IaaS im Benchmark

Cloud-Anbieter im Performance-Check

| Autor / Redakteur: Nils Klute / Ulrike Ostler

Generelle Übersicht des Anbieter-Vergleichs: „2016 Top 10 Cloud Vendor Benchmark Europe Report,Price-Performance Analysis of the Top 10 Public IaaS Vendors” von Cloud Spectator - Der Benchmark stellt Unterschiede von bis zu 340 Prozent im IaaS-Angebot fest.
Generelle Übersicht des Anbieter-Vergleichs: „2016 Top 10 Cloud Vendor Benchmark Europe Report,Price-Performance Analysis of the Top 10 Public IaaS Vendors” von Cloud Spectator - Der Benchmark stellt Unterschiede von bis zu 340 Prozent im IaaS-Angebot fest. (Bild: Cloud Spectator)

Wie viel Cloud bekommen Anwender für ihr Geld? Dieser Frage ging Cloud Spectator im Auftrag von T-Systems nach. Der Spezialist für das Benchmarking von Infrastructure-as-a-Service-Angeboten hat mehrere Cloud-Provider auf die Probe gestellt und Preis und Leistung von Amazon Web Services, T-Systems Dynamic Services for Infrastructure mit vCloud (DSI vCloud), Microsoft Azure und Profitbricks verglichen.

Die Frage nach dem Preis stellt sich nicht nur dem Cloud-Anwender, sondern auch dem Anbieter, der die Betriebskosten seines Rechenzentrums im Griff behalten möchte. Das gelingt den Providern am besten, wenn die Nutzer wenige, aber dafür schnelle Ressourcen binden. Zwar achten die Anwender vor allem auf den Preis, sie sind aber auch bereit, für mehr Leistung mehr zu bezahlen.

Wie viel Performance erhalten Kunden für ihr Geld?

Und wie leistungsfähig sind die Cloud-Angebote? Um diese Fragen zu klären, hat Cloud Spectator ein standardisiertes Testverfahren entwickelt und im Herbst 2016 die jeweiligen Anbieter auf die Probe gestellt. Über unterschiedlich konfigurierte virtuelle Maschinen (VM) hat Cloud Spectator Benchmarks für CPU, RAM, Datenspeicher und das interne Netzwerk eines Rechenzentrums erhoben.

So zeigt der Testbericht: „DSI vCloud“ der Telekom hatte die leistungsfähigsten Prozessoren im Test. Was virtuelle Maschinen mit 4 und 8 vCPUs betrifft, bietet T-Systems das beste Preis-Leistungs-Verhältnis – hier punktet „Microsoft Azure“ hingegen bei Anwendern, die virtuelle Maschinen mit 2 vCPUs nutzen möchten.

DSI vCloud überzeugte im Test wiederum mit der höchsten gemessenen Bandbreite bei Speicherabfragen. Auch, was Lese- und Schreibprozesse betrifft, führt das Cloud-Angebot von T-Systems den Vergleich an.

Zwar weist das Benchmarking Microsoft hier als langsameren, dafür aber stabilsten Provider im Test aus. Die höchsten Datendurchsätze im internen Netzwerk erzielten die Angebote von DSI vCloud und Profitbricks. Amazon Web Services (AWS) erwies sich hier als stabilste Cloud-Lösung mit einem ermittelten Variationskoeffizienten (CV, Coefficient of Variation) von unter 1 Prozent.

Die Test-Tools und -bedingungen

Beim Test kamen unterschiedliche Tools zum Einsatz. Die Geschwindigkeit von Rechenoperationen und begleitenden Speicherabfragen evaluierte Cloud Spectator über „Geekbench 3“. Die Benchmarking-Suite simulierte Bildverarbeitungen oder Encodieroperationen. Außerdem ließ sich über das Tool durch permanente Speicherzugriffe die RAM-Bandbreite austesten (STREAM Benchmark).

Geekbench 3 Tasks
Geekbench 3 Tasks (Bild: Cloud Spectator/T-Systems)

Die Geschwindigkeit sequentieller und zufälliger Lese- und Schreibprozesse ließ sich mittels „Flexible I/O Benchmarking“ erfassen. Cloud Spectator verwendete dafür ein 4 Kilobyte-Block. In allen Rechenzentren kamen persistente, also nicht-flüchtige Datenspeicher zum Einsatz. Der Durchsatz des internen Netzwerks ließ sich über die Testsoftware „Iperf2“ bestimmen: Dazu wurden jeweils zwei virtuelle Maschinen in ein und demselben physischen Rechenzentrum eingerichtet.

Ablauf der Analyse

Alle Tests erfolgten über einen Zeitraum von 48 Stunden. Die Benchmarks ermittelte Cloud Spectator jeweils über virtuelle Maschinen mit 2, 4 oder 8 vCPUs und in jeweils unterschiedlichen RAM- und Speicherkonfigurationen. Bei allen Anbietern wurden möglichst ähnliche Konfigurationen gewählt, um die Ergebnisse optimal vergleichen zu können.

Zudem stand in allen Tests die erzielte RAW-Performance der virtuellen Maschinen auf Linux Ubuntu 14.04 im Fokus. Bei Amazon Web Service kam Ubuntu (HVM) zum Einsatz.

Cloud Spectator ermittelte die Benchmarks aller Rechenzentren jeweils in der gleichen Testreihenfolge. Es kam jeweils immer die Basisvariante einer virtuellen Maschine zum Einsatz, die der jeweilige Provider bereitstellt.

Download des Benchmark-Berichts

Der vollständige Testbericht „Cloud IaaS Performance & Price-Performance“ von Cloud Spectator steht mit allen Ergebnissen, Details zu Hardware, Konfiguration und Umgebung online zum Abruf bereit. Die Spezialausgabe für T-Systems, siehe: Download.

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