IT-Organisationen stehen vor deutlichen Veränderungen

Cloud-Strategien nehmen Einfluss auf das IT Service Management

| Autor / Redakteur: Frank Zielke, ITSM Consulting AG / Elke Witmer-Goßner

Die Umsetzung einer Cloud-Strategie in Unternehmen ist nicht nur „plug & play“, sondern erfordert grundlegende, praktische Überlegungen, auch hinsichtlich des IT Service Managements.
Die Umsetzung einer Cloud-Strategie in Unternehmen ist nicht nur „plug & play“, sondern erfordert grundlegende, praktische Überlegungen, auch hinsichtlich des IT Service Managements. (Bild: scottchan, Fotolia)

Das Thema Cloud hat längst nicht mehr nur den Charakter eines modischen Trends, sondern etabliert sich immer stärker in den Unternehmen. Es greift dadurch unmittelbar in das IT Service Management (ITSM) ein, weil auch externe Dienste nicht ohne interne Steuerung auskommen und sie meist mit anderen Anwendungen zusammengeführt werden müssen.

In Zuge einer Umstellung auf die Cloud müssen mehr Schnittstellen zu externen Diensten verwaltet werden. Eine effiziente Steuerung der Cloud-Provider verlangt Verfahren, die verschiedene externe Leistungszugänge standardisiert und nach klaren Prozesskriterien aufeinander abstimmt. Dieses Provider-Management ist eine Voraussetzung für eine zielgerichtete und störungsfreie Leistungssteuerung, stellt aber für die IT-Organisation vielfach eine neue Aufgabenstellung dar. Selbst wo bisher ein Multi-Provider-Sourcing betrieben wurde, fehlt es mitunter an ausreichenden Voraussetzungen, weil es im Zuge von Cloud-Strategien zu deutlich vielfältigeren Provider-Beziehungen mit entsprechend zahlreichen Schnittstellen zu externen Dienste-Anbietern kommen kann.

Service-Level-Management wird komplexer

Bereits bei bisherigen Formen des Multivendor-Sourcings stellte sich die Koordination der verschiedenen Service-Levels vielfach als ein Problem dar. Angesichts der immer differenzierteren Dienste einer größeren Anzahl an Providern erzeugen ausgeprägte Cloud-Strategien in dieser Hinsicht jedoch zusätzliche Anforderungen, weil die meist verschiedenen Leistungsvereinbarungen harmonisiert werden müssen. Dazu gehört im Interesse einer ausreichenden Transparenz der gesamten externen Dienste auch ein bedarfsgerechtes Monitoring, dessen Umfang mit der Ausweitung der Cloud-Dienste steigt. Ebenso komplexer wird in diesem Zusammenhang das Contract-Management.

Höhere Aufmerksamkeit auf Compliance

Der Einkauf von Cloud-Diensten wird durch ihren hohen Grad an Standardisierung und kurzfristiger Verfügbarkeit immer attraktiver und komfortabler. Dies kann die Bereitschaft der Business-Abteilungen steigern, Cloud-Services in eigener Regie in Anspruch zu nehmen, zumal deren Einsatz vielfach ohne umfassende IT-Kompetenzen möglich ist. Als Folge können möglicherweise die -Verhältnisse sukzessive ausgehöhlt werden, weil seitens der Fachabteilungen hierzu kein ausreichender Hintergrund besteht, um IT-bezogen die Compliance-Konformität dieser Dienste zu prüfen.

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