ERP Connect Service verbindet SAP mit SharePoint

BCS Connector von Theobald ermöglicht einfache SAP-Sharepoint-Anbindung

| Autor / Redakteur: Wolfgang Miedl / Florian Karlstetter

Die ERP Connection Services von Theobald Software ermöglichen die unkomplizierte Anbindung von SAP an SharePoint.
Die ERP Connection Services von Theobald Software ermöglichen die unkomplizierte Anbindung von SAP an SharePoint. (© Theobald Software)

Viele Unternehmen setzten Sharepoint als Frontend für ihre Geschäftsanwendungen ein. Für die Anbindung an SAP-Systeme bietet sich das aufwändige Duet Enterprise an – oder aber als kostengünstigere Alternative die ERP Connect Services von Theobald Software.

ERPConnect Services von Theobald Software stellt eine Suite dar, die eine nahtlose Verbindung zwischen ERP-Anwendungen auf SAP-Basis und 2010 ermöglicht. Die ERPConnect Services bieten dabei verschiedene Werkzeuge für Sharepoint-SAP-Integrationsszenarien. An Power-User beispielsweise richtet sich die Komponente BCS Connector, die ohne viel Programmieraufwand Lese- und Schreibzugriff auf SAP-Daten über Sharepoint bietet. Im Folgenden wird die grundlegende Funktionsweise des BCS Connector anhand eines Beispielszenarios mit Materialdaten (Lagerort) aus einem SAP-System vorgestellt.

Wie der Name bereits andeutet, setzt der BCS Connector auf die Business Connectivity Services (BCS) auf, die als Bestandteil von Sharepoint 2010 Standardfunktionen zur SAP-Anbindung bereitstellen. Der Konnektor wird als Komponente der ERPConnect Services entweder auf dem SharePoint Server oder auf einer separaten Entwicklungsmaschine installiert. Dabei wird zunächst ein BCS-Modell erstellt und auf dem SharePoint-Server gespeichert. Anschließend werden in SharePoint externe Inhaltstypen definiert, die ein Grundbaustein für BCS sind und den Zugriff auf SAP-Daten ermöglichen.

Das folgende Beispiel führt durch das Erstellen eines BCS-Modells für Materialdaten (Lagerort) aus einem SAP-System.

1. Verbindung des BCS Connector mit SharePoint und SAP

Im ersten Schritt wird mit dem BCS Connector eine Verbindung zum Sharepoint-Server sowie zur SAP-Instanz hergestellt. Um die Anmeldung per zu vereinfachen, kann bei der Konfiguration der SAP-Verbindung neben den erforderlichen Verbindungsdaten optional auch eine Secure Store ID angeben werden. Während der Laufzeit werden dabei die SAP-Anmeldedaten des aktuellen Benutzers bereitgestellt, der Sharepoint-Benutzer meldet sich folglich mit seinen Anmeldedaten am SAP-System an.

2. BCS-Modell erstellen mit Entity-Definition

Nun wird ein BCS-Modell erstellt – und das beginnt mit der Definition einer Entity, die einem externen Inhaltstyp in Sharepoint entspricht. Der BCS Connector vereinfacht diesen Schritt, indem man eine SAP-Tabelle oder einen SAP-Funktionsbaustein als Basis für die Entity auswählt. Innerhalb eines BCS-Modells können eine oder mehrere Entities definiert werden. Der BCS Connector erstellt dabei die wesentlichen Merkmale automatisch, inklusive der Eigenschaften (Entity Properties) und Funktionen (Entity Operations). Im Anschluss lassen sich diese nachbearbeiten, um beispielsweise den Namen der Entity oder deren Eigenschaften zu ändern.

3. Entity-Operationen für den SAP-Zugriff festlegen

Wählt man eine SAP-Tabelle als Basis für die Entity aus, definiert der BCS Connector standardmäßig die Operationen Read Table und Read Table Record für den Lesezugriff auf die Tabelle. Diese beiden Operationen sind für ein BCS-Modell immer erforderlich, zusätzlich können über die Angabe geeigneter SAP-Funktionsbausteine auch noch Funktionen wie Create, Update oder Delete ergänzt werden.

Auf vergleichbare Weise lässt sich auch ein SAP-Funktionsbaustein als Basis für eine Entity auswählen. Standardmäßig werden dabei keine Operationen vordefiniert, stattdessen können unter Auswahl der geeigneten SAP-Funktionsbausteine die Operationen Read, Read Record, Create, Update und Delete hinzugefügt werden. Zur Auswahl kommen dabei sowohl Standard-SAP-Funktionsbausteine wie kundenspezifische Funktionsbausteine (Z-Module).

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