„Kino auf Abruf“ wird immer beliebter

Cloud bringt Video-on-Demand zum Fliegen

| Autor / Redakteur: John Landau, Tata Communications* / Elke Witmer-Goßner

Sendung verpasst? Kein Problem mehr, dank der digitalen Archive vieler Fernsehsender. Und auch Online-Videotheken verzeichnen immer mehr Abrufe.
Sendung verpasst? Kein Problem mehr, dank der digitalen Archive vieler Fernsehsender. Und auch Online-Videotheken verzeichnen immer mehr Abrufe. (Bildquelle: ARD Mediathek / SWR)

Over the Top Video (OTT) bzw. Video-on-Demand (VoD) entwickelt sich zusehends zu einem der stärksten Trends in der gegenwärtigen deutschen Medienlandschaft. Das trifft auch für Deutschland zu, wie aktuelle Marktzahlen, wie beispielsweise der Bericht „Solon Video Survey“ der Solon Management Consulting vom Dezember 2011, zeigen.

Verändertes Konsumverhalten im Zusammenhang mit dem Internet, die Nutzung mobiler Endgeräte und des Social Webs werden die Nutzung von VoD weiter vorantreiben. Doch wie können Medienunternehmen von VoD profitieren und wie managen sie die kommende Datenflut am besten? Hier kann ein anderer Megatrend effektive Lösungen bieten: Cloud Computing.

Konsumenten von heute haben sich daran gewöhnt, Inhalte selbständig aus dem Netz herunterzuladen und sogar weiterzuempfehlen. Vermehrt möchten sie sich auch ihre Entertainment-Angebote selbst aussuchen, zu jeder beliebigen Tag- und Nachtzeit. Fernsehsender, aber auch Netzwerkbetreiber, Online-Videotheken und Gerätehersteller haben begonnen, auf diese Nachfrage zu reagieren und stellen Inhalte gegen Gebühr oder kostenfrei zur Verfügung.

Der Umsatz mit filmischen Inhalten von Plattformen wie itunes, Maxdome oder Videoload stieg laut Angaben des Bundesverbandes Audiovisuelle Medien im letzten Jahr um 45 Prozent auf 32 Millionen Euro. Die Anzahl der Abrufe von legalen Internetplattformen kann für 2011 sogar ein Plus von 55 Prozent (von 6,1 Millionen auf 9,4 Millionen) melden. Diese Zahlen zeigen, dass VoD immer beliebter und zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für regulär gesendete Programme und DVD-Verleihe wird.

Fernsehsender bieten inzwischen in ihren Mediatheken oder in zusätzlichen Kanälen Inhalte an, die man sich jederzeit auf Abruf ansehen kann. Fast jeder, ganz gleich welchen Alters, hat dieses Angebot schon einmal in Anspruch genommen, um eine verpasste Sendung, den Weltspiegel oder den Tatort zu einem späteren Zeitpunkt anzusehen. Und diese Entwicklung wird künftig durch das Social Web noch beschleunigt, denn inzwischen erhalten Verbraucher ihre Fernseh- und Filmtipps schon aus Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter.

Der Zuschauer der Zukunft gestaltet sein Fernsehprogramm selbst, orientiert sich an Bewertungen seiner Kontakte im Social Web und möchte von allen Geräten, auch mobil, auf die Inhalte zugreifen können. Die stetig steigende Nachfrage nach Video-on-Demand, der Druck auf Content Provider, Programme hinweg zu speichern und den Konsumenten über verschiedene Plattformen schnell bereitzustellen war, niemals größer.

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