Gefahr: Ausgebremst durch Cloud-Dienste mit unpassenden Service Level Agreements

Bei neuen Cloud-Strategien die SLA-Fallen umschiffen

| Autor / Redakteur: Kai Schwarz / Florian Karlstetter

Unterschiedliche Cloud-Lösungen erfordern individuell abgestimmte Service Level Agreements. Um hier den Überblick nicht zu verlieren, empfiehlt das Beratungshaus ITSM Consulting ein SLA-Cockpit für ein adäquates Monitoring der wichtigsten Parameter.
Unterschiedliche Cloud-Lösungen erfordern individuell abgestimmte Service Level Agreements. Um hier den Überblick nicht zu verlieren, empfiehlt das Beratungshaus ITSM Consulting ein SLA-Cockpit für ein adäquates Monitoring der wichtigsten Parameter. (© Julien Eichinger - Fotolia.com)

In Zeiten von Cloud-Lösungen wird das Management von Service Level Agreements immer komplexer und somit unübersichtlich. Das IT-Beratungshaus ITSM Consulting gibt Tipps, damit Unternehmen nicht in die SLA-Falle tappen.

Die zunehmende Verbreitung von Cloud-Diensten in Unternehmen stellt IT-Verantwortlich vor große Herausforderungen. Gerade wenn ein Unternehmen mit mehreren externen Providern arbeitet, kann schnell die Übersicht verloren gehen. Ein Problem sieht das IT-Beratungshaus ITSM Consulting beispielsweise bei unterschiedlichen Service Level Agreements, die bei vielen Cloud-Angeboten als fixer Vertragsbestandteil verankert sind. Somit bleibt dem Unternehmen in der Regel nur wenig Spielraum, um SLAs an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Das kann zu einem Problem werden, wenn Cloud-Lösungen hochverfügbar sein müssen. Störungen können dann wichtige Geschäftsprozesse gefährden, wenn Cloud-Lösungen beispielsweise mit Low-Level-SLAs zum Einsatz kommen. „Es sollten deshalb bei der Marktevaluierung nur solche Cloud-Provider in Betracht kommen, die Service Levels auf dem tatsächlich erforderlichen Niveau gewährleisten“, sagt Frank Zielke, Vorstand bei ITSM Consulting.

SLA-Cockpit

Ein weiteres Problem sieht Zielke beim Einsatz von unterschiedlichen Cloud-Diensten, die verschiedenen Service Level Agreements aufeinander abzustimmen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Cloud-Dienste nicht als Insellösung genutzt, sondern in komplexe IT-Strukturen integriert werden.

„Sind zur technischen Unterstützung eines Geschäftsprozesses verschiedene Applikationen und Dienste beteiligt, müssen deren SLAs zwangsläufig auch aufeinander abgestimmt sein“, betont der Experte. Ein Grund, warum das Beratungshaus IT-Verantwortlichen empfiehlt, SLA-Cockpits einzusetzen, um die Kennzahlen aller externen Dienste übersichtlich darzustellen.

Cloud ist nicht gleich Outsourcing

Nach Ansicht von Zielke müssen sich IT-Organisationen deshalb Gedanken über ein SLA-Management machen, das die Besonderheiten von Cloud-Lösungen berücksichtigt. „Zunächst einmal gilt es zu beachten, dass das Cloud-Computing nicht mit dem herkömmlichen Outsourcing gleichgesetzt werden kann“, so der Berater. Als Begründung sagt Zielke: „Cloud-Dienste sind für den schnellen Einsatz ohne Vor-Ort-Implementierung hochgradig standardisiert, und dieser Grundgedanke reicht bis in die SLA-Vereinbarungen hinein. Bestenfalls können Anwender zwischen verschiedenen und unterschiedlich bepreisten Qualitätslevels wählen, während sich jedoch die Service-Levels beim klassischen Outsourcing sehr kundenindividuell vereinbaren lassen.“

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