API-Automatisierung

Cloud Rail ermöglicht universell einsetzbare APIs

| Redakteur: Ulrike Ostler

Cloud Rail stellt ein API-Management bereit, mit dem sich Schnittstellen zu Fremdsystemen automatisiert überwachen lassen.
Cloud Rail stellt ein API-Management bereit, mit dem sich Schnittstellen zu Fremdsystemen automatisiert überwachen lassen. (Bild: Cloud Rail)

Der Firmensitz ist Mannheim, doch es gibt auch ein Büro in San Franzisko: Cloud Rail nennt sich das im Jahr 2013 gegründete Startup, das sich um Application Programming Interfaces (APIs) kümmert. Denn diese sind zwar die Grundlage für eine vernetzte Welt, doch die meisten Unternehmen zerstören die API-Ökonomie, die sie gerade erst aufgebaut haben.

Die Geschäftsidee ist eine universell einsetzbare Programmierschnittstelle. Diese Metaebene oder Middleware soll Entwicklern dabei helfen, eigene Programme mit Geräten aus dem Internet of Things (IoT) sowie Internet-Services zu verbinden. Die Daten selbst sollen dabei die Cloud-Rail-Server nicht passieren. Die Cloud-Rail-Technik schafft Verbindungen zu Angeboten etwa von Paypal, Foursquare, Box, Google, Yahoo, Microsoft, Twitter, Yelp, ….

Cloud-Rail-Mitbegründer Felix Kollmar arbeitet für verschiedene Start-ups sowie in der Forschung und Entwicklung bei der Deutschen Telekom.
Cloud-Rail-Mitbegründer Felix Kollmar arbeitet für verschiedene Start-ups sowie in der Forschung und Entwicklung bei der Deutschen Telekom. (Bild: Cloud Rail)

Das Unternehmen ist nicht das erste der Gründer Felix Kollmar und David Amann. Es gab zuvor etwa die Licobo GmbH, die an einem sicheren Online-Adressbuch arbeitete. Anfang des vergangenen Jahres erhielt das Unternehmen frisches Kapital für das Projekt Cloud Rail und zwar vom städtischen Beteiligungsfonds Wirtschaftsförderung Mannheim, dem ebenfalls in Mannheim ansässigen VC Leonardo Venture sowie mehreren Angel-Investoren – insgesamt 540.000 Euro.

Das Problem, das Cloud Rail adressieren soll besteht darin, dass Unternehmen ständig ihre APIs verändern. Dropbox beispielsweise habe kürzlich etwa 300.000 Entwickler dazu gezwungen, auf eine geänderte API-version zu migrieren. Umgekehrt bedeute das: Jede Anwendung, die auf Dropbox zugeift und in die Entwickler keine Woche Aufwand zum Umschreiben investiert hätten, funktioniere schlichtweg nicht mehr. „Unglücklicherweise ist das eher der Normalfall, denn eine Ausnahme“, so Cloud Rail. „Auf der einen Seite stellten Unternehmen wie Dropbox offene APIs zur Verfügung und auf der anderen Seite zerstören sie diesen Zugang wieder, indem sie sie regelmäßig ändern.“

Verfügbare Schnittstellen

Cloud Rail stellt mittlerweile Interface für Cloud-Storage, Social Media, Bezahlsystem, E-Mail, SMS und Pont-of-Interst-Anwendungen wie Google Places, Foursquare und Yelp zur Verfügung. Mit Hilfe eines „API Change Management“ können Nutzer quasi automatisch API-Änderungen identifizieren und warten. Das hilft Applikationsentwicklern bei der Integration in andere Systeme. Anpassungen ließen sich in weniger als erledigen Minuten und nicht in Stunden oder gar Tagen, so das Versprechen. Zugleich sparten die Unternehmen Entwicklungskosten und die Anwendungen würden stabiler.

David Amann ist Mitbegründer von Cloud Rail und der Architekt des API-Managements.
David Amann ist Mitbegründer von Cloud Rail und der Architekt des API-Managements. (Bild: Cloud Rail)

Lam-Thao Ha von cm3p Development sagt: „Es ist frustrierend, dass die Unternehmen ständig ihre APIs ändern. Das zwingt mich ebenfalls dazu, fortwährend Anpassungen vorzunehmen. Das kostet Zeit und Geld.“

Mit Cloud Rail könnte seine Aufgabe leichter sein, so der Hersteller. Für OpenSource und nicht kommezielle Anwendungen sind die APIs frei nutzbar. Das kommerzielle Angebot startet bei 19 Euro pro Monat.

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