Application Delivery Controller

Applikationsoptimierung as a Service

| Autor / Redakteur: Stefan Volmari * / Florian Karlstetter

Application Delivery Controller schlagen die Brücke zwischen Netzwerk und Anwendungen.
Application Delivery Controller schlagen die Brücke zwischen Netzwerk und Anwendungen. (© Nmedia - Fotolia.com)

Unternehmen implementieren Private Clouds, um die Hoheit über Infrastruktur und Daten zu behalten, während einheimische Service-Provider Infrastructure as a Service-Angebote aufsetzen, um den lokalen Unternehmenskunden Alternativen zu den Public Cloud-Größen bieten zu können. Doch man darf nicht in die Falle tappen: „Cloud“ ist nicht gleichbedeutend mit optimaler Anwendungs-Performance.

Cloud Computing wird erwachsen: Die Kosten- und Skalierungsvorteile der Cloud bestreitet inzwischen kaum noch jemand. Doch angesichts sehr hoher Ansprüche deutscher Unternehmen an die Datensicherheit und den Datenschutz ziehen viele IT-Entscheider die Implementierung einer Private Cloud-Umgebung einem Bezug von Cloud-Services bei den bekannten Cloud-Giganten vor.

Zugleich entsteht dadurch eine Marktlücke für lokale Service Provider wie zum Beispiel Web-Hoster oder Systemhäuser, die nun ihre Angebotspalette um im deutschen Rechtsraum erbrachte Cloud Services ausbauen können.

Einstieg in Software-Defined Networking

Für die Einrichtung und Verwaltung einer Cloud-Umgebung setzen die Unternehmen und Service-Provider in aller Regel auf Virtualisierung (obwohl auch Clouds auf der Basis dynamisch ausgerollter physischer Ressourcen möglich und bei großen Cloud Providern zu finden sind). Bei Servern und auch bei Storage-Equipment ist Virtualisierung inzwischen gang und gäbe, nur das Netzwerk zeigte sich lange Zeit als Nachzügler. Dies ändert sich gerade durch einen noch recht jungen Ansatz namens Software-Defined Networking oder kurz SDN.

SDN-Technologie dient dazu, die im Cloud-Umfeld geforderte Flexibilität bei der Netzwerkkonfiguration und damit auch hohe Dynamik beim Rollout von Cloud-Services sowie rasche Skalierbarkeit sicherzustellen. Dazu trennt ein SDN die Netzwerkhardware von der Netzwerklogik: Ein sogenannter SDN-Controller übernimmt als zentrale Instanz die Steuerung der Datenflüsse – im Idealfall standardbasiert und damit geräte- und herstellerübergreifend.

Doch selbst ein dank SDN flexibles und hoch skalierbares Netzwerk kann nicht per se garantieren, dass die Bereitstellung der Cloud-Applikationen in Performance-optimierter Weise erfolgt. Denn ein SDN widmet sich ganz der Netzwerk- und nicht der Applikationsebene. Letztlich geht es aber auch in der Cloud immer darum, dass der Endanwender oder aber der korrespondierende Cloud-Service eine möglichst hohe Applikationsleistung erhält.

Application Delivery Controller und ihre Funktionsweise

Stefan Volmari, Manager Systems Engeneering Cloud & Networking, Citrix
Stefan Volmari, Manager Systems Engeneering Cloud & Networking, Citrix (Bild: Citrix)

Hier kommen die bewährten ADCs (Application Delivery Controller) ins Spiel: Ein ADC schlägt die Brücke zwischen dem Netzwerk und den Anwendungen, indem er durch ausgetüftelte applikationsbezogene Richtlinien die Netzwerkressourcen so ausnutzt, wie die jeweilige Anwendung es erfordert.

SDN-fähige ADCs gibt es in unterschiedlichen Größen von kleinen virtuellen Appliances bis hin zu sehr hoch skalierbaren, multi-mandantenfähigen Plattformen für den Provider-Einsatz. Sie sorgen sowohl in der Private Cloud eines Unternehmens, als auch im Datacenter eines Infrastructure as a Service-Providers dafür, dass die Cloud-Umgebung die bestmögliche Leistung und Verfügbarkeit der gehosteten Applikationen liefern kann. Der ADC entwickelt sich damit immer stärker zum Kernbaustein softwaredefinierter Netzwerke.

* Stefan Volmari, Manager Systems Engeneering Cloud & Networking, Citrix

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