Vorsicht vor Yunio und Co.

Bei Online-Speichern kommt es nicht auf die Größe an

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Cloud-Dienste mit Gratis-Mega-Speicherplatz, der auch noch super-sicher sein soll, sind besonders für Nutzer mit großem Archivaufkommen verführerisch.
Cloud-Dienste mit Gratis-Mega-Speicherplatz, der auch noch super-sicher sein soll, sind besonders für Nutzer mit großem Archivaufkommen verführerisch. (Bild: leno2010, Fotolia)

Mit Yunio.com tritt ein neuer Player für Online-Speicher in den europäischen Markt ein. Der chinesische Dienst lockt mit insgesamt einem Terabyte kostenlosem Speicherplatz und ist angeblich der sicherste Storage-Service aufgrund höchster Sicherheitsstandards und bester Verschlüsselung.

Der Reiz für Privatnutzer, dort ihren gesamten Festplatteninhalt zu sichern, ist also groß. Und damit steigt zudem die Verlockung, sich den Komfort des einfachen Cloud-Speichers auch für die Arbeit zu Nutze zu machen. Doch davon rät Bernhard Wöbker, CEO der Brainloop AG, dringend ab: „Die Erfahrungen der letzten Zeit, dass auch die Daten in den USA vor unerwünschten Zugriffen nicht geschützt sind, sollten zu Vorsicht raten!“

Nicht nur, weil Yunio.com ein chinesischer Anbieter sei, sondern weil Firmendaten sowie vertrauliche private Informationen generell nichts in kostenlosen Online-Speichern zu suchen hätten. Zwar versuchten sich einige Anbieter den Anstrich von Unternehmenstauglichkeit zu geben, indem sie rudimentäre Verwaltungsfunktionen für Firmen-Accounts einführen, Wöbker bezeichnet diese jedoch nur als Feigenblatt. Eine zentrale Löschfunktion helfe schließlich nicht mehr, wenn der Account bereits gehackt wurde, das mit dem Mitarbeiter das Unternehmen verlassen habe oder die falschen Mitarbeiter Zugriff erhalten hätten.

Der Brainloop-Chef rät daher Unternehmen, die online Daten austauschen wollen, auf sichere und -konforme Alternativen ausweichen. Dazu gehöre die freie Wahl der Server-Standorte, verschlüsselte Verbindungen, Schutz vor Zugriffen auch von Administratoren usw. „Einfache Bedienung, keine Kosten und riesiger Speicherplatz sind nicht die Argumente, die für Unternehmen wichtig sind“, unterstreicht Wöbker.

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