Kommentar von Axel Oppermann, Experton Group

Cloud Computing als essentieller Bestandteil der Unternehmensstrategie

| Autor / Redakteur: Axel Oppermann / Florian Karlstetter

"Wer nicht in die Cloud will, sollte sich warm anziehen", meint Analyst Axel Oppermann und gibt strategische Ratschläge.
"Wer nicht in die Cloud will, sollte sich warm anziehen", meint Analyst Axel Oppermann und gibt strategische Ratschläge. (© frank peters - Fotolia.com)

"Wer nicht in die Cloud will, sollte sich warm anziehen", oder anders ausgedrückt "Wenn du die Absicht hast, dich nicht zu erneuern, tu es trotzdem jeden Tag." Warum sich Unternehmen zwingend mit dem Thema Cloud Computing auseinandersetzen sollten, erklärt Marktanalyst Axel Oppermann in einem Kommentar.

Fakt ist: Quasi jedermann nutzt Cloud Services im Privaten. Sei es direkt via PC, Mac oder Smartphone; oder indirekt, indem an Automaten Waren und Dienstleistungen beschafft oder Kartenzahlungen ausgelöst werden. Auch setzen immer mehr Unternehmen auf diese Form der IT-Beschaffung. Immer mehr IT-Leiter sind überzeugt, dass dieses Modell eine feine Sache ist.

Cloud Computing macht kleine Firmen groß: Sie haben Zugriff auf Systeme, die sie sonst nicht einsetzen konnten. Dies ist unter anderem auch durch Kniffe wie dem Verschieben von CAPEX zu OPEX möglich.

Cloud Computing macht große Firmen klein und agil: Sie können schnell und ohne auf Altsysteme Rücksicht nehmen zu müssen neue oder kurzfristige Bedarfe befriedigen. Cloud Computing macht die Gesellschaft mobil: Ob „einfache“ Kartendienste oder komplexe medizinische Services. Vieles was Alltag ist, wäre ohne IT – ohne Cloud Computing – in dieser Form nicht möglich.

Doch bei all dem prognostizierten und realen Marktwachstum, bei dem Marketinggetöse und dem Produktfeuerwerk haben viele CIOs gemischte Gefühle, wenn es um das Thema Cloud Computing geht. Sie sind nicht davon überzeugt, dass Cloud der richtige Weg für sie ist, den sie zukünftig gehen wollen. Dies gilt in Teilen auch für private Clouds.

Gründe, Einwände und Vorwände gibt es reichlich. Aber was viele Entscheider neben ethischen und moralischen Gründen abhält, sind insbesondere die über die Jahre hinweg geleisteten Investitionen in Mitarbeiter-Know-how, den Aufbau einer IT-Infrastruktur und die Support- Serviceleistungen rings um das Client-Server-Modell. Werden diese Beträge kumuliert, kommt in mittelständischen Unternehmen schnell ein sechs- oder siebenstelliger Betrag zusammen. In großen Unternehmen oder Konzernen sind diese (verlorenen) Investitionen um ein Mehrfaches höher.

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