Aus Mustern entsteht Wissen

Big Data mit Business Intelligence nutzbar machen

01.09.2011 | Autor / Redakteur: Susanne Franke / Florian Karlstetter

Ansatz der Business Intelligence Group, Daten aus verschiedenen Social Media-Quellen zu monitoren und zu analysieren.

Big Data, bestehend aus strukturierten und unstrukturierten Daten mit komplexen Beziehungen untereinander, birgt enormes Wissenspotenzial. Um es zu nutzen, müssen Unternehmen Muster darin erkennen können – mithilfe von Business Intelligence-Technologie unter anderem für Textanalytik oder auch für Social Media Monitoring.

Jeden Tag erzeugen die Menschen weltweit 2,5 Trillionen Bytes an Daten, hat IBM herausgefunden. Das bedeutet, dass 90 Prozent der heutigen Daten allein in den letzten zwei Jahren entstanden sind. IDC-Statistiken zufolge erhöht sich im nächsten Jahr die Datenmenge um das 44-fache auf 35,2 Zettabyte. Natürlich geht es dabei um Daten, die in den Unternehmen erzeugt werden, aber auch um solche, die etwa von einer Vielfalt von Sensoren gesammelt werden (Smart Metering, Klimadaten etc.), und vor allem die aus Quellen im Web stammen. Das sind Portale, Beiträge aus sozialen Medien, digitale Online-Bilder und Videos, Transaktionsinformationen aus Online-Einkäufen, GPS-Signale von Handys und vieles mehr.

Für diese Datenflut hat sich schon seit längerem der Begriff „Big Data“ etabliert. Die Herausforderung im Umgang mit dieser ernormen Datenflut besteht nicht allein im Storage-Management der Daten, sondern vor allem in deren Analyse, um das hohe Potenzial zu nutzen, dass in den aussagekräftigen, Informationen schlummert. Der bekannte Journalist David McCandless geht in seinem Buch „Data is Beautiful“ sogar so weit zu behaupten: „Daten sind das neue Öl.“ Dieses Öl zu fördern, ist eine komplexe Aufgabe, denn Big Data bezeichnet nicht nur ein riesiges Datenvolumen, sondern auch einen Mix aus strukturierten und unstrukturierten Daten mit komplexen Beziehungen untereinander, oder auch solche, die lediglich einen Echtzeitwert besitzen.

Die Analyse von strukturierten Unternehmensdaten (in der Regel rund 20 Prozent aller Daten) ist heute in weiten Teilen Alltag und ohne Zweifel sehr wichtig, meint der Gartner-Analyst Stephen Prentice. Daneben aber liegen meist jahrelang gespeicherte, unstrukturierte Daten (rund 80 Prozent aller Unternehmensdaten), deren Potenzial unerkannt ist, weil sie noch nie analysiert wurden, so der Experte weiter. Beispielsweise könnte eine Versicherung durch die Analyse ihrer Petabytes an Informationen zu Schadensforderungen (Texte, Videos und Bilder) Muster finden, die bei der Bearbeitung künftiger Fälle hilfreich sind. Prentice empfiehlt Unternehmen, diesen Schatz zu heben und mit der Auswertung der Daten im eigenen Unternehmen anzufangen.

Zusätzlich erschließt sich die neue Welt mit wertvollen Daten aus sozialen Netzen durch die Möglichkeit, sich mit Kunden, Lieferanten, Partnern und anderen zu verbinden. Hinzu kommen auch die Daten, die mobile Geräte (Smartphones, Tablets) über deren Nutzer, ihre Kontext und Standort sowie die Interessen preisgeben. Dieses Gartner zufolge „Context-aware Computing“ birgt gute Chancen, um genauere Profile über die eigenen Kunden zu erstellen. Diese „neuen“ Informationen können beispielsweise Händlern zum besseren Verständnis ihrer Kunden führen oder auch dem öffentlichen Sektor durch mehr Verkehrsflussinformationen, Lokationsdaten von Autos bei der Verkehrsplanung helfen.

weiter mit: Vorausschauende Analysen

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2052561 / Business Intelligence)