telekom Security fasst es so: „Industrie 4.0 und das Internet der Dinge benötigen als Basis eine leistungsstarke und sichere Cloud. Mit der Open Telekom Cloud bieten wir den Nährboden, um digitalen Aktivitäten das Wachstum für jede Branche zu ermöglichen.“

Huawei baut 15 neue OpenLabs

Da trifft es sich gut, dass Huawei gerade sein Programm „Global OpenLab“ massiv ausbaut. Momentan betreibt das Unternehmen OpenLabs im chinesischen Suzhou, in München, Mexico City, Singapur und Dubai. Noch in diesem Jahr sollen sieben OpenLabs, unter anderem in London, Paris, Moskau und Johannesburg, dazukommen. Bis Ende 2019 sollen es 20 OpenLabs werden. Das dreijährige Programm lässt sich Huawei 200 Millionen Dollar kosten und wird rund 1.000 Arbeitsplätze schaffen. In einem OpenLab sind immer Partner dabei. Rund 80 Lösungspartner hat Huawei, darunter Firmen wie Accenture, Altair, SAP, Oracle und Infosys.

Ein OpenLab hat Huawei gerade mit Cern, der europäuschen Organisation für Kernforschung, eröffnet. Hier ist auch die Telekom dabei: Das Cern hat schon mehr als 1000 virtuelle Maschinen in der Open Telekom Cloud verwendet und dort Arbeiten am Großen Hadronen-Speicherring (LHC) laufen lassen. Nach positiven Ergebnissen ist nun die OTC gesetzt für bestimmte Cloud-Services. Beim Cern-OpenLab-Projekt, das für mindestens zwölf Monate laufen soll, geschehen alle Arbeiten im Rahmen der OpenStack-Community. Die Ergebnisse werden vollständig Open Source sein.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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