IT-Management-Anbieter geht komplett an Investment-Firmen

BMC Software wird privat

| Redakteur: Ulrike Ostler

Das Produkt- und Services-Angebot von BMC reicht vom IT-Monitoring über die Konfiguration und Integration bis zur Orchestrierung.
Das Produkt- und Services-Angebot von BMC reicht vom IT-Monitoring über die Konfiguration und Integration bis zur Orchestrierung. (Bild: BMC Software)

BMC Software, in Deutschland insbesondere durch das ehemalige Peregrine-Produkt „Remedy“ bekannt, wird aufgekauft. Private Investmentfirmen mit Bain Capital und Golden Gate Capital voran, übernehmen sämtliche verfügbaren Aktien für 46,25 Dollar das Stück, also für insgesamt rund 6,9 Milliarden Dollar.

Der Deal ist in diesem Jahr der bisher drittgrößte, berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters. Die US-Company BMC Software hat ihren europäischen Sitz in Dublin und nach Angaben von Top1000.ie hier mit ca. 90 Mitarbeitern im Wirtschaftsjahr 2010/11 rund 257,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Der gesamte Cashflow im laufenden Geschäftsjahr, das im März 2014 endet, wird auf 774 Millionen Dollar geschätzt.

Forrester-Analyst Peter O´Neill äußerte schon vor Kurzem auf der Veranstaltung des BMC-Konkurrenten CA Technologies, BMC werde dieses Jahr nicht, nicht in der bestehenden Form überstehen. Der Grund: Die kulturellen Unterschiede, die hauptsächlich durch den Aufkauf des Unternehmens BladeLogics im Jahr 2008 entstanden, und nicht wirklich überwinden werden hätten können. Seither bietet BMC Software - und eine breite Pallette IT-Service-Managment-Tools an.

So spricht das Unternehmen schon seit dem vergangenen Jahr über einen Buyout, vor allem durch den Druck, den der Investor Elliott Associates LP ausübt, der der zweitgrößte Anteilseigner ist. Er drängte auf einen höheren Aktienpreis, während BMC darum kämpft, das Angebot auf die neuen Herausforderungen durch Mobility und Cloud zu erweitern.

BMC-Zukäufe im Jahr 2012

Beispielsweise übernahm BMC Technologies im vergangenen Juli den Spezialisten für Mobility-Lösungen Aeroprise. Der Zukauf hatte zuvor vor allem Mobile-Lösungen für die „BMC Remedy IT Service Management Suite“ entwickelt. Die beiden Lösungen vermarktet das Unternehmen nun unter der Produktbezeichnung „BMC Mobility for IT Service Management“.

Die Übernahme war die zweite Akquisition binnen weniger Monate. Ende April kaufte BMC den Web-Anwendungsspezialisten Coradiant. Ziel war es, das Portfolio für „Dynamic Business Service Management“ weiter auszubauen.

Nun gewinnt Bob Beauchamp, der in Houston sitzende Vorstandsvorsitzende von BMC Software, der Privatisierung gute Seiten ab: „Ein privat gehaltenes Unternehmen zu werden, beinhaltet die Chance auf größere Flexibilität, um stärker strategisch investieren zu können und Innovationen voran zu bringen.“

Ergänzendes zum Thema
 
Forrester-Analyst Peter O´Neill sagt:

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