Business Scout

Business Intelligence ist Krisengewinner

21.12.2009 | Redakteur: Stefan Riedl

Das Business-Intelligence-Segment verzeichnete in den vergangenen Quartalen ein gesundes Wachstum.

Der Mittelstand ist voll auf das Thema Business Intelligence aufgesprungen und hat auch in der Wirtschaftskrise nicht allzu viel gespart. Dennoch ist es für BI-Anbieter keine Zeit, sich zurück zu lehnen.

Der Schweizer Schriftsteller Max Frisch hat einmal gesagt: „Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen“. Als „katastrophal“ wurden die Umsatzrückgänge zur schon wieder abflauenden Wirtschaftskrise vor allem in den Unternehmen wahrgenommen, die nicht wussten, welche Bereiche inwiefern betroffen sind und wie sich mögliche Entscheidungen auswirken können. Anders formuliert: Sie hatten kein Business-Intelligence-System (BI). So ist es nicht verwunderlich, dass der Abschwung vielen gezeigt hat, dass zu wenig Transparenz im Unternehmen gegeben ist. Die Folge daraus formuliert Olaf Scamperle, Director Business Intelligence und Performance Management bei IBM wie folgt: „Werkzeuge für die vorausschauende Strategieformulierung stehen ebenso hoch im Kurs wie Werkzeuge für Controlling und Planung.“

Jörg Petzhold, Manager Marketing und Strategy bei SAS Deutschland, schlägt in dieselbe Kerbe: „Die Wirtschaftskrise hat bewiesen, dass der Ansatz der nachhaltigen, also der integrierten Unternehmenssteuerung, der richtigere ist und weniger der der finanzgesteuerten. Wenn ich beispielsweise nicht weiß, welchen Einfluss Abteilung A auf Abteilung B hat, weiß ich auch nicht, wie profitabel das Unternehmen als ganzes wirklich ist. Das bedeutet, dass man die Zusammenhänge zwischen Kunde, Risiko und Finanzen bewerten muss und nicht jeden Aspekt monolitisch“.

Ansporn für Siegertypen

Die anhaltenden Marktkonsolidierungen im IT-Markt zeigen deutlich: Firmen haben in den vergangenen Jahren viel in Dokumentation und Automatisierung von Geschäftsabläufen mit Hilfe der IT investiert, aber nicht in deren analytische Auswertung. Damit wurde es versäumt, Zusammenhänge abteilungsübergreifend erkennen zu können. Genau das ist aber die Basis, um strategisch steuern und optimieren zu können. Eben um die Katastrophe in einen produktiven Zustand zu verwandeln, um es mit Max Frisch zu sagen. Kein Wunder also, dass die Wirtschaftskrise dem Business-Intelligence-Markt kaum geschadet hat. Laut dem Business Application Research Center (BARC) aus Würzburg ist der Markt von 2007 auf 2008 in Deutschland um 6,2 Prozent gewachsen. Damit hat sich das 2007er-Wachstum (13,7 Prozent) zwar mehr als halbiert, aber vor dem Hintergrund der Tatsache, dass in dieser Zeit IT-Projekte oft verschoben wurden, sind die Zahlen sehr beachtlich.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zum BI-Markt und zum Einfluss von Cloud Computing.

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