Wie hybride IT funktioniert

CIOs gewinnen die Kontrolle durch hybride IT zurück

| Autor / Redakteur: Genius Wong * / Florian Karlstetter

Mit hybrider IT zu mehr Kontrolle: Der Schritt hin zu einer neuen Art von hybrider IT-Umgebung benötigt einen durchdachten Schritt-für-Schritt-Ansatz und keinen großen Sprung nach vorne.
Mit hybrider IT zu mehr Kontrolle: Der Schritt hin zu einer neuen Art von hybrider IT-Umgebung benötigt einen durchdachten Schritt-für-Schritt-Ansatz und keinen großen Sprung nach vorne. (© denisismagilov - Fotolia.com)

Neue digital getriebene Geschäftsmodelle, deren Basis nicht mehr ist als ein Konzept und ein Software-Code, schrecken weltweit traditionelle Unternehmen und ganze Branchen auf. Als Reaktion darauf stellen viele Unternehmen neue, innovative – manchmal sogar aggressive – Geschäftsbereiche auf.

Das Ergebnis: Viele der heutigen unternehmerischen Start-ups werden nicht in der sprichwörtlichen Garage gegründet, sondern innerhalb von Geschäftsbereichen von großen, globalen Unternehmen. Und die Mitarbeiter haben ein neues Mandat: kollaborieren, innovieren und das Unternehmen dabei unterstützen, Wettbewerbsvorteile zu nutzen. Diese neuen Geschäftsbereiche treiben mithilfe neuer analytischer Tools sowie cloudbasierten und ausgelagerten Technologie-Services Geschäftsinnovationen voran.

Eine große Herausforderung für diese Teams sind operative Hürden – eine schnelle IT. Das Problem ist das Zusammentreffen von Kulturen und Prioritäten. Die IT ist normalerweise hoch strukturiert und besonnen und nicht unbedingt auf Flexibilität und Agilität ausgelegt. Genau dies benötigen die neuen Geschäftsbereiche allerdings. Aufgrund dieser Kollision der abweichenden Prioritäten gehen Geschäftsbereiche mittlerweile ihren eigenen Weg und suchen nach IT-Lösungen, die außerhalb der Kontrolle des CIOs liegt.

Neue digitale Möglichkeiten schnellstmöglich aktivieren

Im heutigen hyper-vernetzten globalen Markt benötigen Unternehmen einen agilen Ansatz, um schneller auf neue Möglichkeiten reagieren zu können. Das traditionelle IT-Modell wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren geboren – eine Welt ohne digitale Technologien und das Internet. Die Geschwindigkeit der Unternehmen war viel langsamer als heute.

Ein Beispiel: Am 1. Dezember 1964 betrug das Handelsvolumen an der New York Stock Exchange weniger als 5 Millionen Aktien. Heute beträgt das Volumen im Schnitt über eine Milliarde Aktien und überschreitet oftmals auch die zwei Milliarden-Grenze. Durch das allgegenwärtige Internet und die digitale Transformation schreitet der Wandel fast in Warp-Geschwindigkeit voran.

Aus diesem Grund nutzen immer mehr Unternehmen – groß und klein – Cloud Computing, um schneller auf neue Möglichkeiten reagieren zu können. Die Cloud ist zu einem der wichtigsten IT-Frameworks geworden, weil es genau die Kosteneffizienz (transparente Preisgestaltung und Gebühren), Kapazitäten (Cloud Management ist nicht mit den begrenzten IT-Teamressourcen verknüpft) und Flexibilität (Möglichkeit, schnell Anpassungen nach oben und unten durchzuführen) bietet, die Unternehmen benötigen, um wettbewerbsfähig zu sein.

Über 95 Prozent der Großunternehmen nutzen eine Form des Public oder Private Cloud-Service; 75 Prozent geben an, eine Form einer hybriden Cloud-Umgebung zu betreiben, die sowohl Public als auch Private Cloud-Services umfasst. Die Cloud hat „alte“ IT-Assets noch nicht komplett abgelöst; viele Unternehmen nutzen einen komplexen Mix aus verschiedenen Technologieumgebungen. Geschäftskritische oder sensible Anwendungen liegen dabei immer noch auf einem physikalischen Server vor Ort, anstatt in der virtuellen Welt des Cloud Computing.

Nehmen wir ein wenig Managed Hosting oder Colocation und mischen es mit etwas Cloud Computing und ein paar Altlastsystemen, dann erhält man eine IT-Umgebung, die ein störungsfreies Anwendererlebnis fast unmöglich macht – fast schon zu komplex. Damit diese verschiedenen Altlast- und Cloud-Umgebungen besser zusammenarbeiten und gleichzeitig die Geschäftsagilität verbessert werden kann, nutzen immer mehr Unternehmen hybride IT.

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