FIT beschreibt „Internet des Vertrauens“

Blockchain-Lab präsentiert Prototypen

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Ihre integrativen Lösungsangebote gründen die Forscher des Blockchain-Lab auf der Trias aus Geschäftsmodell, Technologie und Recht.
Ihre integrativen Lösungsangebote gründen die Forscher des Blockchain-Lab auf der Trias aus Geschäftsmodell, Technologie und Recht. (Bild: Fraunhofer FIT)

Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) präsentiert erste Prototypen unternehmensrelevanter Blockchain-Anwendungen. Neben der Abwicklung des weltweiten Warenhandels wollen die Forscher auch Revisionen vereinfachen.

Nachdem das FIT vor einem Jahr das Blockchain-Lab eröffnet hat, präsentieren die Forscher jetzt erste Prototypen. Damit könne man etwa die Abwicklung des weltweiten Warenhandels abbilden: Jeder Schritt des Geschäfts werde sicher, transparent und nachvollziehbar dokumentiert – von der Auftragserteilung bis zur Warenlieferung.

Hierbei übernehme die Technologie einen Teil der Aufgabe, die bislang Banken erledigen – wenn sie als vertrauensbildende Instanzen über Ländergrenzen hinweg sicherstellen, dass Handelspartner zahlungsfähig sind und ihre vertraglichen Pflichten erfüllen. Trotz ihres Potenzials könne die Blockchain-Technologie Banken, Notare oder Wirtschaftsprüfer bislang aber nicht ganz ersetzen, betont Prof. Wolfgang Prinz, stellvertretender Institutsleiter des FIT.

Online-Handel ohne Plattformbetreiber

Gleichwohl haben die Betreiber des Blockchain-Labs gemeinsam mit Workshopteilnehmern zahlreiche mögliche Anwendungen für die Technik identifiziert. Im Online-Handel ließen sich so etwa Transaktionen direkt zwischen Käufer und Verkäufer abwickeln – ohne dass es dafür den Schutz eines Plattformbetreibers brauche. Dieser Ansatz könnte eine neue Generation des Internets begründen: „ein Internet des Vertrauens“.

In der Logistik-Branche ließen sich Transportketten per Blockchain lückenlos dokumentierten. Für Diamantentransporte gebe es bereits eine Blockchain-Lösung; überdies ließe sich mit dem Ansatz auch Herkunft von Medikamenten oder Lebensmitteln nachweisen sowie nachprüfen, ob die eine Kühlung während des gesamten Transportes gewährleistet war.

Integrative Lösungsangebote

Als weitere allgemeine Anwendungsgebiete listet die Homepage des Fraunhofer Blockchain-Labors Internet of Things (IoT), (Intellectual) Property Management, Börsenhandel, Vermögensverwaltung und Clearing-Prozesse. Mit integrativen Lösungsangeboten wolle man interessierten Unternehmen nicht nur helfen, Geschäftsmodelle zu entwickeln und Technologien zu implementieren. Überdies biete man auch eine rechtliche Betrachtung an.

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