Varonis-Studie zum BYOD-Trend

Bring Your Own Device ist ein Sicherheitsrisiko für Unternehmen und Mitarbeiter

| Autor / Redakteur: Kai Schwarz / Elke Witmer-Goßner

Ohne ein gutes Sicherheitskonzept und klare Richtlinien sind mobile Endgeräte ein Sicherheitsrisiko für Unternehmen. Varonis hat das Problem in einer Studie beleuchtet.
Ohne ein gutes Sicherheitskonzept und klare Richtlinien sind mobile Endgeräte ein Sicherheitsrisiko für Unternehmen. Varonis hat das Problem in einer Studie beleuchtet. (Bild: Varonis)

Varonis hat eine Studie zum BYOD-Trend in Unternehmen durchgeführt und gravierende Sicherheitslücken entdeckt. Nur wer klare Richtlinien hat, kann das Risiko im Unternehmen minimieren.

Bring Your Own Device, kurz BYOD, ist ein Trend, der sich in immer mehr Unternehmen durchsetzt. Allerdings birgt der Einsatz mobiler und privater Endgeräte laut einer Studie von Varonis Sicherheitsrisiken, die vielen Unternehmen nicht bewusst sind. So gaben laut Varonis die Hälfte der befragten Unternehmen an, dass sie schon mal ein Gerät mit wichtigen Daten verloren haben. Bei einem Fünftel waren Sicherheitsprobleme die Folge. Aber nicht nur auf Unternehmerseite sehen die Befragten Risiken: 57 Prozent der Mitarbeiter sind der Ansicht, dass BYOD auch ein Risiko für ihre persönlichen Daten darstellt. Beispielsweise durch den Zugriff auf persönliche Gesundheitsdaten oder private Informationen.

Weniger Risiko durch Richtlinien

Laut Varonis-Studie soll es fast drei Viertel der Mitarbeiter erlaubt sein, von privaten Geräten auf Unternehmensdaten zuzugreifen. Um das Risiko zu verringern, scheint die Einführung von BYOD-Richtlinien sinnvoll. Bei Unternehmen, die mit BYOD-Richtlinien arbeiten, ereignen sich fünf Prozent weniger Sicherheitsvorfälle, so Varonis. Die Richtlinien sollten unter anderem regeln, was mit einem privaten Endgerät erlaubt ist und was nicht. Es muss zudem geregelt sein, wer auf welche Daten zugreifen darf und welche Kontrollmechanismen dafür eingesetzt werden. Die populärste Methode zur Sicherung mobiler Endgeräte ist der Passwortschutz (57 Prozent). 35 Prozent der Unternehmen setzen Geräte per Fernzugriff zurück, während 24 Prozent Verschlüsselungsmethoden einsetzen.

Geringere Produktivität

Unternehmen, die BYOD erlauben, verzeichnen laut Studie jedoch eine niedrigere Produktivität: Fast ein Viertel der Studienteilnehmer erklärte, eigene Geräte häufiger während der Arbeitszeit für private Zwecke zu nutzen, als sie gegenüber ihren Vorgesetzten zugaben.

„Rund um die Uhr über mobile Geräte für die Arbeit verfügbar zu sein, gilt mittlerweile als normal“, sagt David Gibson, Vice President of Strategy bei Varonis. „Organisationen profitieren zwar von den vielen Vorteilen von BYOD […] doch nur wenn der potenzielle Schaden sowohl für die Organisation als auch für die Mitarbeiter von vornherein begrenzt wird, können Unternehmen maximal von einem Trend profitieren, der sich zweifellos fortsetzen wird – ob sie ihn nun erlauben oder nicht.“

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