Viele arbeitstechnische Fragen bei BYOD noch offen

Bring your own device – Die Herausforderung ist nicht die Technik

| Autor / Redakteur: Michael Kleist, Novell* / Elke Witmer-Goßner

Unternehmen spielen mit dem Feuer, wenn sie ihren Mitarbeitern zu viele Freiheiten gewähren. Gerade hinsichtlich BYOD-Gepflogenheiten sollten klare Regeln aufgestellt werden.
Unternehmen spielen mit dem Feuer, wenn sie ihren Mitarbeitern zu viele Freiheiten gewähren. Gerade hinsichtlich BYOD-Gepflogenheiten sollten klare Regeln aufgestellt werden. (© Anders Adermark - Fotolia.com)

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen fordert eine strikte Trennung von Arbeitszeit und Freizeit – viele Mitarbeiter in Unternehmen wollen aber ihre Firmenhandys loswerden und ihre geliebten privaten Smartphones nutzen. Bring Your Own Device (BYOD) ist eines der aktuellen IT-Trendthemen und bereitet dabei nicht nur den CIOs und IT-Abteilungen Kopfschmerzen.

Das Thema wirft neben technischen vor allem arbeitsspezifische Fragen auf, die die Umsetzung von BYOD-Konzepten mitunter noch erschweren. „Bring Your Own Device“ ist zunächst sicherlich eine technische und organisatorische Herausforderung für jede Unternehmens-IT.

Wie geht man mit den Geräten im Netzwerk um? Wie garantiere ich die Sicherheit der Unternehmensdaten auf dem Privatgerät? Wie können Mitarbeiter wiederum ihre persönlichen Daten vor den Augen der IT-Abteilung schützen? Was passiert im Falle eines Geräteverlustes?

Klare Abgrenzung zwischen privat und beruflich

Diese Probleme lassen sich noch relativ einfach lösen. So können spezialisierte Lösungen wie zum Beispiel Novell’s ZENworks Mobile Management mittlerweise ein zweites virtuelles Gerät auf dem privaten Mobilgerät einrichten, das strikt von der normalen Oberfläche getrennt ist – nicht einmal Copy & Paste funktioniert über diese Grenze hinweg.

Die Unternehmens-IT hat die volle Kontrolle über diesen Bereich und kann auch eine Remotelöschung vornehmen, wenn das Gerät abhandenkommt oder der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt. Gleichzeitig ist damit auch die Privatsphäre des Mitarbeiters geschützt, da die IT keinen Zugriff auf den privaten Bereich des Endgeräts hat.

Der IT-Support: Allzeit bereit?

Eine weitere und deutlich schwieriger zu beantwortende Frage, der sich jedes Unternehmen stellen muss, ist jedoch die Frage des Supports. Natürlich muss der IT-Helpdesk Fragen zu den Business-Funktionen, die auf dem Privatgerät implementiert sind, bearbeiten können – wie aber sieht es aus, wenn technische Probleme auftreten, die durch eine private Nutzung entstehen und gar außerhalb der Arbeitszeiten stattfinden?

Geklärt werden muss, ob die unternehmenseigene IT-Abteilung hier 24-Stunden-Support leisten kann, um firmenspezifische Daten und Arbeitsprozesse nicht zu gefährden. Außerdem muss der Support in der Lage sein, eine Vielzahl an Geräten unterschiedlicher Hersteller mit unterschiedlichen Betriebssystemen zu betreuen.

Wer hat hierfür die Kompetenzen, welche Programme müssen für sämtliche Endgerättypen reibungslos zur Verfügung stehen? Das Unternehmen muss hier von Anfang an klare Richtlinien und skalierte Organisationsstrukturen schaffen, sonst ist der IT-Support innerhalb kürzester Zeit maßlos überfordert.

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