Technologietrends 2016

AWS beschwört die Einfachheit

| Autor / Redakteur: Dr. Werner Vogels* / Elke Witmer-Goßner

Wenn Technologie nicht wieder einfacher wird, bringt die fortschreitende Digitalisierung kaum Vorteile.
Wenn Technologie nicht wieder einfacher wird, bringt die fortschreitende Digitalisierung kaum Vorteile. (Bild: Tomkawila, Fotolia)

Technologie und Software durchdringen unser privates und berufliches Leben in immer höherem Maße. Und jedes Jahr greift diese Integration weiter. Die schiere Vielzahl an Themen, die damit verknüpft sind, macht es schwierig, auf alle relevanten Trends einzugehen.

In diesem Artikel fokussiere ich mich daher auf jene, die unmittelbare Auswirkungen auf unsere Kunden weltweit haben. Zudem komme ich darauf zu sprechen, was wir für das kommende Jahr erwarten können. Diese Trends fokussieren sich auf die Vereinfachung von Technologie ebenso wie auf die Frage, wie es für Unternehmen einfacher wird, höchst effektive Anwendungen zu erstellen, die ebenso sicher und zuverlässig sind wie leistungsfähig und hoch skalierbar – und das zu möglichst geringen Kosten.

Application Building vereinfachen

Manche Anwendungen sind im Laufe der Zeit immer komplexer geworden, obwohl sie unser Leben ursprünglich vereinfachen sollten. Und dies trotz der visionären Arbeit von Systemforscher John Gall, der vor Jahren schrieb, dass „Anwendungen, die als komplexes System gebaut wurden, so gut wie nie funktionieren.” Komplexe Systeme, die funktionieren, werden dagegen stets als einfaches System konzipiert. Der Funktionsumfang wird dann schrittweise mit der Zeit vergrößert. Es ist einfacher, ein simples System zu entwerfen, das sicher und zuverlässig ist, um es dann zu erweitern, anstatt mit einem komplexen System zu starten, bei dem es zu viele Unbekannte gibt.

Aus diesem Grund werden wir einen großen Trend hin zu einer Vereinfachung von Anwendungen, Infrastrukturen und Technologiebasierten Systeme erleben. 2016 wird den Beginn dieser Entwicklung markieren. Der Grund liegt darin, dass Kunden eine Vielzahl von Komponenten an die Hand bekommen, die als Cloud Services bereitgestellt werden.

Services-Erstellung leicht gemacht

In traditionellen Service-orientierten Architekturen weisen Services oft eine eher grobe Granularität auf. Nehmen wir als Beispiel einen Kundenmanagement-Service, der die gesamte Funktionalität für die Bearbeitung der Kundendaten in sich vereint. Viele dieser Service-Funktionen überlappen sich jedoch nicht in Bezug auf Skalierbarkeit und Verfügbarkeit. Eine Kunden-Login-Funktion, die häufig abgerufen wird, hat beispielsweise komplett andere Skalierungsanforderungen als ein Kundenadressbuchdienst, der nur gebraucht wird, wenn Produkte verschickt werden. Um diese monolithischen Systeme zu vereinfachen, sehen wir den Trend, dass Anwendungen auf ihre Komponententeile heruntergebrochen werden.

Services und Softwaresysteme in ihre kleinen Bausteine zu zerlegen, ist einer der Top-Trends in der Softwareentwicklung. Solche kleinen Services werden oft auch als Microservices bezeichnet und werden von Managementkomponenten wie Docker unterstützt. Das macht Anwendungen flexibler und verändert zudem den Entwicklungsprozess von Software. Größere Systeme müssen nicht länger mit Softwareupdates gepatcht werden. Stattdessen wird eine bestehende Version eines Microservices komplett durch eine neue Version ersetzt.

Cloud Computing Provider bieten Umgebungen für das Container-Management, mit denen sich das Erstellen und Verwalten von Microservices-Umgebungen vereinfachen lassen, was diesen Architekturtrend weiter beschleunigt. Für 2016 und darüber hinaus erwarten wir, dass dieser Trend zur gängigen Praxis für alle neuen Anwendungen wird.

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