German Cloud registriert eine erhöhte Beteiligungs-Nachfrage

Ausländische Unternehmen bevorzugen deutsche Cloud-Provider

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Deutsche Cloud-Provider sind im Ausland heiß begehrt und grenzüberschreitende Partnerschaften nehmen zu, beobachtet die Initiative German Cloud.
Deutsche Cloud-Provider sind im Ausland heiß begehrt und grenzüberschreitende Partnerschaften nehmen zu, beobachtet die Initiative German Cloud. (Bild: JiSign, Fotolia)

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Dem Urteil eines amerikanischen Bundesgerichts zufolge sind US-Internetunternehmen selbst dann zur Datenherausgabe verpflichtet, wenn sich die Server des speichernden Unternehmens nicht in den Vereinigten Staaten befinden. Diese Tatsache zerstört das Vertrauen europäischer Cloud-Anwender zutiefst.

Die internationale Norm ISO/IEC 27001 zu IT-Sicherheitsverfahren sagt alleine noch nichts über Serverstandort und Rechtsraum aus. Im Zweifel sollten sich also sichere Cloud-Provider im deutschen Rechtsraum befinden und die Mehrheitsanteile nicht in US-Hand liegen. Große US-Serviceanbieter suchen daher händeringend nach Lösungen, um ihr Angebot auch dem sensiblen deutschen Mittelstand schmackhaft zu machen, beispielsweise wenn es um die Verwaltung von Kundendaten in einem CRM-System geht.

Neue Partnermodelle auf dem Prüfstand

Grundsätzlich kommen zwei Szenarien in Frage: Entweder ein ausländisches Unternehmen findet einen deutschen Partner und beteiligt sich an dessen Geschäft auf geschickte Art und Weise. Oder die ausländische Organisation „verleiht“ seine SaaS-Lösung an einen Infrastruktur-Betreiber, der diese Lösung in seinem Namen anbietet.

Beide Varianten stellen die vertragliche Gestaltung allerdings vor große Herausforderungen. Daher beobachte man mit Spannung, wie sich die im Juli 2014 veröffentlichte Kooperation zwischen Salesforce und T-Systems entwickeln werde, sagt Götz Piwinger, Gründer von German Cloud: „Wenn dieses Beispiel Schule macht, kommt vermutlich eine Welle von US-Anbietern auf deutsche Provider zu“, prognostiziert Piwinger.

Die Nachfrage ausländischer Investoren wächst

Unbestritten ist, dass die Begehrlichkeit ausländischer Investoren, sich an deutschen Cloud-Unternehmen zu beteiligen, wächst, um wenigstens auf diese Weise vom nach wie vor wachsenden Markt zu partizipieren. Der Markt-Insider German Cloud registriert eine zunehmende Nachfrage von Interessenten, die in deutsche Cloud-Anbieter investieren möchten. Dabei liegt das Augenmerk auf mittelständischen Unternehmen bis 20 Millionen Euro Umsatz.

Im ersten Schritt planen die Geldgeber die Wachstumsfinanzierung. Was später geplant sie, so Piwinger, könne man nur vermuten. Auch Family-Offices haben eine Auge auf deutsche Cloud-Anbieter geworfen und diese Sparte kurzerhand in die Familie der „Cleantech“-Investitionen aufgenommen. Dieser Schritt führt zu einer klugen Diversifizierung der Investments und bietet zudem die Möglichkeit, das hohe Investitionspotenzial in einem neuen Marktsegment mit ausreichendem Volumen und Wachstum zu platzieren.

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