Sicherheit unter Windows 7 – Teil 1

Windows 7 verschlüsselt Dateien und Festplatten mit Bitlocker und EFS

08.06.2010 | Autor / Redakteur: Beth Quinlan und Stephan Augsten / Stephan Augsten

Windows 7 bietet bei der Verschlüsselung gegenüber den Vorgänger-Betriebssystemen etliche Neuerungen.

Windows 7 soll bei der Sicherheit technisch ausgereifter und einfacher zu bedienen sein, als die Vorgänger Windows Vista und XP. Doch was ist wirklich dran an den Microsoft-Versprechen? Security-Insider.de erläutert die Security-Features im Detail, beginnend mit den Verschlüsselungstools EFS und Bitlocker.

Für Windows Vista und die darin integrierten Security-Funktionen hatte Microsoft in der Vergangenheit haufenweise Kritik einstecken müssen: Die Benutzerkontenverwaltung (User Account Control, UAC) erschien vielen Anwendern und Administratoren plump und aufdringlich, die Bitlocker-Laufwerkverschlüsselung galt als schwierig zu implementieren.

Mit Windows 7 aber soll alles besser werden, versprach Microsoft vor dessen Veröffentlichung. Und tatsächlich hat der Hersteller einige Sicherheitsmechanismen entschlackt und überarbeitet sowie neue Funktionen eingeführt. In diesem Beitrag wollen wir einen genaueren Blick auf die Security-Bordmittel von Windows 7 werfen.

Datensicherheit

Im mobilen Zeitalter gibt es etliche Möglichkeiten, wie Daten in die falschen Hände geraten können. Jedes Jahr werden zahllose Notebooks gestohlen, liegen gelassen oder ausgemustert; mobile Speichermedien wie USB-Sticks, MP3-Player und Handy-Speicherkarten sind günstig zu haben und fassen immer mehr Daten.

Viele Unternehmen setzen bei der Informationssicherheit bereits auf Daten- und Laufwerkverschlüsselung. Mit dem erweiterten Encrypting File System (EFS) und der überarbeiteten Bitlocker Drive Encryption (BDE) bringt auch Windows 7 eigene Tools zur Festplatten-Verschlüsselung mit.

EFS schützt selbst Top-Secret-Informationen

EFS verschlüsselt einzelne Dateien oder Ordner und schützt sie somit vor unberechtigtem Zugriff. Allerdings funktioniert die Verschlüsselung nur auf NTFS-formatierten Laufwerken und eignet sich somit nicht für FAT-Datenträger wie USB-Sticks.

Seit Windows 7 unterstützt das Encrypting File System mit der Elliptic Curve Cryptography (ECC) einen PKI-Algorithmus (Public Key Infrastructure), der deutlich mehr Sicherheit bietet als andere asymmetrische Kyptographie-Verfahren. Als Bestandteil der amerikanischen Algorithmen-Sammlung NSA Suite B Cryptography eignet sich ECC zur Verschlüsselung hochsensibler Daten.

Windows 7 vereinfacht einen möglichen Wechel vom RSA-Verschlüsselungsstandard auf ECC, da das Betriebssystem erlaubt, beide Algorithmen gleichzeitig zu nutzen. Die Abwärtskompatibilität ist damit gleichermaßen gewährleistet wie das Erfüllen strenger Compliance-Anforderungen.

Seite 2: Bitlocker ohne TPM verwenden

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